Washington fordert sofortige Waffenruhe
Washington erhöht im Syrien-Konflikt den Druck auf die Türkei. Gleichzeitig soll Vize-Präsident Mike Pence als Vermittler für Deeskalation sorgen.
Washington erhöht im Syrien-Konflikt den Druck auf die Türkei. Gleichzeitig soll Vize-Präsident Mike Pence als Vermittler für Deeskalation sorgen.
Gegen die Türkei schafft der Weltmeister in der EM-Qualifikation nur ein 1:1. Sympathiebekundungen für Erdogans Syrien-Offensive lenken derweil die Aufmerksamkeit weg vom Spielfeld.
Washington hatte Ankara mehrfach gewarnt, nun macht die Regierung ernst: Die Strafzölle auf Stahl aus der Türkei sollen wegen der umstrittenen Militäroffensive der Türkei in Syrien auf 50 Prozent steigen.
Bedrängt durch die türkische Offensive schließen die Kurden einen Pakt mit Assad. Dabei wissen sie, dass dem syrischen Regime nicht zu trauen ist. Der Konflikt wird noch unübersichtlicher und explosiver.
Im Zuge der politischen Spannungen rücken die westlichen Ausrüster der türkischen Armee in den Fokus. Deutschland hatte schon 2018 kaum noch Rüstungsexporte in das Land genehmigt.
Vor allem in der EU wird befürchtet, dass sich der Krieg ausweitet, sollte es zu einer direkten Konfrontation zwischen Syrien und dem Nato-Mitglied Türkei kommen.
Eigentlich war die Sache in trockenen Tüchern, nahe Izmir wollte VW sein erstes türkisches Pkw-Werk errichten. Doch weil Erdogans Truppen in Nordsyrien einmarschiert sind und dort die Kurden bekämpfen, wachsen die Zweifel an der Standortentscheidung.
Oberste Priorität hätten die Einhaltung des Völkerrechts sowie der Schutz der Zivilbevölkerung, so das Auswärtige Amt. Auch die EU-Außenminister kritisieren die türkische Offensive, auf ein Waffenembargo können sie sich jedoch nicht einigen.
Nach dem Einmarsch Ankaras in den Norden Syriens haben die dortigen Kurden eine Vereinbarung mit der Regierung in Damaskus geschlossen, um gemeinsam gegen die Türken vorzugehen.
Sollte Syrien zurückschlagen, würde der Beistandspakt die weiteren Nato-Länder in den Krieg hineinziehen. Die syrische Armee soll als Reaktion auf die Offensive der Türkei entlang der Grenze Stellung beziehen.
Merkel telefoniert mit Erdogan, Macron mit Trump, doch eine Lösung für das Ende des Konflikts in Syrien können beide nicht präsentieren. Stattdessen sprechen sie über eine deutsch-französische Rüstungskooperation.
Türkische Hilfstruppen, die in Syrien eingefallen sind, begehen Greueltaten und schüren Chaos. Das nutzt auch dem „Islamischen Staat“. Amerika wirkt hilflos.
Der türkische Krieg hat in nur drei Tagen Zehntausende zur Flucht getrieben. Möglich gemacht hat ihn Trump, der seine kurdischen Bündnispartner fallen ließ. Das kann sich noch rächen.
Die CDU-Vorsitzende erinnert die Türkei an ihre Pflichten als Nato-Mitglied. Und sie spricht von einem „verheerenden Signal“ an die einstigen kurdischen Verbündeten.
Die Bundesregierung verschärft angesichts der Militäroffensive in Nordsyrien noch einmal ihre restriktive Exportrichtlinie gegen den Nato-Partner.
Nach den Terroranschlägen von Halle kreuzen sich viele Wege auf dem Marktplatz. Manche führen in die Bürgerrechtsbewegung der DDR, andere zu den Juden der Sowjetunion, und wieder andere zu den muslimischen Flüchtlingen aus Syrien.
Die Kräfteverhältnisse in der Welt verschieben sich. Der Westen untergräbt und schwächt sich – wie jetzt in Syrien – selbst. Europa kann oder will das nicht verhindern. Was also tun?
Ungeachtet internationaler Kritik führt Ankara die Militäroperation gegen kurdische Kräfte in Nordsyrien weiter. Für zusätzliche Spannungen sorgt Artilleriebeschuss in der Nähe amerikanischer Soldaten.
