„Volksverräter“ ist das Unwort des Jahres 2016
Nach „Gutmensch“ im Jahr 2015 ist das Unwort des Jahres 2016 „Volksverräter“. Das Wort sei ein „Erbe von Diktaturen“ unter anderem der Nationalsozialisten, hieß es in der Begründung.
Nach „Gutmensch“ im Jahr 2015 ist das Unwort des Jahres 2016 „Volksverräter“. Das Wort sei ein „Erbe von Diktaturen“ unter anderem der Nationalsozialisten, hieß es in der Begründung.
Im neuen „Tatort“ aus Frankfurt wird ein junger afrikanischer Flüchtling von der Polizei wie Freiwild behandelt, während im Hintergrund pseudo-intellektuelle Rechtsradikale unbeschadet die Fäden ziehen. Wie realistisch ist das?
Ruppig, kratzend, lebenssatt: Marianne Faithfull, die Übermutter der Rockmusik, wird siebzig. Es grenzt an ein Wunder, dass sie ihren Absturz Ende der sechziger Jahre überlebte.
Bereits 1919 machte der Alldeutsche Verband mit seiner „Bamberger Erklärung“ deutlich, dass er „in schärfster nationaler Opposition“ zur Weimarer Republik stehe und unermüdlich an der Wiederaufrichtung von „Bismarcks Werk“ arbeiten werde.
Die Schiene ist kaum eine Alternative zum Lastwagen. Das liegt an der deutschen Verkehrswegeplanung – und an der Weigerung, der Bahn Anreize für Innovationen zu setzen. Ein Gastbeitrag.
Sigmar Gabriel will in seinem Wahlkampf für mehr Respekt und Anstand eintreten und führt schlagende Beispiele an. Doch wie weit lässt sich Politik im Register der Moral führen?
In der Demokratie sind Kritik und leidenschaftlicher Streit nicht nur erlaubt, sondern unabdingbar. Aber ein hasserfülltes politisches Klima mit pauschalen Vorurteilen und negativen Stereotypen kann für die Demokratie zur Gefahr werden.
Die Worte des republikanischen Präsidentschaftskandidaten sind Musik in den Ohren der Progressiven, denen die „amerikanische Einzigartigkeit“ zuwider ist. Ein Gastbeitrag.
Der „Vampir von Düsseldorf“ ermordete 1929 acht Menschen und versetzte die Weimarer Republik in Angst und Hysterie. Hermann Mühlemeyer, heute 95 Jahre alt, konnte noch fliehen.
Die Abkoppelung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Kriegsgeschehen bedeutete nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Revolutionierung des überkommenen Kriegsvölkerrechts, die sich nur auf dem Wege einer kreativen Neuinterpretation bekannter Rechtsfiguren etablieren ließ.
Um die Prozesse innerhalb und zwischen den Fraktionen beziehungsweise Ausschüssen zu koordinieren, verfügt der Bundestag über spezielle Organe und Regelungsmuster, die sich historisch herausgebildet haben.
Der SPD-Vorsitzende Gabriel hat einen Frontalangriff auf die AfD gestartet. Der rechtskonservativen Partei bescheinigt er in einem Zeitungsinterview offenen Rassismus. Eine neue Umfrage sieht den Höhenflug der AfD gestoppt.
Nach dem Ersten Weltkrieg und der großen Mobilisierung standen alle Gesellschaften vor der Aufgabe, ihre Partizipations-Basis zu erweitern. Die Zeiten der Wahlrechtbeschränkung waren selbst im reaktionären Preußen abgelaufen.
Die deutsche Rechte war nach dem Abschluss des Versailler Vertrags, der die deutsche Schuld am Ersten Weltkrieg festgeschrieben hatte, von einem wahren Türkenfieber erfasst. Der türkische Befreiungskampf diente der noch winzigen Nazipartei in ihrer Gründungsphase als Leitbild.
Die Hassparolen und die fremdenfeindliche Stimmung bei Pegida-Demos und im Internet ängstigen nicht nur Innenminister de Maizière. Im FAZ.NET-Gespräch fühlt sich Extremismusforscher Funke gar an die Endphase der Weimarer Republik erinnert.
Adelsbezeichnungen spielen immer noch eine Rolle, doch sind sie ein Fossil im Recht und eine Herausforderung für die Gleichheit.
