Wie man Kindern den Holocaust erklärt
Was ist in Auschwitz passiert? Spätestens von der neunten Klasse an steht in der Schule der Holocaust auf dem Lehrplan – doch auch jüngere Kinder haben schon Fragen. Worauf Eltern achten müssen.
Was ist in Auschwitz passiert? Spätestens von der neunten Klasse an steht in der Schule der Holocaust auf dem Lehrplan – doch auch jüngere Kinder haben schon Fragen. Worauf Eltern achten müssen.
Vor 80 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit, bei Gedenkveranstaltungen werden nun wieder Appelle zu hören sein. Doch das reicht nicht. Um die Erinnerung vor Angriffen von rechts und auch links außen zu schützen, ist mehr nötig.
Woher nehmen und nicht stehlen? Hannah Pollin-Galay erzählt eine exemplarische Wortgeschichte: Das jiddische Verb „schabreven“ zeigt, welche Handlungsmöglichkeiten sich Holocaustopfer verschafften.
Sichtbeton und Glas: Der Berliner Architekt Volker Staab sorgt mit einem neuen Seminar- und Besucherzentrum für einen Perspektivwechsel auf das Haus, in dem einst der Holocaust geplant wurde.
Eine besondere Episode: In der ZDF-Serie „Soko Leipzig“ geht es um den Holocaust und den Judenhass heute. Das in einer Krimiserie zu verhandeln, gelingt erstaunlich gut.
Israel einen Völkermord in Gaza vorzuwerfen, wird der Wirklichkeit im Nahen Osten nicht gerecht. Und es zeugt von einer Blindheit für das, was der 7. Oktober mit Israel machte.
Israels Krieg gegen die Hamas hat das Völkerrecht herausgefordert wie kaum etwas zuvor. Mitten in der Auseinandersetzung stehen die Gerichtshöfe in Den Haag, die mehrfach eingriffen und nun Autoritätsverlust und Sanktionen fürchten. Ein Gespräch mit dem Völkerrechtler Claus Kreß über kritikwürdige Entscheidungen und Auswege.
Der Putin-Vertraute Dmitrij Medwedjew droht Journalisten der „Times“ mit dem Tod. Die britische Regierung reagiert mit Bestimmtheit. Außenminister David Lammy zeigt sich mit seiner Lektüre – der „Times“.
Von meinen Eltern, die den Holocaust überlebten, lernte ich, Deutschland zu verachten. Bin ich bereit zur Versöhnung?
Zahlreiche NS-Gedenkstätten und Holocaust-Forscher wollen nicht länger auf Elon Musks Plattform X sein. Missbrauch und Fehlinformationen florierten dort, heißt es in einer Erklärung.
Die Freie Universität Berlin will eine Ausstellung über antisemitische Pogrome nicht ausrichten, weil sie die Besucher zu stark emotionalisieren könnte. Man beugt sich dem Dauerdruck der Aktivisten.
Gidon Lev hat seine Kindheit in einem Konzentrationslager verbracht – und immer wieder überlebt. Erst die Ermordung seiner Familie, später den Krebs. Warum ihn die Hoffnung nie verlassen hat.
Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen Israel: In einem Bericht beschreibt sie die Zerstörungen und zivilen Opfer im Gazastreifen als Teil einer möglichen genozidalen Strategie. Israel weist solche Vorwürfe zurück.
Israels Regierungschef Netanjahu nennt die Streitkräfte seines Landes gerne die „moralischste Armee der Welt“. Amnesty kommt in einem fast 300 Seiten langen Bericht zu einem anderen Ergebnis.
Wie der Holocaust jüdische Familien bis heute prägt: Die Journalisten Hans Riebsamen und Rafael Herlich stellen im F.A.Z.-Tower ihr Buchprojekt „Nie gefragt – nie erzählt“ vor.
Hans Riebsamen und Rafael Herlich stellen Ende November bei der F.A.Z. ihr Buchprojekt „Nie gefragt – nie erzählt“ vor. Sie porträtieren darin rund 30 Mitglieder aus jüdischen Familien, die den Holocaust überlebt haben.
Im November 1941 wurden Tausende Menschen aus Deutschland ins litauische Kaunas deportiert und ermordet. Die Massaker markieren den Übergang zum systematischen Genozid auch der deutschen Juden.
