Nordafrika - Theorie und Praxis
Ägypten und Tunesien versuchen, den Westeuropäern ihre Strände wieder schmackhaft zu machen. Und die Autorin hat ein fünf Jahre altes Modell zu Demokratisierungsprozessen ausgegraben.
Ägypten und Tunesien versuchen, den Westeuropäern ihre Strände wieder schmackhaft zu machen. Und die Autorin hat ein fünf Jahre altes Modell zu Demokratisierungsprozessen ausgegraben.
Twitter-Revolutions-Romantik liefert ein schiefes Bild von den Unruhen in Nordafrika: Nicht das Netz treibt die Protestbewegungen an, sondern Unzufriedenheit mit dem status quo.
Die USA reden mit dem ägyptischen Militär über den Rückzug von Mubarak, und lassen die Demonstranten aussen vor. In Kairo steigt die Spannung vor dem Freitagsgebet. Ständig neue Analysen, Augenzeugen und Hintergründe im Liveblog.
Man muss den traurigen Realitäten ins Auge schauen: In Nordafrika ist man offensichtlich nicht mehr bereit, sich den freundlichen Empfehlungen für das Gemeinwohl unterzuordnen, die bislang von den Eliten so treusorgend ersonnen wurden. Natürlich werden jetzt überall die Islamisten an die Macht kommen und dem gerechten Krieg gegen den Terror mit irgendwelchen demokratischen Menschenrechtsforderungen behindern, aber noch schlimmer ist die Vorstellung, sie könnten eventuell auch manche europäische Habenichtse auf die Idee bringen, freche Forderungen zu stellen.