Er nannte es Massenmord
Mit einer Sprache der Drastik schrieb Jean Ziegler gegen den menschlichen Hunger an, auf einem Planeten, der vor Reichtum überquelle. Zum Tod eines gefürchteten Anwalts des Rechts auf Nahrung.
Der Historiker Omer Bartov erklärt die Katastrophe im Nahen Osten aus den Fehlstellungen des Zionismus. Sein Buch nutzt er für einen Frontalangriff auf das Holocaustgedenken.
Mit einer Sprache der Drastik schrieb Jean Ziegler gegen den menschlichen Hunger an, auf einem Planeten, der vor Reichtum überquelle. Zum Tod eines gefürchteten Anwalts des Rechts auf Nahrung.
Mario Voigt verteidigt die Verwendung von KI in seinen Reden und Gastbeiträgen. Doch in Verbindung mit früheren Plagiatsvorwürfen sieht man in der Thüringer Staatskanzlei darin auch ein Problem.
Sie berichtete jungen Menschen von ihrem Schicksal und brachte Facebook dazu, Holocaustleugnung zu bannen: Die Zeitzeugin Aviva Goldschmidt ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
Zum Auftakt seines Staatsbesuchs in den Niederlanden besucht der Bundespräsident das Holocaust-Museum – und hört von Juden, welche Sorgen sie heute haben.
Raul Hilbergs bahnbrechende Studie über den Holocaust erschien 1961, die Übersetzung ins Deutsche erst zwei Jahrzehnte später. Auch wegen Widerständen in einem namhaften Forschungsinstitut.
Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem will zwei Niederlassungen in Deutschland eröffnen. Die Befürchtung, die israelische Regierung könnte sie instrumentalisieren, ist übertrieben.
Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem errichtet ihr erstes Bildungszentrum außerhalb Israels in Deutschland. München wird Hauptstandort, Leipzig erhält eine Außenstelle.
Er prägte den Begriff des „Zivilisationsbruchs“, um den Holocaust zu bezeichnen, und folgte dem Eigenleben der Kriege und Konflikte des 20. Jahrhunderts: dem Historiker Dan Diner zum achtzigsten Geburtstag.
Eine Arte-Doku würdigt die Rolle von Emilie Schindler bei der Rettung von 1200 Juden vor dem Holocaust. Dabei macht der Film Oskar Schindler kurz und klein. Das ist ziemlich unwürdig.
Allianz versicherte KZ-Fabriken, Degussa schmolz Zahngold ein, Topf & Söhne lieferte Krematorien: Peter Hayes zeigt, wie deutsche Unternehmen sich mit dem NS-Regime arrangierten. Ideologie spielte nur eine nachrangige Rolle.
Neue Gedenktage, umgewidmete Museen und die Erzählung von einem Völkermord sollen den Krieg gegen die Ukraine legitimieren – und die Repression im Innern.
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 40 Jahren trieb die radioaktive Wolke teilweise auch zu uns. Wir besprechen, wie Deutschland damals reagierte – und was das Besondere an der deutschen Atomangst ist.
Ein Potsdamer Museum zeigte ein Bild von Anne Frank mit einem Palästinensertuch. Die Staatsanwaltschaft prüft jetzt eine Anzeige, die den Ausstellungsmachern Holocaust-Verharmlosung vorwirft.
Auf Social Media tarnt sich Judenhass und Rassismus heute oft als Witz, Zahlencode oder Emoji. Gerade weil diese Botschaften harmlos wirken, machen sie rechtsextreme Ideologie für viele erst anschlussfähig.
Nach einer Absage in Frankreich und einem Einreiseverbot in Großbritannien darf Kanye West auch in Polen nicht auftreten. Offiziell aus rechtlichen Gründen.
In Frankfurt wird ein Film über den Holocaustüberlebenden Helmut Sonneberg gezeigt. Danach diskutieren Weggefährten über den Rassismus im Fußball. Die Debatte bleibt eindimensional, weil ihr die Perspektiven fehlen.
Israel gedenkt der Opfer des Holocaust – und wirft Europa „tiefgreifende moralische Schwäche“ vor. Auch an Friedrich Merz richtet sich Jerusalem mit scharfen Worten.
