Politik im Schonraum
Fritz Kuhn regiert seit zweieinhalb Jahren in Stuttgart. In der Stadt gibt es viele Probleme, doch vom Bürgermeister ist wenig zu hören. Er wolle Fehler vermeiden, sagt Kuhn. Reicht das?
Fritz Kuhn regiert seit zweieinhalb Jahren in Stuttgart. In der Stadt gibt es viele Probleme, doch vom Bürgermeister ist wenig zu hören. Er wolle Fehler vermeiden, sagt Kuhn. Reicht das?
Im Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages wird über Stuttgart 21 diskutiert, in Brüssel beginnt der Europäische Wirtschaftsgipfel zum Thema „Europe 4.0“ und in München lädt die Allianz zur Hauptversammlung.
Es gibt diffizile Bauvorhaben - Großflughäfen, unterirdische Bahnhöfe, Konzertsäle. Aber zählt eine stinknormale Turnhalle dazu? Eine Posse vom Bau.
Nach Stuttgart 21 nimmt die Stadt ein weiteres Großprojekt in Angriff: ein neues Quartier zum Wohnen und Arbeiten. Diesmal dürfte es friedlicher zugehen.
Mit scharfen Worten hat Stuttgarts grüner Oberbürgermeister Kuhn die Aussagen der Pegida-Bewegung verurteilt. Deren Unterstützer bezeichnete er am Montagabend auf einer Demonstration als „Wegbereiter von Faschisten“.
Nicht nur in Dresden tragen Bürger ihren Missfallen gegen das politische System auf die Straße. Das fordert den Rechtsstaat heraus. Doch er hat schon bewiesen, dass er solches Unbehagen aufnehmen und sich ändern kann. Ein Kommentar.
Bis 1990 fuhren Kumpel zur Schicht in die Uran-Schächte des Ronneburger Reviers, nun sind die Tage der Wismut-Anschlussbahn gezählt. Über Dampflokomotiven aus Babelsberg, Ludmillas aus Lugansk, vergessene Weichenschlüssel und dreieinhalb Generationen bei der Eisenbahn.
Zu teuer ist er schon: Nun droht dem Stuttgarter Bahnhof ein ästhetisches Fiasko. Der Brandschutz fordert Fluchtwege, die Ingenhovens Entwurf nicht nur weg von luftiger Weite, sondern auch rein ins Bürokratie-Labyrinth führen.
Nach jahrelangen Protesten haben in Stuttgart die Bauarbeiten für den neuen Tiefbahnhof begonnen. Die Schar der Demonstranten gegen Stuttgart 21 war dabei überschaubar. Hat sich der hier erst entfesselte Wutbürger überlebt?
Bei der Aufklärung der brutalen Polizeieinsätze gegen Demonstranten rückt Ministerpräsident Stefan Mappus ins Scheinwerferlicht. Er soll telefonische Weisungen zu den Einsätzen erteilt haben.
Vier Jahre nach dem harten Wasserwerfer-Einsatz gegen Stuttgart-21-Gegner nennt selbst der erblindete Nebenkläger Dietrich Wagner die angeklagten Polizisten ein „Bauernopfer“. Es geht auch um politische Verantwortung.
„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“: So lautet der Auftakt oder der Abspann - und dazwischen macht sich diffuse Wut breit. Über den Umgang mit Ressentiments.
Am Wahlabend feierten die Grünen in Stuttgart noch begeistert ihren Sieg als vermeintlich stärkste Kraft im Gemeinderat. Doch nach Auszählung aller Stimmen ist nun klar: Der Jubel war voreilig.
Bei der Kommunalwahl in Baden-Württemberg geht es für die Grünen um die Frage, ob sie ihre Hochburg Stuttgart halten können. Ihr gutes Ergebnis von 2009 war der Auftakt für den Machtwechsel 2011.
Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg wirft dem früheren Ministerpräsidenten Mappus vor, das harte Vorgehen der Polizei gegen Stuttgart-21-Gegner angeordnet zu haben. Der CDU-Politiker spricht von „Rufmord“.
Früher zeigte Thomas Strobl gern klare Kante. Heute liefert er, was der politische Markt verlangt. Bald will er Baden-Württembergs Ministerpräsident werden – und erfindet sich mal wieder neu.
