Durchgezaudert
Hans-Peter Friedrich hat es nicht leicht. Der Bundesinnenminister von der CSU stand einem Versuch, ein Verbot der NPD beim Bundesverfassungsgericht zu ...
Hans-Peter Friedrich hat es nicht leicht. Der Bundesinnenminister von der CSU stand einem Versuch, ein Verbot der NPD beim Bundesverfassungsgericht zu ...
DELHI, 22. März. Kurz vor Ablauf der Frist hat Italien doch noch eingelenkt: Die beiden Marinesoldaten Salvatore Girone und Massimiliano Latorre sind am ...
Absprachen im Strafprozess sind Folge von vielen vagen Normen - was soll sich nach dem Karlsruher Urteil ändern?
Nach dem Beschluss der Bundesregierung, keinen eigenen Antrag zum Verbot der NPD zu stellen, wird es auch immer unwahrscheinlicher, dass sich im Bundestag dafür eine Mehrheit findet. Die SPD hofft dennoch auf Stimmen aus allen Fraktionen.
Der „Deal“ bleibt Gesetz, zugleich aber hebt Karlsruhe warnend den Zeigefinger. Das ist auch ein Akt der Hilflosigkeit. Denn offensichtlich können viele Angeklagte kein faires Verfahren mehr erwarten.
„Deals“ mit Angeklagten und Staatsanwaltschaft in Strafprozessen bleiben grundsätzlich zulässig, hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Karlsruhe rügt aber die Praxis der informellen Absprachen.
Weil die Bundesregierung keinen eigenen NPD-Verbotsantrag stellen wird, wird sich womöglich auch in der Unionsfraktion im Bundestag dafür keine Mehrheit finden. Der hessische Justizminister Hahn (FDP) stellt nun auch die Initiative der Länder wieder in Frage.
pca. BERLIN, 18. März. Die Bundesregierung wird keinen eigenen Verbotsantrag gegen die rechtsextreme NPD beim Bundesverfassungsgericht stellen.
Die Politik von Viktor Orbán, dem ungarischen Ministerpräsidenten, und seiner Fidesz-Partei wirkt wie die eines Getriebenen.
Die Entscheidung der Bundesregierung, keinen eigenen NPD-Verbotsantrag zu stellen, stößt auf Verärgerung bei SPD, Landespolitikern und dem Zentralrat der Juden. Debattiert wird nun über einen Antrag des Bundestags.
Die Bundesregierung wird nach F.A.Z.-Informationen keinen eigenen NPD-Verbotsantrag in Karlsruhe stellen. Die fünf FDP-Minister lehnen einen solchen Antrag ab. „Dummheit kann man nicht verbieten“, sagt Philipp Rösler.
Politiker entdecken zunehmend die Gerechtigkeit als Betätigungsfeld. Sie fordern mehr Umverteilung und versprechen „gerechtere“ Regeln. Häufig fehlt es freilich für die angestrebte Gerechtigkeit an Maßstäben, und die in Aussicht genommenen Regelungen führen zu mehr Unfreiheit.
BERLIN, 15. März. Mit einer Wucht sondergleichen hat die Debatte über die Gleichstellung Homosexueller in Ehe- und sonstigen Rechtsangelegenheiten das ...
pca. BERLIN, 14. März. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat abermals seine prinzipielle Skepsis gegenüber einem Verbotsantrag gegen die ...
rad. DELHI, 14. März. Der diplomatische Konflikt zwischen Indien und Italien um zwei strafrechtlich verfolgte italienische Soldaten spitzt sich weiter zu.
Zur Leitglosse „Kein Karlsruhegehorsam“ von Berthold Kohler (F.A.Z. vom 5. März): So leicht wie die Wehrpflicht- und die Energiewende geht der CDU die ...
Das ungarische Parlament hat eine Verfassungsänderung beschlossen, die von der konservativen Regierung unter Viktor Orbán eingebracht worden war und im In- und Ausland vor der Abstimmung stark kritisiert wurde. Sie beschneidet die Befugnisse des ungarischen Verfassungsgerichts.
In der koaltionsinternen Debatte über die steuerliche Gleichstellung der Homo-Ehe verschärft die FDP den Ton: Sie droht damit, im Bundestag nicht mehr mit der Union zu stimmen. Diese, so führende FDP-Politiker, halte sich nicht an Absprachen.
Nur Mut: Die Zukunft der Ehe hängt nicht von den Vorgaben des Zeitgeists, den Verrenkungen der CDU oder von den Vorstellungen des Gesetzgebers in Karlsruhe ab.
Die Bundespressekonferenz rügt den „Spiegel“. Das Magazin habe sich bei der Berichterstattung über den Besuch des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts nicht an die vereinbarte Vertraulichkeit gehalten.
Als Brückenbauer hat sich Präsident Klaus nie verstanden, und seine Neujahrsamnestie hat viele empört. Kurz vor Ende seiner Amtszeit betreibt das tschechische Oberhaus dessen Amtsenthebung.
Wie vertragen sich Zwangsbehandlungen gegen den Willen der Betroffenen mit der Patientenautonomie? Psychisch Kranke brauchen in Deutschland dringend eine selbstbewusste Lobby.
In Hamburg klagt die CDU gegen einen Volksentscheid, mit dem erreicht werden soll, dass die Stromnetze wieder vollständig in die Hand der Stadt kommen. Doch ob die Klage zulässig ist, ist noch unklar.
Die NPD ist mit ihrem Vorstoß gescheitert, ihre Verfassungstreue vom Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen. Eine solche Feststellung sei im Gesetz nicht vorgesehen, entschied das Karlsruher Gericht.
Das Hackenknallen in ihrer Partei ging selbst der Kanzlerin zu weit: Die CDU treibt die Ehewende nicht weiter voran. Jedenfalls nicht vor dem nächsten Befehl aus Karlsruhe.
In der Debatte über die Homo-Ehe hat das CDU-Präsidium „einmütig“ klargestellt, dass die Union keine steuerliche Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften anstrebt.
Der Vorstoß zur Homo-Ehe stürzt die Union in Turbulenzen. Die Empörung vieler Parteimitglieder veranlasste Bundeskanzlerin Merkel, die Sache an sich zu ziehen. Nun soll über die Familien geredet werden.
Homo-Ehe? Warum nicht! Die CDU fegt das nächste Thema vom roten Teppich der Kanzlerin.
Wer mehr als 250.000 Euro verdient, zahlt besonders hohe Steuern. Das könnte verfassungswidrig sein, findet ein Gericht. Allerdings nur für das Jahr 2007.
Das Bundesverfassungsgericht hat den Beschwerden zweier Sexualstraftäter stattgegeben, die sich gegen ihre nachträgliche Sicherungsverwahrung wehrten. Auch Straftäter, die in der geschlossenen Psychiatrie saßen, dürfen demnach nur festgehalten werden, wenn von ihnen eine „hochgradige Gefahr“ ausgeht.
Die NPD kann derzeit kaum etwas besser gebrauchen als die Debatte über ein Parteiverbot. Die rechtsextremistische Partei hatte jüngst verzweifelt versucht, Aufmerksamkeit zu erregen.
Vor fünf Jahren wurde das IT-Grundrecht zum Schutz der digitalen Privatsphäre eingeführt. In der Praxis spielt das neue Recht bisher kaum eine Rolle. Das muss sich ändern.
Die CSU blockiert vorerst das Vorhaben, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften der Ehe gesetzlich weiter anzugleichen. Vorerst gelte es ein weiteres Urteil dazu aus Karlsruhe abzuwarten, sagt Landesgruppenchefin Hasselfelt. Auch führende CDU-Parlamentarier rudern zurück.
In der Union wächst der Widerstand gegen Pläne, homosexuelle Lebenspartnerschaften auch beim Ehegattensplitting gleichzustellen. „Der Staat sollte Kinder fördern und nicht Lebensformen“, sagt etwa der CDU-Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet.
Es ist auf das historische Zusammentreffen von Nationalstaatssouveränismus und Neoliberalismus zurückzuführen, dass mit dem Vertrag von Maastricht nicht die Vereinigten Staaten von Europa, sondern eine nur unvollendete Union geschaffen wurde. Jetzt ist die Zeit für eine demokratisch-föderale Verfassung Europas gekommen.
Kaum jemand traut sich noch zu sagen, er sei gegen ein Adoptionsrecht für Lebenspartner. Oder ist einfach fast niemand mehr dagegen?