Der jüdische Holocaust-Gedenktag Yom Hashoah steht bevor. In Frankfurt ruft die Stolpersteine-Initiative zu einer Putzaktion auf.
Die AfD könnte von September an Sachsen-Anhalt regieren. Im F.A.Z. Podcast für Deutschland spricht ihr Spitzenkandidat über seine möglichen ersten Amtshandlungen, sein Verhältnis zum Holocaust und zum Verfassungsschutz.
Was weiß man im Westen über den Umgang mit dem Holocaust im Osten und umgekehrt? Ines Geipels Buch „Landschaft ohne Zeugen“ sucht nach Antworten.
Wegsehen aus Angst vor den Tätern? Eine Berliner Ausstellung fragt, was die Deutschen vor 1945 über den Holocaust wussten. Sie zeigt: Es war mehr, als sie später gewusst haben wollten.
Eine verstörende Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors geht der Frage nach, was die Deutschen über den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden wussten.
Ein kleiner Spitzahorn hat seit Freitag einen besonderen Platz im Frankfurter Grüneburgpark. Der „Tree of Terezín“ soll als lebendiges Zeichen der Erinnerung an den Holocaust dienen.
Wie hält man ständigen Raketenalarm aus? Im Interview spricht die israelische Traumaforscherin Talma Hendler darüber, wie Resilienz entsteht – und wie sie helfen kann, stressige Situationen zu überstehen.
Es war die brutale Tat eines Islamisten: Jetzt verurteilt ein Gericht in Berlin den Attentäter vom Berliner Holocaust-Mahnmal zu einer langen Haftstrafe.
Martha Wüthrich hat in einem Tiktok-Video zu Gaza den Holocaust relativiert – „im Affekt“, sagt sie. Die Partei sieht sich dadurch „erheblich“ beschädigt.
Omer Bartov hat bei Pierre Vidal-Naquet nachgeschlagen, Dirk Moses bei Theodor W. Adorno: Die „Berlin Review“ publiziert zwei Versuche von Historikern, Lehren aus dem Gazakrieg auf Begriffe zu bringen.
Laut einem UN-Bericht weist die Eroberung Al-Faschirs im vergangenen Herbst „Anzeichen eines Völkermords“ auf. Die RSF-Miliz habe schwere Kriegsverbrechen begangen.
Kollaboration bleibt ein Tabu: Polnische Politiker und deutsche Beamte verhinderten meine Berliner Buchvorstellung. Dass meine Fachkollegen Andrea Löw und Stephan Lehnstaedt mir ihre Solidarität entziehen, überrascht mich leider nicht.
In einem Livestream auf Tiktok hatte Arafat Abou-Chaker 2023 gesagt: „Für mich ist Adolf Hitler besser als Netanjahu.“ Die Staatsanwaltschaft Cottbus ordnet das als Volksverhetzung ein. Unter anderem deswegen muss die Clangröße abermals vor Gericht.
Die Zahl von KI-generierten Holocaust-Bildern auf Facebook und Tiktok steigt rasant. Während Gedenkstätten warnen, reagieren die Plattformbetreiber nur zögerlich. Was bedeutet das für die Erinnerungskultur?
Wenn eine Sportmarke öffentlich Haltung zeigt, ist stets die Frage: Kommt diese Haltung von innen oder von außen? Beim FC Bayern und seinem Holocaust-Gedenken scheint der Fall klar.
Tova Friedman hat den Holocaust überlebt. Am Mittag spricht sie bei der Gedenkstunde im Bundestag – und will sich dabei besonders an die AfD wenden.
Am Holocaust-Gedenktag soll den Überlebenden zugehört werden. Die EU und Indien wollen ihr Freihandelsabkommen besiegeln. Und: Haseloff macht Platz. Der F.A.Z. Newsletter.
Der Psychologe Leon Windscheid ist als Podcaster und Fernsehmoderator bekannt. In Offenbach probiert er nun etwas Neues: Vor Schülern spricht er mit der Holocaustüberlebenden Eva Szepesi über ihr Schicksal.
Jenseits von Auschwitz, Sobibor und Treblinka: Im Osten Europas finden sich Hunderte von Massengräbern von Juden, die unter deutscher Besatzung während des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden.