Spannung und Spaltung
Wie „Europa“ zu dem wurde, was es heute ist. Ein nicht nur im Wortsinn großes Buch von Ian Kershaw
Wie „Europa“ zu dem wurde, was es heute ist. Ein nicht nur im Wortsinn großes Buch von Ian Kershaw
Schon in den neunziger Jahren rief Arnulf Baring die „Bürger auf die Barrikaden“. Doch bei aller Kritik an der Bundesrepublik brachte er ihr doch große Zuneigung entgegen. Nun ist der Historiker, Journalist und Staatsbürger im Alter von 86 Jahren gestorben.
An der linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ verwundert nicht nur der Name. Was genau will Sahra Wagenknecht bezwecken? Ein Gastbeitrag.
Bester Kenner der UdSSR? Meisterspion? Reinhard Gehlen war beides nicht. Aber weil es viele glaubten, machte der Offizier eine große Karriere.
Heute sind die Überreste der Mauer eine beliebte Touristenattraktion. Damals bestimmte sie jedoch über 28 Jahre das Leben tausender Menschen und war ein Zeichen zweier unvereinbarer Systeme. Ein Gastbeitrag.
Er gilt als einer der schlimmsten Diktatoren der Weltgeschichte. Doch in der frühen DDR wurde er verehrt. Eine Ausstellung in Berlin beleuchtet den bizarren Stalin-Kult.
Täve Schur war ein überragender Sportler, ist aber kein Vorbild. Er ist ein Beweis dafür, dass es der Deutschen Sporthilfe nicht gelingt, nachfolgenden Generationen angemessene Anregung des Ehrgeizes zu bieten.
Im letzten „Tatort“ vom Bodensee bringen Pollen die Kommissare auf die richtige Spur. Wie gängig ist die Analyse von Blütenstaub bei Mordermittlungen? Ein Experte berichtet aus dem Spurenlabor.
Einstein hatte ihm zum Medizinstudium geraten, doch Fritz Stern entschied sich für Geschichte. 1938 vor dem Nationalsozialismus geflohen, wurde er ein Fürsprecher der Wiedervereinigung. Jetzt ist der große Historiker gestorben.
Der Rückblick auf das „Schwellenjahr“ 1966.
Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt: Hans Joachim Schädlich entführt uns in seinem neuen Roman an deutsche Schlosshöfe. Da lässt er die Geschichte ganz schöne Faxen aufführen.
Sie tarnte sich als Menschenrechtsorganisation, verübte tatsächlich jedoch Anschläge, die dem DDR-Regime galten: Eine neue Studie untersucht die Aktivitäten der sogenannten „Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit“.
Die friedliche Revolution verlief anfangs keineswegs so friedlich, wie die Bezeichnung suggeriert. Die Drohkulisse sah angesichts der in Teilen der Nationalen Volksarmee (NVA) angeordneten Alarmierung und der Bildung von NVA-Hundertschaften zunächst brutal aus.
Wir verkleistern die Ereignisse 1989/90, wenn wir sie als schlichte Freiheitserzählung erzählen. Ein Plädoyer für die Differenz.
1952 wird die Grenze der DDR zur Bundesrepublik geschlossen, um Flüchtlingen den Weg zu versperren. Die Berliner Sektorengrenzen bleiben offen. Ulbricht will auch diese schließen, er will die Mauer. Moskau weigert sich - 1952.
Folgt aus der friedlichen Revolution der Deutschen nun auch der Auftrag, sich auf der ganzen Welt für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen? Hier sollte die Bundesregierung sich und die Welt nicht überfordern.
In der DDR verbarg sich hinter der demonstrativen Freundschaft zum „großen Bruder“ Angst. Heute ist das anders. Woher kommt die Sympathie für Russland und den Genossen Putin im Osten Deutschlands?
Bis heute wird Bertolt Brecht von Kritikern als Staatsdichter der DDR hingestellt. Werner Hecht widerspricht und zeigt Brecht als Mann, der sich lieber nicht zwischen Ost und West entscheiden wollte.