Der deutsche Sozialstaat ist ohne Blaupause entstanden - und scheint noch heute nicht daran interessiert, ein angemessenes Bild seiner selbst zu gewinnen.
Von den Nationalsozialisten verfolgt, floh Otto Klepper 1933 ins Exil. Über Finnland, China und Frankreich gelangte er nach Mexiko, verlor aber niemals das Schicksal Deutschlands aus den Augen.
Eigentlich sind Abgeordnete vor Strafverfolgung geschützt. Verzichten sie auf ihre Immunität, wollen sie oft verhindern, dass jede kleine Verfehlung öffentlich wird.
Am Leben von Christine Teusch lassen sich einige der großen Zäsuren und Entwicklungsschübe des 20. Jahrhunderts exemplarisch darstellen, unter anderem die Brüche im politischen System Deutschlands zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik.
Das Bundesarbeitsgericht hat verbindliche Grundsätze für den Arbeitskampf aufgestellt, sie werden aber nicht beachtet.
Wenn Putin sein eigenes Land schon nicht zusammenhalten kann, muss er dann noch expandieren? Warum wir sein aggressives Auftrumpfen nicht als legitime Verfolgung russischer Staatsinteressen hinnehmen dürfen.
Schwergewichtig: Ulrich Herbert legt eine beeindruckende Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert vor - eine Bilanz politischer Entscheidungen in Zeiten technokratischer Raserei.
Oswald Spengler war einer der einflussreichsten Intellektuellen der Weimarer Republik. 1918 erschien der erste Band von „Der Untergang des Abendlandes“.
Vor allem in den Wahlkämpfen der frühen 1930er Jahre machte sich die NSDAP das Anliegen einer angemessenen Behandlung der Kriegsbeschädigten zu eigen. Die Weimarer Republik machte es den Nazis aber auch leicht.
Stalin und Litwinow urteilten 1933/34 über Hitlers außenpolitische Absichten realistischer als die Diplomaten an der deutschen Botschaft in Moskau.
Als Gegenspieler der Nationalsozialisten verkörperte er ein Bildungsbürgertum mit Überzeugung: Berlin erinnert endlich an Johannes Fest.
Die vielbeschworene Freundschaft zwischen Deutschen und Türken in den Jahren 1918 bis 1933 ergab sich aus der Ausgangslage der Verlierermächte.
Schon zwei Jahre nach der Gründung des „Simplicissimus“ saß dessen Verleger Albert Langen im Pariser Exil. Thomas Theodor Heine, der prägende Karikaturist des ...
Mit überzeugenden Argumenten plädiert Matthias Damm dafür, eine Reihe prominenter deutscher „Duce“- Bewunderer nicht so sehr als willige Opfer von Mussolinis charismatischem Zauber, sondern vielmehr als Hitler-Gegner zu sehen.
Im Sinne des Autors: „Der Gang vor die Hunde“ bietet die Originalfassung des ersten Romans, den Erich Kästner für Erwachsene schrieb. Der rohe „Fabian“ ist drastischer und politischer.
Ein Verbrechen, das die Öffentlichkeit und die Wissenschaft der Weimarer Republik beschäftigte: Bernd Stiegler dokumentiert und kommentiert den Mordfall Fritz Angerstein.
Noch war nicht alles über die Jahrhundertgestalt der Sozialdemokratie gesagt. Zum 100. Geburtstag von Willy Brandt meldet sich Sohn Peter zu Wort - und Torsten Körner will allen Mitgliedern der Familie Brandt gerecht werden.
Bundespräsident Theodor Heuss prägte von 1949 bis 1959 sein Amt, kümmerte sich vor allem um Atmosphäre und um die „Entkrampfung der Deutschen“, war überhaupt in vielerlei Hinsicht ein gefragter Mann.
Paul Schlesinger alias Sling war einer der besten Gerichtsreporter der Weimarer Republik. Jetzt kann man seine Reportagen wiederentdecken - als große Seelenlesekunst.
Die Erstplazierten der Bestsellerliste in Literatur, Daniel Kehlmann, und Sachbuch, Rüdiger Safranski, über Goethe, Lebensexperimente und den richtigen Umgang mit Widersachern.