Erinnert stark an die Zukunft
Das Bauhaus war wesentlich mehr als das, was ihm seine vielen Kritiker heute andichten wollten. Eine Ehrenrettung in elf Punkten.
Das Bauhaus war wesentlich mehr als das, was ihm seine vielen Kritiker heute andichten wollten. Eine Ehrenrettung in elf Punkten.
Ein Jurist als Historiker: Udo Di Fabio widmet sich Aufstieg und Niedergang der Weimarer Verfassung. Entstanden ist ein Buch zum Jubiläum, dessen Thesen ihre beste Zeit hinter sich haben.
In der Weimarer Republik wird der Sport rasend schnell populär. Die entstehende Kultur ist bunter und blühender als heute – und doch diente der Sport vor allem einem Ziel.
Mit dem 9. November 1918 begann der historisch-politische Deutungskampf über die Revolution. Bis heute will er nicht enden.
Warum die Weimarer Republik gescheitert ist und welche Alternativen es damals gegeben hätte, verrät der Historiker Sönke Neiztel von der Universität in Potsdam.
Film, Fernsehen und Museen entdecken die Kunst der zwanziger und frühen dreißiger Jahre wieder. Der schaudernde Blick zurück auf den Vorabend des Faschismus und der NS-Herrschaft stellt Fragen an die Gegenwart.
Nach dem Zweiten Weltkrieg schien Berlin restlos zerstört zu sein. Doch ihre Modernität hielt die Stadt am Leben. Überraschend schnell entfaltete sich in den Trümmern ein funkelndes Metropolentreiben. Babylons Ende kam später.
Stuttgarts Haus der Geschichte zeigt die Weimarer Republik von deren Anfängen her und zieht eine Parallele zur heutigen Vertrauenskrise der Demokratie. Auch damals gab es Personen und Leistungen, die mehr Vertrauen verdient hätten.
Berlin ist nicht Weimar, heißt es. Zu Recht? Unheilvolle Tendenzen aus der Weimarer Republik kehren wieder. Man darf sie nicht unterschätzen. Ein Gastbeitrag.
Schon 1937 wurde Hans Scholl verhaftet – wegen „unzüchtiger Handlungen“ mit einem Jungen. Damals begann er am NS-Regime zu zweifeln. Es war ein Wendepunkt im Leben des späteren Widerstandskämpfers und seiner Familie.
Jason Lutes beendet nach zwanzig Jahren seinen gewaltigen Geschichtscomic „Berlin“. Drei Bände sind es geworden, um die sechshundert Seiten, und doch sogar ein bisschen kürzer als geplant.
Thomas Sternberg zieht Parallelen zur NSDAP, die in der Weimarer Republik demokratisch ins Parlament gewählt wurde. Er fordert den „Widerstand aller freiheitlich-demokratischen Kräfte“, um den Aufstieg der AfD zu verhindern.
Venezuela hat einen dramatischen wirtschaftlichen Zusammenbruch erlitten. Der Internationale Währungsfonds zieht schon Vergleiche zur Lage in der Weimarer Republik.
In der Weimarer Republik quoll das Schaufenster der radikalen Ideologien nur so über. In „Die ungeliebte Demokratie“ stellt Hans Sarkowicz die Epoche in all ihren Spannungen und Widersprüchen dar.
Der deutsche Gartenzwerg verdient die abschätzigen Blicke vieler Zeitgenossen nicht. Das Museum Bad Schwalbach setzt ihn anlässlich der Landesgartenschau ins rechte Licht.
An Nord- und Ostsee wurden jüdische Gäste schon in den 1920er Jahren zu Bürgern zweiter Klasse gemacht. Die Mittelschicht lebte ihren Neid aus. Historiker untersuchen, wer den Hass in die Urlaubsorte brachte.
Im Thomas-Mann-Haus in Pacific Palisades wird die Partnerschaft mit Amerika neu begründet. Das Irrationale darf nicht siegen. Eine Rede des Bundespräsidenten.
Das Streikverbot für Beamte folgt aus dem Grundgesetz. Wie wichtig und sinnvoll dieser hergebrachte Grundsatz auch in einer weitgehend privatisierten Welt ist, zeigen Arbeitskämpfe in der Daseinsvorsorge.
Das passende Buch zum allgegenwärtigen Weimar-Hype und ein lesenswertes noch dazu: Der vergessene Justizroman von Ernst Ottwalt „Denn sie wissen was sie tun“.
