Warum wurde Walter Benjamins „Kunstwerk“-Aufsatz verstümmelt?
Von Adorno beargwöhnt: Walter Benjamins bahnbrechender Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ erschien zunächst in einer stark gekürzten Fassung.
„Queere Kunst in der DDR?“ In Berlin wird sie jetzt an vier Orten der Stadt ausgestellt. Der Weg führt dabei auch ins Leben der Künstlerinnen und Künstler, die sie gemacht haben. Das Fragezeichen im Titel ist ein Signal.
Von Adorno beargwöhnt: Walter Benjamins bahnbrechender Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ erschien zunächst in einer stark gekürzten Fassung.
Parteien brauchen Milieubindung und Standbeinfreiheit zugleich: Der Parteienforscher Franz Walter verschreibt seinen engagierten Lesern nonchalante Wechselbäder, um das System zu kurieren. Eine Gratulation zum Siebzigsten.
In der Frühzeit der Bundesrepublik wurden extremistische Parteien in Karlsruhe verboten. Dieses Instrument steht im Blick auf die AfD nicht mehr zur Verfügung.
Wer trägt die Schuld am Untergang der ersten deutschen Demokratie? Die Historikerin Ute Daniel sieht die Hauptverantwortung bei der Reichswehr – und hat eine Liste mit Empfehlungen für die Gegenwart parat.
Die deutschen Bischöfe wählen einen neuen Vorsitzenden. Wer Italienisch kann, ist im Vorteil. Aber einen Favoriten gibt es nicht. Sicher ist nur, wer es nicht wird.
Das Arbeitsrecht sollte den Beschäftigungschancen endlich wieder mehr Rechnung tragen. Auf Schröders Agenda 2010 muss die Agenda 2030 folgen. Dazu braucht es politischen Mut.
Juden und Nichtjuden, Künstler und Arbeiter, Widerstandskämpfer und Unpolitische flohen ab 1933 nach Südosteuropa. Die Historikerin Marie-Janine Calic macht mit detektivischem Spürsinn vergessene Schicksale sichtbar.
Der Sammelband „Weimar, weiblich“ widmet sich Frauen, die in der Weimarer Republik die Filmindustrie prägten und dann in Vergessenheit gerieten.
Hier spielt die Musik: Mit Videokunst über Subkultur-Phänomene machen Bárbara Wagner und Benjamin de Burca Türen auf. In der Schirn Kunsthalle Frankfurt ist jetzt auch ein neues Video aus der Region zu sehen.
Adenauer polarisiert nicht mehr. Drei neue Biographien zeichnen zum 150. Geburtstag ein ausgewogenes Bild seiner historischen Leistungen und Schattenseiten.
Im Jahr 1926 stürzten zwei Regierungen über ein Misstrauensvotum. Das eine hatte mit der deutschen Flagge zu tun, das andere mit einer Rüstungskooperation mit Moskau.
Autoren kündigen Romane an, die sie nicht vollenden. Architekten entwerfen Gebäude, deren Bauherren der Mut verlässt. Regisseure müssen auf Stoffe aufmerksam gemacht werden: Zum Jahreswechsel schicken wir Mahnschreiben an Säumige und Hoffnungsträger.
Vor 100 Jahren wurde das Chemieunternehmen IG Farben gegründet. Seine Geschichte ist gut erforscht, aber wenig bekannt bleibt sein Beitrag zur Rettung der Frankfurter Zeitung.
Die Journalistin Dorothy Thompson berichtete den Amerikanern von den letzten Jahren der Weimarer Republik. Jetzt sind ihre Reportagen aus den Dreißigerjahren als Buch erschienen.
Von der Weimarer Republik über den NS-Staat und die DDR bis zur Wiedervereinigung: Andreas Möller spürt der bewegten Lebensgeschichte seines Großvaters nach.
Vor hundert Jahren wurden in Bayern zwei politische Prozesse geführt, die die Anfälligkeit der Weimarer Republik für rechtsextreme Propaganda zeigten. In beiden Verfahren waren Männer jüdischer Herkunft treibend.
Die amerikanische Journalistin Dorothy Thompson wurde durch ihre Berichte aus Nazi-Deutschland zum Star. Heute haben ihre Texte unheimliche Aktualität. Höchste Zeit, sie wiederzuentdecken.