Im Jahr 1983 warnte der Zeithistoriker Karl Dietrich Bracher in Bonn davor, dass der Widerstandsbegriff zum „wohlfeilen Allerweltswort“ werde.
Die DDR ist schon jetzt der am gründlichsten erforschte Teil der deutschen Vergangenheit. Warum heißt es dann im Koalitionsvertrag, die Aufarbeitung der jüngeren Geschichte unseres Landes sei eine „dauerhafte Aufgabe“?
Den SED-Staat definiert der Politikwissenschaftler als „(spät-) totalitären Versorgungs- und Überwachungsstaat“, eine in der Zunft nicht unumstrittene Formulierung. Immerhin deutet sie implizit die Ursache an, aus welcher der DDR-Sozialismus gescheitert ist.
Das Ulbricht-Regime fühlte sich als Gegenentwurf zum Adenauer-Staat und pflegte die Lebenslüge: Immer nur die anderen waren Nazis.
Der Schriftsteller Erich Loest ist tot. Er gehörte zu einer Generation, der kaum ein Irrsinn erspart blieb. Er blieb widerstandskräftig und schuf ein Werk, in dem die Deutschen sich erkennen können.
Als Vehikel der Herrschaftsstabilisierung nutzte die SED in den Grenzen ihrer Möglichkeiten die Sozialpolitik.
Bis zu 600 Menschen kamen an der innerdeutschen Grenze ums Leben. Hatten die Grenzsoldaten in der DDR wirklich nur die Wahl zwischen dem Todesschuss und der Folter im Gefängnis?
Hannelore Kraft pflegt einen präsidialen Stil. Doch die Schulden ihres Landes zwingen sie zu einer härteren Gangart. Sie kann es sich nicht mehr leisten, à la Johannes Rau zu regieren.
ler. WIESBADEN. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat den Volksaufstand in der DDR vor 60 Jahren als Schlüsselereignis der Nachkriegsgeschichte gewürdigt.
Wir brauchen einen neuen Nationalfeiertag: „Griff nach der Freiheit“ zeigt, was am 17. Juni 1953 in der DDR geschah und welch historische Bedeutung diesem Datum zukommt.
Erinnerung an ein wahrhaft historisches Ereignis, jedoch kein leichtes Erbe: Der 17. Juni 1953 hat seinen Platz in der Freiheitsgeschichte des Ostens und ist eine Aufforderung an Deutschland, sich beim Wort nehmen zu lassen.
Lange wurde darum gekämpft. Am Sonntag, zur Gedenkfeier für den DDR-Volksaufstand im Juni 1953, hat der Platz vor dem Bundesfinanzministerium an der ...
Zu den Folgen des Volksaufstandes in der DDR im Juni 1953 gehörte die regelmäßige und umfassende Berichterstattung der Stasi an die SED-Spitze über die Stimmung(en) der „Arbeiter und Bauern“ - ein bis 1989 bestehendes „Frühwarnsystem“ des Regimes.
Die sagenumwobene „Organisation Gehlen“, der Vorläufer des BND, war trotz ihres großen Agentennetzes in der DDR am 17. Juni 1953 nicht in der Lage, die Entwicklungen in Ost-Berlin und anderswo zutreffend einzuschätzen. In Pullach hörte man viel Radio - und manche ließen sich sogar das Bier schmecken, zumal die Auswerter hinter den Demonstrationen doch nur ein perfides Manöver des Kremls vermuteten.
Von Ralf EulerDass sich der Bund der Steuerzahler ausgerechnet zum Auftakt des Hessentags in Kassel berufen fühlte, das jährlich von Hunderttausenden besuchte
BERLIN, 14. Juni. Auch Erinnerung und Geschichtsschreibung sind politischen Moden unterworfen. Die historische Betrachtung des Volksaufstands in der DDR am 17.
Zu „Konfrontation mit Russland ist nutzlos“ von Ernst-Jörg von Studnitz (“Fremde Federn“ vom 29. Mai): Selbstverständlich steht es dem ehemaligen Botschafter ...
In einem Jahr, 1973 nämlich, das Historiker außerhalb Europas heute als kulturelle, intellektuelle oder auch technologische Schwelle anvisieren, waren nicht