Erdogans lange Wunschliste
Bei seinem Besuch in Sotschi am Dienstag will Erdogan mit Putin über die angestrebte Sicherheitszone in Syrien sprechen. Drei Dinge sind der Türkei dabei am wichtigsten.
Bei seinem Besuch in Sotschi am Dienstag will Erdogan mit Putin über die angestrebte Sicherheitszone in Syrien sprechen. Drei Dinge sind der Türkei dabei am wichtigsten.
Der türkische Präsident Erdogan und Russlands Präsident Putin beraten in Sotschi über Syrien. In Berlin fasst der rot-rot-grüne Senat ein heißes Eisen an – und in London muss das Parlament Gas geben. Was sonst wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.
Außenminister Maas wollte noch überlegen. Nun prescht Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer mit der Idee eines Stabilisierungseinsatzes für Nordsyrien vor. Droht Streit zwischen den Ressorts?
Knapp zwei Wochen nach dem Einmarsch türkischer Truppen im Norden Syriens trifft der russische Präsident Putin seinen türkischen Amtskollegen Erdogan zu Krisengesprächen. Reagieren die beiden auch auf einen Vorschlag aus Deutschland für eine international kontrollierte Sicherheitszone?
Bisher hätten sich Deutschland und Europäer wie „Zaungäste“ verhalten, findet Kramp-Karrenbauer. Nun will die Verteidigungsministerin eine Sicherheitszone in Nordsyrien – möglicherweise auch unter Beteiligung der Bundeswehr.
Die amerikanischen Truppen ziehen nach und nach aus Syrien Richtung Irak ab. Auf syrischer Seite wurden sie von Zivilisten mit Steinen beworfen. Der kurdische Sender ANHA zeigte Videos, in denen Bewohner die vorbeifahrenden Truppen als „Lügner“ beschimpften.
Die Türkei kann es sich nicht erlauben, wegen Syrien ihre Geschäfte mit dem Westen zu gefährden. Deshalb gibt es Möglichkeiten, wie aus der Waffenruhe ein echter Frieden werden könnte – man muss sie nur nutzen. Eine Analyse.
Kurden und Amerikaner weichen dem Vormarsch der türkischen Armee. Außenminister Maas nennt den Angriff Ankaras völkerrechtswidrig.
In Nordsyrien ergreifen viele dort Gestrandete abermals die Flucht vor den türkischen Angriffen. Die Türkei begründet ihren Einmarsch mit Selbstverteidigung - der deutsche Außenminister Maas warnt Ankara vor einem Zahlungsstopp.
In mehreren deutschen Städten haben am Wochenende Tausende Menschen gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien protestiert. Während in Köln die befürchtete Eskalation ausblieb, kam es in Stuttgart zu Auseinandersetzungen.
Trump hat eine Feuerpause für Syrien aushandeln lassen und feiert sich nun als Friedensstifter. Doch seine Siegerpose wirkt lächerlich. Erdogan hat von Amerika alles bekommen, was er wollte.
Millionen syrische Flüchtlinge leben in der Türkei. Wenn Erdogans Krieg vorbei ist, sollen sie in ihre Heimat zurück. Aber wollen sie das auch?
Hunderte Menschen nahmen an den Protesten gegen den Einsatz in Syrien teil. Die Aktivisten Die Veranstalter erwarteten in Köln rund 15.000 Teilnehmer. Auch in anderen deutschen Städten waren Kundgebungen geplant.
Der Rückzug amerikanischer Truppen aus Nord-Syrien werde Amerika unsicherer machen und sei ein strategischer Fehler. McConnell ist nicht der erste Republikaner, der sich offen gegen Trumps Entscheidung stellt.
Auf der türkischen Seite der Grenze zu Nordsyrien ist der Jubel über den Einmarsch der Armee Erdogans groß. Auf der syrischen Seite weiß niemand, was ihn erwartet.
Die Übereinkunft zwischen Erdogan und Pence hat die Türkei ihren Zielen in Nordsyrien nähergebracht. Dass die Kurden das Abkommen mittragen, ist jedoch zweifelhaft.
Was Mike Pence in Ankara ausgehandelt hat, dient vor allem dem Zweck, das Thema aus den amerikanischen Nachrichten zu bekommen. In Trumps Rückzugspolitik steckt aber eine Botschaft, die weit über den Nahen Osten hinausreicht.