Fukushima, Stuttgart 21 und die Mappus-ENBW-Affäre: Vor drei Jahren wurde die Stuttgarter Koalition an die Macht gespült. Und nun? Bei Grün-Rot häufen sich die Fehler, Ministerpräsident Kretschmann erweist sich als führungsschwach.
Im Streit über das Verhalten des Stuttgarter Oberbürgermeisters Fritz Kuhn (Grüne) beim Bau des neuen Bahnhofs ruft Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) den Koalitionspartner SPD zur Ordnung.
Es ist ruhig geworden um Deutschlands bekannteste Baustelle. Dabei ist noch lange nicht alles gut beim Infrastrukturprojekt Stuttgart 21. Und das liegt nicht nur am Juchtenkäfer.
Der grüne Oberbürgermeister verschleppe „aus Angst“ das Bauprojekt Stuttgart 21, so der Vorwurf des SPD-Fraktionschefs in Baden-Württemberg. Kritik kommt auch von der Bahn - die aber selbst noch offene Baustellen hat.
Die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 zum geplanten Zeitpunkt ist gefährdet. Gründe sind der noch nicht vorliegende Planfeststellungsbeschluss für den ICE-Bahnhof am Flughafen und Probleme mit dem Artenschutz.
Baden-Württembergs früherer Ministerpräsidenten Mappus hatte 2010 bestritten, beim Einsatz gegen Stuttgart-21-Gegner Einfluss auf die Polizei geübt zu haben. Neue Unterlagen lassen nun Zweifel an seiner Aussage aufkommen.
Der alte und neue Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble spricht im F.A.S.-Interview über gescheiterte Bündnisse, die Rentenpläne der Koalition und die Trauer über die FDP.
Die Gegner von Stuttgart 21 hören einfach nicht auf, die „Mahnwache“ ist immer noch rund um die Uhr besetzt. Über die Gründlichkeit schwäbischen Protests.
rso. STUTTGART, 5. November. Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will die Bürgerbeteiligung bei großen Bauprojekten des Landes verbessern und ...
Die Schnellbahntrasse zwischen Stuttgart und Ulm führt zur Hälfte durch den Berg. Einen ersten Tunneldurchschlag hat die Mannschaft schon gefeiert. Bautechnisch heikel wird es im nächsten Sommer.
Ein Gang durch den neuen Limburger Bischofssitz zeigt eine spektakuläre Architektur. Die aufwendig gestaltete Synthese aus Alt und Neu muss jetzt die Hybris ihres selbstherrlichen Bauherrn büßen.
rso. STUTTGART, 5. September. Drei Jahre nach Baubeginn hat die Bahn AG die Steuerung für das Infrastrukturprojekt Stuttgart 21 sowie für die ICE-Neubaustrecke ...
Der Frankfurter Hauptbahnhof wird nicht abgerissen, er wird nicht für Fernzüge untertunnelt, und das Gleisvorfeld wird nicht planiert. Vielmehr wird gefeiert, dass der Hauptbahnhof auch nach 125 Jahren bleibt, wie er ist: das perfekte Gegenstück zu Stuttgart 21.
Anti-Atomkraft-Bewegung, Widerstand gegen Stuttgart 21, Hamburger Grundschulstreit: Ein Band versammelt aufschlussreiche Fallstudien zu bürgerschaftlichen Protestformationen in Deutschland.
Als im 19. Jahrhundert die wichtigsten Eisenbahnstrecken entstanden, war die Frankfurter Politik stets darauf bedacht, dass der Römer nicht nur das politische, ...
Zur Sachbuchrezension „Unbeschreibliche Brutalität, verblüffende Inkompetenz“ von Joscha Schmierer (F.A.Z. vom 1. Juli): Gibt es so etwas wie eine öffentliche ...
Rüdiger Grube sucht eine Nachfolge für Technik-Vorstand Kefer. Wegen der anhaltenden Quotendiskussion besteht bei der Deutschen Bahn der Druck, eine Frau in die Führungsriege zu holen.
Zum Tag
ols. STUTTGART, 2. Juni. So eine Verbissenheit, wie sie die Gegner des umstrittenen Milliardenprojekts Stuttgart 21 an den Tag legen, ist Karl-Heinz Strauss ...
Die Entwicklungshilfe ist im Umbruch. Die einstige Ministerin Tanja Gönner, die seit einem Jahr die GIZ führt, sucht neue, nichtstaatliche Auftraggeber.