Tag der Entscheidung für VW
Nach fast fünf Jahren urteilt erstmals der Bundesgerichtshof an diesem Montag über den Dieselskandal. VW-Kunden können sich freuen.
Nach fast fünf Jahren urteilt erstmals der Bundesgerichtshof an diesem Montag über den Dieselskandal. VW-Kunden können sich freuen.
Der Bundesgerichtshof sorgt nicht für die erhoffte Klarheit bei der Durchsetzung von Honoraransprüchen der Architekten. Abermals ist der Europäische Gerichtshof gefordert. Die Rechtsunsicherheit kann noch Jahre dauern.
Bauherren, Architekten und Ingenieure hofften auf eine klare Ansage vom Bundesgerichtshof, wie die Vergütung zu regeln ist. Doch Karlsruhe bleibt eine Antwort schuldig.
Im aktuellen Podcast sprechen wir über die heftigen Reaktionen auf das EZB-Urteil des Bundesverfassungsgerichts – und darüber, ob die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland einleiten sollte.
In ihren Regelungen zum Online-Banking warnten Banken ihre Kunden lange vor Alternativen wie der „Sofortüberweisung“. Schon das Bundeskartellamt hatte das moniert – und sieht sich nun durch Karlsruhe bestätigt.
Im Mordfall Lübcke erhärtet ein neues Gutachten den Verdacht gegen den mutmaßlichen Täter Stephan E. Die Ergebnisse des Gutachtens vertiefen laut Bundesgerichtshof die bisherige Beweislage.
Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz sieht in der Schlecker-Pleite einen Fall für den Bundesgerichtshof. Seiner kürzlich erfolgten Niederlage vor dem Frankfurter Oberlandesgericht möchte er mit einer Nichtzulassungsbeschwerde entgegenwirken.
Ein Richter sieht in der Aufforderung, seine Erledigungszahlen zu steigern, einen Eingriff in seine Unabhängigkeit und spricht von einem politischen Verfahren. Der Bundesgerichtshof hat seine Klage nun abgewiesen.
Der Mörder der Mainzer Schülerin Susanna muss lebenslang in Haft. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil bestätigt.
Bald wird der Bundesgerichtshof zum zweiten Mal darüber verhandeln, ob man Richtern bestimmte Erledigungszahlen abverlangen darf. Ein Streitgespräch zu den zentralen Fragen des Verfahrens, das auch die richterliche Unabhängigkeit berührt.
Wer auf dem Marktplatz von Amazon einkauft, kann nicht auf jede Zusage vertrauen. Für eine Garantie des Online-Giganten müssen die Verkäufer nicht einstehen, zeigt eine aktuelle Gerichtsentscheidung.
Im August wurde ein Syrer wegen des tödlichen Angriffs auf den Deutschen Daniel H. zu neuneinhalb Jahren Haft wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Verteidigung ging in Revision. Die Richter verwarfen diese nun.
Fachleute haben den Angriff von 2015 laut einem Medienbericht inzwischen weitgehend rekonstruiert. Demnach verschafften sich Hacker des russischen Geheimdienstes Zugriff auf Merkels E-Mail-Korrespondenz von 2012 bis 2015.
Im Einspruch-Podcast diskutieren wir das Urteil zu den Anleihenkäufen der EZB, in dem das Verfassungsgericht erstmals den offenen Bruch mit dem Europäischen Gerichtshof gewagt hat. Am Vorgehen der EZB dürfte sich aber vorerst nicht sonderlich viel ändern.
Der früheren AfD-Chefin war vorgeworfen worden, 2015 vor dem Wahlprüfungsausschuss des Landtags falsch ausgesagt zu haben. Das Landgericht Dresden verurteilte sie zu einer Geldstrafe. Diese Entscheidung hob der BGH nun auf.
Die Bundesregierung muss nach den Ermittlungen zu dem Hackerangriff auf den Bundestag deutliche Worte nach Moskau richten. Leisetreterei hilft den deutsch-russischen Beziehungen nicht.
Es ist das erste Mal, dass sich das oberste deutsche Zivilgericht mit einer Schadenersatzklage eines Autokäufers im VW-Dieselskandal in einer mündlichen Verhandlung beschäftigt.
Vor fünf Jahren wurde das IT-System des Bundestags attackiert. Hinter dem Angriff soll Berichten zufolge ein Agent des russischen Geheimdienstes stehen. Der Bundesgerichtshof habe einen Haftbefehl gegen ihn erlassen.