Trump zieht aus Syrien ab und überlässt das Krisenland den Russen. Ob Erdogan seine Ziele erreicht, ist noch nicht klar. Aber zwei Sieger dürften schon feststehen. Von unseren F.A.Z.-Woche-Korrespondenten und -Autoren.
Syrien, Ukraine – und die eigene Partei: Donald Trump kämpft an mehreren Fronten. Das geht an die Substanz des amerikanischen Präsidenten. Das zeigt auch der heftige Streit mit Nancy Pelosi. Unterdessen verschärft sich die Konfrontation mit dem Kongress.
Vize-Präsident Mike Pence hat sich nach eigenen Angaben mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf eine Waffenruhe für den Nordosten Syriens verständigt.
Vertreter der Opposition im Deutschen Bundestag haben von Bundesregierung eine deutlichere Haltung zum Einmarsch der Türkei in Syrien gefordert.
In Washington liegen die Nerven blank. Wegen der Syrien-Politik von Donald Trump ist es zu einem Eklat bei einem Treffen des amerikanischen Präsidenten mit den Chefs der demokratischen Opposition gekommen.
Die Demokraten haben ein Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten abgebrochen, weil Donald Trump die „Sprecherin“ des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi beleidigt haben soll. Der Präsident legte auf Twitter noch nach.
In einer Beziehung sitzen Trump und die Europäer in einem Boot: Distanz zu den Kriegsschauplätzen des Nahen Ostens bietet keinen Schutz.
Präsident Erdogan führt in Syrien einen Feldzug gegen die Kurden. Kritik aus dem Ausland und Sanktionen nimmt er in Kauf. Um seine Macht zu erhalten, muss er die öffentliche Wahrnehmung in der Türkei verbiegen. Wie lange hält das vor?
Sie lebte im beschaulichen Konstanz und war eine gute Schülerin. Dann machte sich die 15 Jahre alte Gymnasiastin auf den Weg zum „Islamischen Staat“ in Syrien – nun steht sie vor Gericht.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zeigt sich siegessicher: Sanktionen der Vereinigten Staaten würden ihm keine Sorgen bereiten. Eine Waffenruhe werde er „niemals“ ausrufen.
Russlands Präsident ist die Spinne im Netz der Konflikte des Nahen Ostens. Sein Triumph hat auch damit zu tun, dass die Amerikaner ihn in Syrien lange Zeit gewähren ließen.
Das Chaos im syrisch-türkischen Grenzgebiet und darüber hinaus spiegelt das Chaos der amerikanischen Politik. Die versucht jetzt, den Schaden zu begrenzen. Gewinner sind Amerikas Widersacher.
In der Türkei können VW und andere auch später noch Werke bauen – aber erst, wenn dort wieder Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Friedfertigkeit gelten.
Im Norden Syriens nutzen Truppen von Syriens Präsident Baschar al-Assad das Machtvakuum nach dem Abzug der amerikanischen Truppen und besetzen die Stadt Manbij.
Wegen der türkischen Offensive in Syrien legt VW Pläne für ein Werk nahe der Metropole Izmir auf Eis. Nun hofft Sofia, doch noch das Rennen um die begehrte Milliardeninvestition zu machen.
Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil sieht wegen der türkischen Invasion keine Grundlage mehr für die geplante Milliardeninvestition. Das sei ein „Schlag ins Gesicht von Menschenrechten“.
Weil die Türkei im Norden Syriens Krieg führt, hat der amerikanische Präsident Donald Trump Sanktionen gegen mehrere türkische Ministerien verhängt. Er will zudem Gespräche über ein Handelsabkommen mit Ankara beenden.
Noch nie haben so viele Republikaner Präsident Donald Trump öffentlich kritisiert. Für den amerikanischen Präsidenten ist die Wut über den Rückzug aus Syrien innenpolitisch extrem ungünstig.
„Amerika wird die Invasion der Türkei in Syrien nicht weiter tolerieren. Wir fordern die Türkei auf, sich zurückzuziehen, die Gewalt zu beenden und an den Verhandlungstisch zu kommen“, ließ der amerikanische Vize-Präsident Mike Pence verlauten.