Während die amerikanische Regierung harte Sanktionen gegen die Türkei vorbereitet, stoppt die Niederlande ihre Waffenexporte in das Kriegsland. Die Türkei selbst fordert von der Nato Solidarität ein.
Nachdem er der Türkei zunächst mit Sanktionen gedroht hatte, bietet Donald Trump sein Land als möglichen Vermittler zwischen den Kampfgegnern an. Die Türkei verlangt derweil Solidarität von seinen Nato-Bündnispartnern.
Im amerikanischen Kongress regt sich massiver Widerstand gegen Trumps Umgang mit der türkischen Militäroffensive. Auch Europa zeigt sich besorgt – und setzt auf diplomatische Initiativen.
Die türkischen Angriffe im Norden Syriens reißen nicht ab. Besonders betroffen sind die Städte Ras al Ain und Tel Abjad, die mit Artillerie und Kampfjets unter Beschuss genommen werden. Laut UN-Welternährungsprogramm sind schon über 70.000 Menschen von hier geflohen.
In der Türkei ist die Begeisterung für den Feldzug in Syrien groß, Kritik wird unterdrückt. Außenpolitisch und militärisch birgt die Operation aber Risiken.
Dem türkischen Präsidenten Erdogan geht es um territoriale Ansprüche und den Kampf gegen die Kurden. Der Politikwissenschaftler Roy Karadag erklärt im Interview, wie der türkische Präsident die syrischen Flüchtlinge dabei zur Waffe macht.
Der amerikanische Präsident Donald Trump hat den Rückzug der Truppen aus Syrien damit begründet, dass die Kurden die Vereinigten Staaten im Zweiten Weltkrieg nicht unterstützt hätten. Die türkische Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien war erst durch den Truppenabzug möglich geworden.
Der Einsatz der Bundeswehr in Syrien gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ stütze sich auf die EU-Beistandsklausel und sei legitim, entschieden die Karlsruher Richter. Die Linksfraktion im Bundestag unterlag damit mit ihrer Klage.
Die Türkei hat einen Militäreinsatz im Nordosten Syriens begonnen, der sich gegen die kurdische YPG-Miliz richtet. In dem eingenommenen Gebiet soll, laut türkischen Angaben, eine Zone für bis zu zwei Millionen Flüchtlinge entstehen.
In Syrien hat die türkische Armee eigenen Angaben zufolge bereits über 180 militärische Ziele angegriffen. Unterdessen verlassen Massen von Zivilisten die Städte im Norden des Landes.
Die Zahl der antisemitischen Straftaten steigt. Warum aber hatte die Synagoge in Halle keinen Polizeischutz? In Syrien geht Erdogans Militäroperation „Friedensquelle“ weiter. Was sonst wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.
Den Truppenabzug aus Syrien hat Donald Trump mit einem gewagten historischen Vergleich begründet. Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten erntet auch unter Republikanern massive Kritik.
Trumps Drohgebärden haben Erdogan nicht abgehalten in Syrien einzumarschieren, nun wollen Amerikas Senatoren den türkischen Präsidenten mit persönlichen Sanktionen belegen – und mit ihrer Resolution ein etwaiges Veto Trumps überstimmen.
Bei zwei Operationen in Nordsyrien wurde der Wagemut des türkischen Präsidenten bereits belohnt. Nun dürfte der Widerstand ungleich größer sein.
Die türkischen Streitkräfte beginnen mit Tausenden Kämpfern ihre Militäroperation in Nordsyrien. Die kurdische Autonomieregion Rojava ruft die Generalmobilmachung aus.
Seitdem die Vereinigten Staaten am Montag angekündigt hatten, ihre Truppen aus dem Nordosten Syriens zurückzuziehen, wird mit einer Offensive der Türkei in Syrien gerechnet.
Die Türkei trifft alle Vorbereitungen, um in Nordsyrien anzugreifen. Erdogan verfolgt auch ein innenpolitisches Kalkül. Ob Istanbul aber wirklich so weit geht, hängt von Washington ab.
Der türkische Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun ruft die Kurden zum Überlaufen auf. Das Militär werde schon bald in Syrien einmarschieren.