Luftbrücke mit Hindernissen
Noch zwei Wochen lang will die Bundeswehr versuchen, Menschen aus Kabul auszufliegen. Ob das klappt, ist aus verschiedenen Gründen offen.
Noch zwei Wochen lang will die Bundeswehr versuchen, Menschen aus Kabul auszufliegen. Ob das klappt, ist aus verschiedenen Gründen offen.
Die Bundeswehr habe zusammen mit ihren internationalen Partnern eine funktionierende Luftbrücke aus Kabul aufgebaut, sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Olaf Scholz und Annalena Baerbock wollen nicht nur ins Kanzleramt. Sie ringen auch im selben Wahlkreis in Potsdam um den Einzug in den Bundestag. Mitbewerbern missfällt vor allem die Kandidatur des Sozialdemokraten.
Zurück in Sicherheit: In Frankfurt am Main sind die ersten Menschen angekommen, die von der Bundeswehr aus Afghanistan ausgeflogen wurden. Derweil spitzt sich die Lage am Flughafen in Kabul zu.
Die Maschine war am Montag auf dem Flughafen in Kabul gelandet. Die Crew flog spontan Hunderte verzweifelte Afghanen aus. Nach der Landung wurden „menschliche Überreste“ im Fahrwerkschacht entdeckt. Der Vorfall wird untersucht. Die Evakuierung geht derweil weiter.
Hätte man die Entwicklung in Afghanistan vorhersehen können? Welche Rolle spielte Washington bei alldem? Darüber streiten nun deutsche Politiker.
An der Flüchtlingsfrage will sich im Wahlkampf keine Partei die Finger verbrennen. Die neue Bundesregierung aber wird sie beantworten müssen.
Die Luftwaffe hat eine weitere Maschine in Kabul landen können. Dieses Mal wurden mehr als 120 Menschen nach Usbekistan gerettet. „Die Luftbrücke ist angelaufen“, twittert Außenminister Maas.
Die Bundeswehr hat bei ihrem zweiten Evakuierungsflug mehr als 125 Menschen aus Kabul gebracht. Laut Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) waren an Bord der Maschine sowohl deutsche wie auch afghanische Staatsbürgerinnen und -bürger und Menschen aus anderen Ländern.
Die Rettungsmaschine der Luftwaffe konnte erst nach stundenlangem Kreisen landen, nahm aber nur sieben Menschen an Bord. Unterdessen drängten sich offenbar mehr als 600 Afghanen in ein US-Flugzeug.
Die Bundeswehr will das deutsche Botschaftspersonal und möglichst viele afghanische Ortskräfte aus Kabul herausschaffen. Doch am Flughafen herrscht Chaos – die USA setzen vorerst alle Evakuierungs-Flüge aus.
Die deutsche Botschaft in Afghanistans Hauptstadt Kabul ist am Sonntag geschlossen worden. Laut Vizekanzler Olaf Scholz läuft die Evakuierung an. Am Montag sollen deutsche Staatsbürger und einheimische Ortskräfte über Usbekistan ausgeflogen werden.
Einst saß er in Hamburg im Jugendknast, später riskierte er für deutsche Soldaten in Afghanistan seinen Kopf. Nun droht einem Bundeswehr-Dolmetscher in Kabul der Tod.
Die Anspannung in der afghanischen Hauptstadt nimmt nicht ab. Nachdem die Taliban Kabul erreicht haben, soll nun eine friedliche Machtübergabe eingeleitet werden. Deutschland bereitet sich derweil auf die Abholung von Staatsangehörigen vor.
Das afghanische Innenministerium meldet den Beginn der Taliban-Offensive auf die afghanische Hauptstadt Kabul: Die Islamisten rückten von allen Seiten in die Stadt ein. Deutsche und Amerikaner beginnen mit der Evakuierung ihrer Botschaften.
Es sei angesichts des Vorrückens der Taliban auf Kabul und der absehbaren Rückkehr der Bundeswehr nach Afghanistan nicht der Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen, sagt Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer.
In Afghanistan haben die Taliban mittlerweile acht Provinzhauptstädte eingenommen. Nach Ansicht von US-Präsident Biden muss die politische Führung in Kabul an einem Strang ziehen, um die militanten Islamisten zu besiegen.