Nach vorläufiger Auffassung bejaht der Bundesgerichtshof Schäden durch die VW-Schummeldiesel. Die Nutzung der Autos muss aber angerechnet werden.
Herbert Gilbert, ein Rentner aus Rheinland-Pfalz, hat seine Diesel-Klage bis vor den Bundesgerichtshof getrieben. Am Abend vor der mündlichen Verhandlung gehen seine Anwälte von einem Grundsatzurteil aus.
Erstmals muss Karlsruhe am Dienstag über eine Kundenklage gegen VW entscheiden. Derweil haben mehr als 235.000 Verbraucher einem Vergleich zugestimmt und erhalten Entschädigung.
Kurz vor dem Tag der Arbeit war der Bundesgerichtshof fleißig. In drei Fällen hat er zu Presse- und Kunstfreiheit und dem Urheberrecht scheinbar klar entschieden. Doch eines bleibt offen.
Die Pressefreiheit geht vor: Das Nachrichtenportal darf einen älteren Buchbeitrag zu Sex mit Kindern abdrucken, auch wenn sich der Politiker in der Zwischenzeit mehrmals davon distanziert hat.
Der Bundesgerichtshof hat gleich drei für das Urheberrecht richtungsweisende Urteile verkündet. Darin geht es jeweils um den Konflikt zwischen dem geistigen Eigentum und der Kommunikations- beziehungsweise Kunstfreiheit.
Durfte die „WAZ“ militärische Lageberichte zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr veröffentlichen? Die Bundesregierung hatte dagegen geklagt. Der Bundesgerichtshof stärkt die Pressefreiheit – und lässt eine grundsätzliche Frage offen.
Durfte Moses Pelham 1997 zwei Sekunden aus einem Kraftwerk-Stück als Sample verwenden? Seit Jahren beschäftigt die Frage die Gerichte. Jetzt entschied das BGH: Er durfte. Aber nur, bis sich 2002 die Gesetzeslage änderte.
Ohne sie hätten es keine Morde gegeben: Auf mehr als 3000 Seiten legt das Münchner Oberlandesgericht vor allem dar, warum auch Beate Zschäpe für die Taten des NSU verantwortlich war.
Ein Regierungsentwurf zur Reform des Inkassorechts bringt vor allem für die Schuldner einige Verbesserungen. Inkassodienstleister müssen teils deutliche Abstriche bei den Gebühren hinnehmen.
Im Juni entscheidet der Bundesgerichtshof ein zweites Mal über den „Berliner Raser-Fall“ – und kippt möglicherweise das bisherige Urteil „Mord“. Denn viele Fragen sind schwer zu klären.
14 Jahre konnte der NSU unbehelligt rechten Terror verbreiten. Nachzulesen auf 3000 Seiten Urteilsbegründung. Ersatz für Staatsversagen ist das nicht.
Die Anklage im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke steht unmittelbar bevor. Im Vorfeld erhärtet sich das Bild eines gewalttätigen Extremisten.
Die Bauwirtschaft und die Bauherren stehen vor einer großen Herausforderung. Vertragssicherheit, aber auch Verständnis und Kooperation in den Verhandlungen sind jetzt gefordert.
Amazon hat ein Parfum verschickt, für das es kein EU-Verkaufsrecht gab. Jetzt hat der EuGH entschieden, dass der Konzern damit die Marke nicht selbst benutzt und folglich nicht haftet. Ganz ausgestanden ist der Streit aber noch nicht.
In der aktuellen Folge sprechen wir unter anderem über den merkwürdigen Kontrast, mit dem derzeit massive Grundrechtseinschränkungen hingenommen, aber schon kleine Beeinträchtigungen des Datenschutzes beim Handy-Tracking abgelehnt werden.
Die Frage, ob sich Banken bei ihren Informationspflichten gegenüber Kunden an europäische oder nationale Vorgaben halten müssen, stellt sich derzeit bei Verbraucherkreditverträgen. Bisher sieht der Bundesgerichtshof nur die nationalen Regelungen als verbindlich an.
Markus H. wird verdächtigt, am Mord des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke beteiligt gewesen zu sein. Doch der frühere Mitarbeiter einer Rüstungsfirma bestreitet den Tatvorwurf.