Sogar einen Bezug zu Goethe gibt es: Kaum ein Ort verbindet so gut die Geschichte von Handel, Architektur und Schicksalen wie der Kaufhof in Frankfurt. Vor 75 Jahren wurde er eröffnet.
In Paris ist die Zeit der Präsidialkabinette angebrochen. Das ruft bei deutschen Beobachtern Erinnerungen an die letzten Jahre der Weimarer Republik wach.
Ob der Untergang der ersten deutschen Demokratie der aktuellen politischen Lage ähnelt, wird schon länger diskutiert. Philipp Ruch und Thomas Weber sehen Gemeinsamkeiten, die lehrreich sind.
Was brauchen die Freien Demokraten, um Wähler von liberalen Ideen zu überzeugen? Ein Gastbeitrag des Vorsitzenden der Friedrich Naumann-Stiftung.
Aus der Weimarer Zeit in die Gegenwart gehoben, verwandelt sich Korngolds „Tote Stadt“ in Mainz in ein flackerndes Traumkino. Angela Denoke inszeniert das Stück als düsteren Fiebertraum.
Wenn es schon keine Mehrheit für eine grundlegende Reform des öffentlichen Dienstes gibt, dann muss beim Personal genauer hingeschaut werden.
Eine Wiederentdeckung: Die Frankfurter Zeitung publizierte in der Weimarer Republik das „Technische Blatt“. Es spiegelt eine Zeit raschen Fortschritts und großer Rückschläge. Das gilt auch für das Schicksal des Schriftleiters.
Die politische Lage heute erinnere an die Weimarer Republik, ist vor allem von Politikern oft zu hören. Der frühere Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München stellt Bücher vor, die helfen, sich ein Urteil zu bilden.
Heinrich August Winkler hat den Weg der Deutschen bis in die Gegenwart in seinen Büchern nachgezeichnet. Jetzt erscheinen seine Lebenserinnerungen. Ein Gespräch über historische Wendepunkte und aktuelle Gefahren.
Im Jahr 1930 zerbrach eine Art große Koalition, das war der Anfang vom Ende der Weimarer Republik. Warum die CDU die Fehler von damals nicht wiederholen sollte.
Anfangs galt das Projekt bei den Zeitgenossen als Nestbeschmutzung: Über die wilden Xenien von Goethe und Schiller und ihre spätere Zähmung.
Bei Kriegsbeginn stand Hitlers Deutschland vor dem Staatsbankrott, schreibt der Historiker Götz Aly in seinem neuen Buch. Das Regime habe die Deutschen ganz bewusst zu Mitwissern seiner Verbrechen gemacht. Ein Gespräch über Schuld und Schulden.
Susanne Schädlichs Tatsachenroman „Kabarett der Namenlosen“ erzählt von der deutschen Exilszene in Los Angeles.
„Krimi“ heißt ein neuer französischer Comic über die Goldenen Zwanziger, der bald auch übersetzt erscheint. Das überformatige Album ist das schönste Beispiel dafür, wie fasziniert unser Nachbar von deutschen Abgründen ist.
Über das wiedererwachte Interesse an der Arbeiterfotografie der Zwischenkriegszeit.
Ein verwegener Look für eine neue Zeit: Das Jüdische Museum Berlin zeigt, wie heute weitgehend unbekannte jüdische Designerinnen das Gesicht der Moderne prägten.
Die Behörde in Bonn zeigt auf, wo der deutsche Staat zu teuer ist. Doch die Bürokratie abbauen darf sie nicht. In einer Demokratie müssen die Bürger verschwenderische Politiker selbst abwählen.
Ein Künstler, der mit Lebensweise und ästhetischen Idealen der Sowjetunion unter Stalin ein Dorn im Auge war: Michail Kusmins letzter Gedichtband „Der Engel der Verwandlung ist zurück“ erscheint nach fast hundert Jahren erstmals auf Deutsch.
Es dauerte nur wenige Wochen, bis die parlamentarische Demokratie der Weimarer Republik in eine Diktatur umgewandelt war: Die Philosophin Herlinde Pauer-Studer untersucht Äußerungen einflussreicher Juristen im NS-Staat.