Frost im Nahen Osten
Nach einem Jahr Arabellion findet sich Israel in einer unwirtlichen Umgebung wieder. Der arabische Frühling ist zum Winter geworden. Israel hat mehrfachen Grund zur Sorge.
Nach einem Jahr Arabellion findet sich Israel in einer unwirtlichen Umgebung wieder. Der arabische Frühling ist zum Winter geworden. Israel hat mehrfachen Grund zur Sorge.
Vom Staat ist in Tripolis noch nichts zu sehen - für Ordnung sorgen angesehene Bürger. Neue, von Enthusiasten gegründete Zeitungen sollen die Jugend erziehen.
Wenige Wochen vor der Parlamentswahl im Iran könnten die Kriegspläne der Vereinigten Staaten und Israels die Reformer und die grüne Bewegung des Landes fatal schwächen.
Bei der EM 2010 reichte es zu Platz 13. Indiskutabel - eigentlich. Nach der WM-Vorrunde steht nun fest: So gut werden die deutschen Frauen in Brasilien nicht abschneiden. Die Mannschaft kann international nicht mithalten.
In Tunesien stürzt mit Ben Ali der erste Machthaber der arabischen Welt. Der Anschlag auf die Abgeordnete Gabrielle Giffords schockt Amerika. In Deutschland geht die Dioxin-Angst um. Die F.A.Z. blickt in zwölf Teilen zurück auf das Jahr 2011: der Januar.
Viele Frankfurter verbringen die Festtage gerne fernab der Heimat in der Sonne oder im Schnee. Wer jetzt noch etwas finden will, muss flexibel sein.
Nach Tunesien steht auch Marokko vor einer Regierung unter Führung gemäßigter Islamisten: Bei der Parlamentswahl setzte sich die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) als voraussichtlich stärkste Kraft durch.
Die Verfassunggebende Versammlung Tunesiens hat sich auf Moncef Marzouki als neuen Staatspräsidenten geeinigt. Ministerpräsident wird Hamadi Jbali.
Sollten sich immer mehr Deserteure in Syrien der „Gegenarmee“ anschließen, könnte die Auseinandersetzung um die Macht eine neue Stufe der Eskalation erreichen. Schon jetzt geraten Präsident Assad und seine Entourage in die Enge.
Einmal nur zu zweit: Aus der gemeinsamen Schaffenszeit des heimlichen Paars Kandinsky und Münter werden in Berlin zwei Werke versteigert.
Präsidentschaftskandidat Abdelmunim Abulfutuh erwartet bei den Wahlen einen noch größeren Erfolg der Islamisten als in Tunesien. Einen islamischen Staat wollten diese aber auch nicht, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z.
Desertec ist eine Initiative zur Gewinnung von Solarstrom in Nordafrikas Wüsten. Mit einem ersten Referenzprojekt in Marokko nimmt der Plan konkrete Gestalt an. Die Beteiligten verbreiten Zuversicht.
Frankreich hat eine neue Karikaturen-Affäre: Die Redaktion des Satireblatts „Charlie-Hebdo“ wurde wegen einer islamkritischen Ausgabe angegriffen.
Ein Brandanschlag auf das Pariser Redaktionsbüro des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ hat schwere Schäden angerichtet. Das Blatt hatte eine Sonderausgabe mit einer Karikatur des Propheten Mohammed veröffentlicht.
Nahrungsmittel für 7 Milliarden Menschen zu erzeugen ist keine einfache Aufgabe. Doch daraus ergeben sich auch Chancen für nachhaltig orientierte Anleger.
Demokratie in Tunesien, Ägypten und Libyen? Sie sind weit davon entfernt. Die wichtigste Voraussetzung politischer Freiheit aber ist der Rechtsstaat.
Die islamistische Partei Ennahda hat die Wahl in Tunesien gewonnen und 90 der 217 Sitze in der verfassungsgebenden Versammlung erhalten. Überschattet wird die offizielle Bekanntgabe des Wahlergebnisses von Ausschreitungen in der Revolutionshochburg Sidi Bouzid.
Im November wird in Marokko gewählt. Der Ministerpräsident wird künftig nicht mehr vom König ernannt werden, sondern aus der stärksten politischen Partei hervorgehen. Diese wird wahrscheinlich eine gemäßigt islamistische sein.
Der Sieg der islamistischen Ennahda zeigt die wahren Kräfteverhältnisse in Tunesien. Das säkulare Lager ist schlechter organisiert und hat weniger Geld.