Die Hirnforscherin Emilie Caspar hat Täter eines Völkermords untersucht. Sie weiß, was im Kopf passiert, wenn Menschen die Moral vergessen – und wie Helden ticken.
Ein Kino in Mailand will einen Film über die italienische Holocaust-Überlebende Liliana Segre nicht zeigen – aus Sorge vor Protesten, sagt der Betreiber. Der Vorfall verursacht Empörung in Italien.
Mit Umweg über Peking: Wie die Kritik des eliminatorischen Kolonialismus über den Vergleich mit dem Holocaust in der namibischen Unabhängigkeitsbewegung ihre Sprache fand.
Louis Malles „Auf Wiedersehen, Kinder“ von 1987 ist einer der leisesten und zärtlichsten Filme über den Alltag des Holocaust. Und einer der allerbesten. Zeit für eine Wiederentdeckung.
Bis zu seinem Tod nach einem Attentat im Mai 1942 war Reinhard Heydrich der Organisator des Holocaust. Eine Ausstellung in Berlin folgt den Stationen seines Aufstiegs und Untergangs.
Einige konnten sich retten, andere wurden hingerichtet oder im Lager ermordet: die Wiener Familie Waltuch und der Holocaust – eine Spurensuche, die die Schatten der Vergangenheit ins Licht der Gegenwart rückt.
Eva Szepesi hat als junges Mädchen den Holocaust überlebt. Über ihre Erlebnisse sprechen konnte sie erst 50 Jahre später. In einer Frankfurter Schule sagt sie, was sie von jungen Menschen erwartet.
Am Donnerstag wurde der Medien- und Fernsehpreis „Bambi“ verliehen. Zu den Ausgezeichneten zählen die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer, die Schauspielerin Jella Haase und Sänger Bryan Adams.
Deutschland soll Namibia für den Genozid vor 120 Jahren entschädigen. Könnten Länder wie Polen, Griechenland und Italien auch Geld fordern?
An der FU Berlin findet ein Podiumsgespräch über Antisemitismus statt. Die Einigkeit ist groß. Das Polizeiaufkommen auch.
Umsturzpläne oder harmlose Kritik an Corona-Maßnahmen? Am Frankfurter Oberlandesgericht werden Videos eines Angeklagten gezeigt. Für die Verteidiger ist die Sache klar.
Yehuda Bauer hat die Holocaust-Forschung mit seinem klaren und wachen Urteil wie kaum ein Zweiter geprägt. Jetzt ist er im Alter von 98 Jahren gestorben.
1938 floh der Jude Franz Moser aus Breslau. 2024 feiert sein Urenkel dort seine Bar-Mizwa. Unser Autor ist eingeladen und wird als Enkel eines hohen Wehrmachtsoffiziers gefragt, wie er zu Israel steht.
Das ansteckende Böse: Die ukrainische Dichterin Marianna Kijanowska bringt mit ihrem Gedichtzyklus „Babyn Jar. Stimmen“ Kiews ermordete Juden zum Sprechen.
Nahm sich der Holocausthistoriker Joseph Wulf vor fünfzig Jahren aus Verzweiflung über propalästinensische Proteste an der FU Berlin das Leben? Das ist die These des Politikwissenschaftlers Gideon Botsch.
Abraham Klein hat den Holocaust überlebt und große Spiele geleitet, darunter Deutschland gegen Österreich 1978. „Der Schiedsrichter muss ohne Rücksicht auf Gefühle pfeifen“, sagt er. Wie ist das möglich?
Die Auschwitz-Überlebende Lily Ebert ist im Alter von 100 Jahren in Großbritannien gestorben. Ihr Leben und ihr Bestseller „Lily’s Promise“ haben Millionen Menschen berührt.
Die Aufmerksamkeit für Deutschlands koloniale Vergangenheit wächst nicht nur im akademischen Betrieb – sondern ebenso in der Politik. Von Interesse ist dabei auch das Auswärtige Amt.
Weil fünf Schüler in einem Wiesbadener Programmkino am Ende des Films „Die Wannseekonferenz“ applaudiert hatten, hat die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das Verfahren wurde eingestellt.