Niemand hat ein Monopol auf den Holocaust
Israels Botschafter greift jene an, die aus dem Völkermord an den Juden universelle Schlüsse ziehen wollen. In einer Zeit, in der der Antisemitismus überall wiederauflebt, ist das kein Schutz – im Gegenteil.
Israels Botschafter greift jene an, die aus dem Völkermord an den Juden universelle Schlüsse ziehen wollen. In einer Zeit, in der der Antisemitismus überall wiederauflebt, ist das kein Schutz – im Gegenteil.
Auch in Slowenien hat jüdisches Leben tiefe Wurzeln und musste dort leiden. Robert Waltl hat sich der Wurzeln angenommen. In Ljubljana helfen Stolpersteine gegen das Vergessen.
Der neue Antisemitismus ist in Europa überall präsent – auch in Deutschland. Ein Cocktail aus Feigheit und Bequemlichkeit lässt das Versprechen „Nie wieder“ zur hohlen Formel werden.
Trump wirft Selenskyj vor, die Friedensgespräche zu gefährden. Holocaust-Überlebende und ehemalige Gaza-Geiseln laufen von Auschwitz nach Birkenau. Und Erdbebenforscher befürchten weitere heftige Erdstöße in Istanbul. Der F.A.Z. Newsletter.
Die Historikerin Deborah Lipstadt war Präsident Bidens Sondergesandte für den Kampf gegen Antisemitismus. Donald Trumps Engagement für das Thema sah sie zunächst optimistisch. Jetzt hat sich ihre Sicht verdüstert.
Unsere Autorin dachte lange, ihr Großvater sei im Zweiten Weltkrieg Soldat gewesen. Dann erfuhr sie: Er war für die SS in Polen. Mit ihrer Mutter sprach sie zwanzig Jahre lang nicht darüber – bis jetzt.
Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner kritisiert Israels Botschaft scharf. Sie habe darauf gedrängt, eine Rede des israelischen Philosophen Omri Boehm zum Gedenktag der Buchenwald-Befreiung abzusagen.
Dem Leiter der Gedenkstätte Buchenwald hätte klar sein müssen, dass die Einladung Omri Boehms als Redner zu Verwerfungen führen würde. Aber warum eigentlich? Ist er nicht der „Brückenbauer“, als den man ihn dort sieht?
Der Humanismus der Nachkriegsordnung steht auf dem Prüfstand: Im Streit um die Völkermordvorwürfe im Gazakrieg muss das Recht gerettet werden.
Die einen haben sie umgebracht, den anderen geholfen: In seinem Roman „Museum der Mörder und Lebensretter“ führt Simon Stranger in das Grauen des Holocaust in Norwegen.
Die Cambridger Soziologin Esra Özyürek meint, Muslimen würde hierzulande die Verantwortung für den Holocaust zugeschoben. Daran ist so gut wie alles falsch.
Warum hat die AfD bei der Bundestagswahl in Ostdeutschland so viele Stimmen bekommen? Hier sind zehn – mehr oder weniger überzeugende – Antworten.
Der Historiker Wolfgang Benz blickt besorgt auf die Erinnerungskultur und die Demokratie, weil auch Teile des Bürgertums verrohen und die Enkel der gedemütigten DDR-Wendegeneration ihre Großeltern rächen wollen. Ein Gespräch.
Die 92 Jahre alte Zeitzeugin des Holocaust hat das Ehrensiegel in Silber, die höchste Auszeichnung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt erhalten. Am Ende einer bewegenden Feierstunde singt Eva Szepesi ein Lied aus ihrer Kindheit.
Am Holocaust-Gedenktag haben wir unseren Film „Die Ermittlung“, der sich fiktionalisiert mit den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess auseinandersetzt, in Tel Aviv gezeigt. Bericht über eine Reise in ein aufgewühltes Land.
Holocaust und Heilung: Die Malerin Bracha Lichtenberg Ettinger in der Düsseldorfer Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
Sie war die wohl älteste Überlebende des Holocaust. Nun ist die Amerikanerin Rose Girone im Alter von 113 Jahren gestorben.
Bis kurz vor seinem Tod warnte er vor einem „Tsunami von Antisemitismus“. Jetzt ist der Holocaust-Überlebende Marian Turski im Alter von 98 Jahren gestorben.
Die Hamas hat drei sichtlich geschwächte Männer freigelassen. Der Zorn richtet sich teils auch gegen den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu.
Die Verantwortung für die Ermordung von sechs Millionen Juden in Deutschland vergeht nie. Sie bedeutet auch, hier und heute Antisemitismus zu erkennen und beim Namen zu nennen.
Ursula Langkamp ist Landesdirektorin der Welthungerhilfe in Goma. Im Interview berichtet sie, wie sie die Eroberung der Stadt durch die M23-Miliz erlebt hat.
Der Zeitzeuge Roman Schwarzman aus Odessa zieht Parallelen zur Gegenwart in der Ukraine. Auch Bundespräsident Steinmeier warnt: Die Erinnerung an die Schoa dürfe nicht enden.
Der Streit über die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance entzweit Politik und Universitäten. Doch die alternativ beworbene Jerusalemer Erklärung hat viele Leerstellen.
Der Fotograf Martin Schoeller hat Holocaustüberlebende porträtiert, seine Serie „Survivors“ wird nun in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt gezeigt. Bei der Ausstellungseröffnung warnt ein Überlebender vor neuem Judenhass.
Das Gedenken an zwei Völkermorde vereint heute Juden, Deutsche und Ruander. Es wäre verfehlt, die Leiden gegeneinander auszuspielen.
In New York eröffnet zum Holocaust-Gedenktag eine Ausstellung über Anne Frank, für die das Versteck im Amsterdamer Hinterhaus originalgetreu nachgebaut wurde.
Auch elf Jahre nach dem Anstoß steht noch nicht fest, wann Großbritannien ein Holocaustmahnmal bekommt. Premierminister Starmer ringt um eine Lösung – wie seine Vorgänger.
In den Vernichtungslagern Treblinka, Bełżec und Sobibór wurden ebenso viele Menschen ermordet wie in Auschwitz. Warum bestimmt gerade dieses Konzentrationslager unser Bild von der Schoah?
Vor 80 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Es gibt nur noch wenige, die vom Schrecken des Judenmordes erzählen können. Und in deutschen Familien verblassen die Erinnerungen an die Täter.
Merz will im Bundestag über Migrationspolitik abstimmen lassen. Die Befreiung von Auschwitz jährt sich zum 80. Mal. Und in der Bundesliga könnte es schon bald Schiedsrichter-Ansagen geben. Der F.A.Z.-Newsletter.
Zum 80. Mal jährt sich am 27. Januar die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Das Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart startet mit über 50 Kooperationspartnern eine Kinoinitiative.
Eva Szepesi überlebte als junges Mädchen das Konzentrationslager Auschwitz. Über den Holocaust hat die Zweiundneunzigjährige lange geschwiegen, heute spricht sie als Zeitzeugin in Schulen. Die Erfolge der AfD machen ihr große Sorgen.
Adrien Brody wurde gerade für einen Oscar nominiert. Ein Interview über seinen Film „Der Brutalist“, seine Begeisterung für Architektur – und die Bedeutung der Geschichte seiner Mutter für seine Rolle.
In einer internationalen Studie wissen die Deutschen immer noch am meisten über den Genozid an den Juden. Die Mehrheit glaubt, etwas ähnliches sei auch heute möglich.
A26877: Diese Nummer wurde Eva Szepesi vor 80 Jahren in Auschwitz in den Unterarm tätowiert. Wer wird in Schulklassen an den Holocaust erinnern, wenn es Zeitzeugen wie sie nicht mehr gibt?