Fänden sich in der arabischen Welt traditionelle Kräfte und solche eines säkularen Aufbruchs zusammen, wäre schon viel gewonnen. Islamische Kräfte werden bei der Gestaltung der neuen Ordnungen überall ein erhebliches Wort mitreden.
Nach den ersten freien Wahlen in Tunesien hat sich die islamistische Ennahdha-Bewegung noch vor Verkündung des vorläufigen Endergebnisses als Sieger gefeiert.
Bei den Wahlen in Tunesien hat die gemäßigt islamistische Partei Ennahda vermutlich ein Drittel der Sitze gewonnen. Während internationale Wahlbeobachter den Verlauf der Wahlen lobten, gab es auch Berichte über Unregelmäßigkeiten in etlichen Wahlbüros.
Dass von den etwa achtzig Parteien, die der tunesische Frühling hervorgebracht hat, die islamisch-integristische Ennahda als stärkste Kraft hervorgegangen ist, überrascht nicht. Vielen gilt Parteichef Ghannouchi als Wolf im Schafspelz.
Bei den Wahlen in Tunesien zeichnet sich ein Wahlsieg der gemäßigt islamistischen Ennahda-Partei ab. Insbesondere die wohlhabenden, westlich orientierten Tunesier befürchten Schlimmes.
Nach der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung in Tunesien scheint ein deutlicher Sieg der islamistischen Partei Ennahda wahrscheinlich. Die Wahlbeteiligung lag nach ersten Angaben bei mehr als 90 Prozent.
Geduldig warten die Tunesier in langen Schlangen darauf, zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes frei zu wählen. Viele wollen für die gemäßigten Islamisten stimmen - und alle sind stolz auf ihre Revolution, mit der die Arabellion ihren Anfang nahm.
Das maghrebinische Land hat den arabischen Frühling eingeleitet. An diesem Sonntag dürfen die Tunesier erstmals frei wählen. Die Wirtschaft bereitet sich schon vor auf ein neues Kapitel in der Geschichte Nordafrikas.
In Tunesien stehen die ersten wirklich demokratischen Wahlen bevor, die die Arabellion hervorgebracht hat. Die Islamistenpartei gibt sich dabei überaus zivil.
In Syrien stehen die Gegner des Assad-Regimes alleine da. Der Führung der Opposition droht die Kontrolle über einzelne Gruppen verlorenzugehen, die schon zu den Waffen greifen.
Im tunesischen Bergbaurevier hat sich seit der Revolution im Januar nicht viel geändert. Immer noch sind viele Leute arbeitslos, immer noch sehen sie sich übervorteilt von den alten Kräften. Und immer noch hofft man auf eine Stelle im Phosphatabbau.
Die EU versucht, die illegale Einreise nach Europa zu erschweren: Seit Dienstag haben alle 25 Mitgliedstaaten des Schengen-Raums Zugriff auf eine zentrale Datenbank der Visa-Antragsteller, in der erstmals auch Fingerabdrücke gespeichert werden.
Ghayath Naisse ist Mitgründer des Komitees für die Verteidigung demokratischer Freiheiten und Menschenrechte in Syrien, er lebt im Exil in Frankreich. Im Gespräch mit der F.A.Z. spricht er sich gegen eine Einmischung von außen aus: Nur die Bevölkerung selbst könne das Regime stürzen.
Ein syrischer Fernsehsender hat Bilder ausgestrahlt, die den Gaddafi-Sohn Saif al Islam zeigen sollen. Libyens Übergangsrat geht indes davon aus, dass sich der flüchtige gestürzte Machthaber in der Nähe der Grenze zu Algerien versteckt hält.
Das Mutterland der Arabellion macht sich bereit für den nächsten Schritt: Bald wählen die Tunesier ihre verfassunggebende Versammlung. Die Kandidaten stehen auf mehr als 1300 Listen. Bekannt sind nur die alten Kader.
Unbekannt ist Walther Rauff nicht. Das Amtsgericht Hannover stellte im Jahr 1961 einen Haftbefehl gegen ihn aus, da er des Mordes an 97 000 Juden beschuldigt wurde. Die chilenische Regierung verweigerte jedoch seine Auslieferung mit der Begründung, die Taten seien verjährt.
Tunesien leidet darunter, dass seit der Revolution kaum noch Urlauber kommen. Nur wohlhabende Libyer, die vor dem Krieg in ihrem Land geflohen sind, bringen Linderung.