Zug um Zug zum Nachzug
Mit harten Bandagen ringen Union und SPD um den Familiennachzug. Es geht um Formulierungen und Fristen. Und darum, was passiert, wenn eine große Koalition doch nicht zustande kommen sollte.
Mit harten Bandagen ringen Union und SPD um den Familiennachzug. Es geht um Formulierungen und Fristen. Und darum, was passiert, wenn eine große Koalition doch nicht zustande kommen sollte.
Deutschland nahm laut Innenministerium die meisten Asylsuchenden aus den südlichen EU-Ländern auf. Tatsächlich kamen aber viel weniger Menschen als zuvor angenommen.
Zu Beginn der Koalitionsgespräche hakt es schon wieder beim Thema Flüchtlinge. Auch bei Anpassung von Arzthonoraren sind sich Union und SPD uneins. Beide Seiten betonen aber ihren festen Willen zur Einigung.
Eigentlich hatte die Bundesregierung sich vorgenommen, die Zahl der Abschiebungen 2017 zu erhöhen. Doch das Ziel wurde offenbar verfehlt.
Viele Flüchtlinge aus Afrika träumen von einem Leben in Frankreich. In Italien angekommen, wagen einige von ihnen den gefährlichen Weg über den Bergpass zwischen Bardoneccia und der französischen Grenze. Doch manchmal endet dieser mit abgefrorenen Gliedmaßen.
Die Flüchtlingswelle zeigt sich in der Statistik: Viele Arbeitslose sind Ausländer. Experten sind sich uneinig, inwieweit sich das in Zukunft ändern wird.
Cottbus galt als Vorbild für die Aufnahme von Flüchtlingen. Doch jetzt mehren sich die Stimmen, die sagen: Damit Integration funktioniert, braucht es eine Pause.
Die Kommunen halten die finanziellen Berechnungen von Union und SPD für die Projekte, die sie in den Sondierungen festgelegt haben, für unseriös. Ist allein die Versorgung von Flüchtlingen fast doppelt so teuer wie veranschlagt?
Aus taktischen Gründen will Berlin jetzt nicht über Flüchtlingsquoten in der EU streiten. Die deutsche Politik muss sich bewegen, um als Führungsmacht wieder handlungsfähig zu sein – vor allem gegenüber Osteuropa.
Im Streit um die Flüchtlingspolitik ist Deutschland bereit, die Frage der gerechten Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU zurückzustellen. Das machte Innenminister de Maizière beim Treffen der EU-Innenminister deutlich.
In Cottbus kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Flüchtlingen. Jetzt schlägt Oberbürgermeister Holger Kelch Alarm: Die Stadt sei bei der Integrationsarbeit am Limit.
Bangladesch und Myanmar haben vereinbart, hunderttausende muslimische Flüchtlinge aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar innerhalb von zwei Jahren in den Bundesstaat Rakhine zurückzuschicken.
In der CDU mehren sich Stimmen, die beim Familiennachzug der SPD Kompromissbereitschaft signalisieren. Das passt Andreas Scheuer nicht.
Mit viel Geld und Einfallsreichtum hält die Bundesregierung Flüchtlinge aus Deutschland fern. Sie schafft Zehntausende Jobs für sie – im Ausland. Und das wirkt.
Erste Unionspolitiker rücken vom harten „Nein“ ab, mit der SPD noch einmal über Ergebnisse des Sondierungspapiers zu sprechen. Juso-Chef Kühnert kündigt eine „Anti-Groko-Tour“ an.
Fallen die Schatten der Vergangenheit auch auf die deutsche Einwanderungspolitik? Über die Reise einer jüdischen Schriftstellerin durch ein Land mit zwei Gesichtern.
Der Fraktionsvorsitzende der EVP im Europaparlament erklärt, woran eine Reform des EU-Asylsystems scheitert und warum ein Beitritt der Türkei nicht funktionieren wird.
Kann man die lokale Verteilung von Flüchtlingen so optimieren, dass man ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessert? Wissenschaftler haben dafür einen Algorithmus entwickelt.
Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht im F.A.Z.-Interview über seine Pläne für Österreich und Europa – und über die Erfahrungen mit großen Koalitionen.
Die Zahl von 2017 ist damit noch einmal deutlich geringer als die vom Jahr 2016. Im Hauptjahr des Flüchtlingszustroms 2015 wurden 890.000 Asylsuchende registriert.
Bundesinnenminister de Maizière hat die jüngste Asylstatistik vorgestellt: Demnach fällt die Zahl registrierter Flüchtlinge weiter. Zugleich werden weniger Menschen abgeschoben.
Weil zuletzt vor allem junge Zuwanderer in die gesetzliche Krankenversicherung eingetreten sind, ist diese nun finanziell stabiler aufgestellt, sagt GKV-Chefin Pfeiffer. Allerdings soll dieser Effekt nur eine gewisse Zeit anhalten.
Ein ernstgemeinter Verfassungspatriotismus erfordert die Bereitschaft zur inhaltlichen Auseinandersetzung. Das gilt auch für den aktuellen Integrationsdiskurs infolge der Flüchtlingskrise.
In Sachsen haben am Wochenende Flüchtlinge und Einheimische auf der Straße gegeneinander gekämpft. Was genau los war, wird noch ermittelt – am rechten und linken Rand meinen viele aber, schon ganz genau Bescheid zu wissen.
Wie alt sind Flüchtlinge wirklich? Das Frankfurter Jugendamt bezweifelt, dass Medizintests zuverlässig sind.
Die Versorgung der Geflüchteten in Hessen soll verbessert werden. Vier psychosoziale Zentren sollen entstehen. Ein großes Problem ist die Sprachbarriere.
Nach dem Ende der Sondierungen kommt Bewegung in das Thema Familiennachzug. Nächste Woche soll sich der Bundestag damit beschäftigen. Die FPD will „eine Balance zwischen Möglichkeiten und Menschlichkeit“ schaffen.
Der Familiennachzug für Flüchtlinge war bei den Sondierungen eines der Streitthemen zwischen Union und SPD. Doch nach der Einigung vom Freitag soll jetzt alles ganz schnell gehen.
Bei Leipzig sind am Freitagabend zwei Gruppen junger Deutscher und Asylbewerber aneinandergeraten. Zwei Männer wurden dabei schwer verletzt. Der Staatsschutz ermittelt.
Noch immer verhandeln Union und SPD darüber, ob sie überhaupt verhandeln wollen. Das nennt sich Sondierungen. Bei Maybrit Illner wird deutlich, woran es den drei Parteien zur Zeit fehlt. So lässt sich jedenfalls keine Politik machen.
Mateusz Morawiecki, der nationalkonservative Ministerpräsident Polens lässt offen, ob er das Urteil des Eurogerichtshofs akzeptieren wird. Grund dafür war Polens Verweigerung, an der Verteilung von 160.000 Flüchtlingen auf die gesamte EU teilzunehmen.
Die Verhandlungen der Sondierer von Union und SPD machen offenbar weiter Fortschritte – beim umstrittenen Familiennachzug für Flüchtlinge gibt es aber weiter widersprüchliche Signale aus Berlin.
„Oury Jalloh, das war Mord“, skandieren Demonstranten in Dessau. Vor 13 Jahren war der afrikanische Asylbewerber in Polizeigewahrsam unter unklaren Umständen verbrannt.
Ein 19 Jahre alter Junge gibt an, zwölf zu sein. Er geht zur Schule, dealt mit Drogen, verprügelt Mitschüler. Solche Extremfälle lassen sich jedoch verhindern.
In politischer Mission: Der Historiker Philipp Ther will aus der Geschichte des Elends von Flucht und Vertreibung Lehren für die Gegenwart ziehen. Doch: Wer neue Denkanstöße erwartet, wird enttäuscht sein.
Weniger als zwanzig Prozent der Analphabeten unter Flüchtlingen, die an einem Sprachkurs teilnehmen, erreichen trotz besonderer Förderung das sprachliche Mindestniveau für eine Ausbildung in Deutschland. Teilnehmer aus zwei Ländern schnitten besonders schlecht ab.