Es ging sehr deutsch zu und sehr national. Ein Blick zurück auf die Lutherdekade und das Jubiläumsjahr 2017.
Die AfD will eine Stiftung nach Gustav Stresemann benennen. Ein besseres Vorbild für Demokraten lässt sich kaum finden. Man kann eine Menge von dem großen Staatsmann lernen – wenn man auf die richtige Phase seines Lebens blickt.
Das Jubiläum der Universitäts- und Landesbibliothek verdeutlicht, was Darmstadts eigentliche Tradition ausmacht: Nicht Institutionen und Gebäude, sondern ein kontinuierlicher Wissensdurst.
Die Fernsehserie „Babylon Berlin“ soll vor einer Wiederkehr Weimarer Verhältnisse warnen. Was damit gemeint sein könnte, ist eine Frage für das neue Studienfach „Public History“.
„Jamaika“ ist nicht nur an der FDP gescheitert. Den Graben, den die vier Parteien nicht überbrücken konnten, hat die Bundeskanzlerin durch Deutschland gezogen.
Zersplitterte Gesellschaft: Die Frankfurter Schirn zeigt mit „Glanz und Elend in der Weimarer Republik“ die Kunst der Jahre, in denen Deutschlands Zukunft noch offen war.
Die Weimarer Republik gilt als ein Lehrstück für die Gefährdung und Selbstgefährdung der Freiheit. Jüngste Entwicklungen in unserer Demokratie scheinen an Zustände während der Weimarer Republik zu erinnern. Eine Bilanz.
Aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg lassen sich noch heute wichtige Lehren für eine liberale Gesellschaft ziehen. Die Schwachpunkte der Weimarer Wirtschaftsordnung: die Akzeptanz von Monopolen und Kartellen sowie die äußere Abschottung. Ein Gastbeitrag.
Keine andere Institution der Kunst und des Designs ist im zwanzigsten Jahrhundert einflussreicher gewesen als das Bauhaus. Und fast alles, was Walter Gropius mit seinen Kollegen damals entwarf, hat bis heute Bestand.
Kontinuität und Wiederkehr: Wie viel von der Weimarer Republik steckt in der heutigen Bundesrepublik? Und was ist von den alten Ängsten der Nachbarn vor den Deutschen geblieben? Welche erwachen wieder angesichts dessen, dass das Land auf der Landkarte des Rechtspopulismus kein weißer Fleck mehr ist? Ein Blick von außen.
1932 steigt die NSDAP in freien Wahlen von einer rechtsextremen Splitterpartei zur stärksten Kraft auf. Waren die Nationalsozialisten – was Mitglieder und Wähler betrifft – wirklich Ausdruck eines „Extremismus der Mitte“?
„Furchtbare Juristen“ standen vor 70 Jahren in Nürnberg vor Gericht – ein Prozess von aktueller Bedeutung. Von Arthur Kreuzer
Eine Demokratie muss nicht deswegen scheitern, weil sie Gegenwind bekommt. Sie scheitert nur dann, wenn sie keinen Rückenwind bekommt, etwa von Politikern und den Medien. Das zeigt das Beispiel der Weimarer Republik.
Zwischen Freunden und Feinden: Die Politiker der Weimarer Republik hätten mehr Zeit gebraucht, die Probleme zu bewältigen, die geerbt wurden. Kompromissfähigkeit fehlte. Ein Gastbeitrag.
Die Weimarer Republik ging nicht wegen Brünings Sparpolitik zugrunde. Ihre Schwäche war vielmehr eine Folge der Kumulation ungelöster Probleme, die ab 1929 aus dem Ruder liefen.
„Fanatismus wird Heilsprinzip“ – Thomas Manns Diagnose aus dem Jahr 1930 war Rückblick und Vorahnung zugleich: Die Weimarer Republik war in höchster Not. Auch heute ist die Idee der Freiheit nicht ungefährdet. Was ist zu tun? Ein Gastbeitrag.
Otto Kleinknechts Erinnerungen berichten davon, dass es neben den „furchtbaren Juristen“ wie Roland Freisler unzählige Beamten und Richter gab, die das taten, was Vertreter einer Funktionselite tun: Sie funktionierten, und dabei schien es fast gleichgültig, welchem System sie dienten.