Ein Gesandter des amerikanischen Außenministeriums reist nach Qatar. Er soll die Taliban zu einer politischen Lösung bewegen. Die setzen ihren Eroberungszug derweil fort.
Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer weist die Forderung zurück, den Vormarsch der Taliban mit militärischen Mitteln aufzuhalten. Die FDP fordert den Abbruch der Verhandlungen mit den radikalen Islamisten.
Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Johann Wadephul weist den Vorstoß von Norbert Röttgen zurück, den Vormarsch der Taliban in Afghanistan notfalls unter Beteiligung der Bundeswehr zu verhindern. Kritik wird auch am Umgang mit afghanischen Ortskräften laut.
Um die Streitkräfte ist es schlecht bestellt. Weder Panzer noch Drohnen sind einsatzbereit. Besonders schlecht sieht es in Sphären aus, die über den Ausgang künftiger Konflikte entscheiden könnten – im Cyberraum etwa.
Auf Kundus richteten sich einst die höchsten Hoffnungen der Deutschen. Doch die waren schon bald nicht mehr von den afghanischen Realitäten gedeckt. Über einen Ort, mit dem Deutschland viel verbindet.
Sollte die Taliban weitere Städte erobern, wäre womöglich auch die Sicherheit in Europa bedroht, sagt Norbert Röttgen im Gespräch mit der F.A.Z. Auch die Bundeswehr sollte sich daran beteiligen, die Islamisten zu stoppen.
Die Eroberung von Kundus durch die Taliban dokumentiert das endgültige Scheitern des westlichen Militäreinsatzes. Dessen Folgen werden Deutschland aber noch weiter beschäftigen.
Im vergangenen Jahr sind die letzten Bundeswehrsoldaten aus Kundus abgezogen. Jetzt haben die Taliban die Stadt im Norden Afghanistans erobert. Seit Freitag sind schon vier Provinzhauptstädte gefallen.
Französische Armee +++ Eid des Hippokrates +++ Geimpfte und Nichtgeimpfte +++ Im Bann der Ostpolitik?
Um Hilfsgelder zu erhalten, müssen die Gemeinden an der Ahr die Schäden sehr genau beziffern. Eine kaum lösbare Aufgabe für Bürgermeisterin und Stadtplanerin.
Finanzminister Scholz will keinen Sonderbeauftragten für die Flutgebiete einsetzen. Die betroffenen Bürgermeister bitten ihn nun inständig darum. „Das kann nicht das letzte Wort gewesen sein“, sagen sie.
Vor dem US-Verteidigungsministerium hat es einen tödlichen Angriff auf einen Sicherheitsbeamten gegeben. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, das Pentagon wurde zwischenzeitlich abgeriegelt.
Wie schon Innenminister Seehofer argumentiert der Unions-Kanzlerkandidat mit Straftätern. SPD-Chef Walter-Borjans mahnt, niemand dürfe in den Tod geschickt werden. In Afghanistan sind die Taliban weiter auf dem Vormarsch.
Während die Helfer im Ahrtal noch Schlamm schippen, droht schon neues Unheil. Es besteht Seuchengefahr, und die Umwelt könnte über Jahre Schaden nehmen.
Die Bundeswehr unterstützt im Rahmen einer EU-Mission die malischen Streitkräfte im Kampf gegen den Terrorismus. Putschisten will sie nicht ausbilden. Den Staatsstreich im Mai führte aber ein alter Bekannter an.
Im Katastrophengebiet an der Ahr sind Tausende Freiwillige unterwegs, um den Anwohnern zu helfen. Ihr Einsatz ist belastend – und gefährlich. Über eine Region im Ausnahmezustand.
Eine Nacht im Odenwald mit der Reservistenkameradschaft Frankenstein. Das Bier ist alkoholfrei, die Atmosphäre offen, doch mancher fühlt sich falsch verstanden.
Hilfe in Katastrophenfällen muss aus Sicht von General Schelleis besser koordiniert werden. Er sieht „erheblichen Handlungsbedarf zur Verbesserung der Führungssysteme“.
Das schwierige Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee und Militärischem an sich in einem Buch zusammengefasst