Der Marsch, der keiner war
Benito Mussolini ist vor hundert Jahren durch eine Inszenierung an die Macht gekommen. Bis die Entscheidung gefallen war, hat er das Geschehen aus sicherer Entfernung verfolgt.
Benito Mussolini ist vor hundert Jahren durch eine Inszenierung an die Macht gekommen. Bis die Entscheidung gefallen war, hat er das Geschehen aus sicherer Entfernung verfolgt.
Die Mönche des italienischen Klosters Montecassino hatten einen Deutschen zum Abt gewählt. Aber Papst Franziskus erkennt das nicht an. Warum?
Giorgia Meloni möchte nicht la Presidente genannt werden – auch wenn die weibliche Form, la Presidente, durchaus möglich wäre. Sie sieht es offenbar als symbolischen Akt.
Bundeskanzler Olaf Scholz muss in Europa Porzellan kitten, das nie hätte zerschlagen werden dürfen. Sein Verhalten kann sich Deutschland nicht leisten, schon gar nicht in diesen Zeiten.
Giorgia Meloni verwahrt sich in ihrer Regierungserklärung gegen Warnungen vor den Folgen einer von ihr geführten Regierung für die Bürgerrechte. Illegale Migration will sie entschlossen bekämpfen.
Emmanuel Macron hätte gute Gründe gehabt, sich nicht schon kurz nach der Amtseinführung mit der neuen Regierungschefin Italiens zu treffen. Er tat es dennoch. Jetzt wird ihm Liebedienerei gegenüber dem Faschismus vorgeworfen.
Der Besuch von Frankreichs Präsident beim Papst wird von einem neuen Missbrauchsskandal überschattet. Der spätere Bischof von Créteil soll Gläubige genötigt haben, während der Beichte Kleidungsstücke abzulegen.
Vor dem Hintergrund jüngster Spannungen zwischen Paris und Berlin besucht Frankreichs Präsident Rom. Er zeigte sich bisher optimistisch, was die Beziehungen zu Melonis Regierung angeht – anders als einige seiner Regierungsmitglieder.
Melonis Kabinett deutet auf einen proeuropäischen Kurs in der Außen- und Sicherheitspolitik hin. Zu Konflikten mit der EU könnte die Umbenennung anderer Ressorts führen.
Schneller als üblich in Italien legen Giorgia Meloni und ihre Minister den Amtseid vor dem Staatspräsidenten ab. Das Kabinett ist von Männern dominiert, und die kleinen Koalitionspartner sind überrepräsentiert.
Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat Giorgia Meloni mit der Regierungsbildung beauftragt. Meloni sagte, sie und ihr Kabinett seien bereit, unverzüglich die Regierungsverantwortung zu übernehmen.
Die Gewerkschaften in Italien haben die Flugsicherung zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Betroffen sind auch Flüge aus Deutschland nach Italien.
Der Flughafen Rom lockt deutsche Start-ups an. Sie freuen sich dort über schnelle Entscheidungsprozesse und unkomplizierte Abläufe. Italien hat Nachholbedarf.
Silvio Berlusconi macht Giorgia Meloni das Leben schwer. Er zeigt offen seine Abneigung und brüstet sich damit, zu den „fünf wirklichen Freunden“ Putins zu gehören. Aber Meloni weist ihn in die Schranken.
Reisebuch
Pater Pankratius Pfeiffer bewahrte nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Rom Hunderte Juden und politische Gefangene vor dem Tod. Ähnlich wie der viel bekanntere Oskar Schindler.
Am 27. Oktober jährt sich die Machtergreifung der Faschisten unter Mussolini zum 100. Mal. Bilder des Diktators hängen indes immer noch in mehreren Regierungsgebäuden. Ein ehemaliger Minister protestiert nun öffentlich.
Nicht deckungsgleich: Wie lässt sich das deutsche Reformprojekt der Kirche retten, wenn die Bischöfe demnächst den Papst besuchen?
Auch nach 2000 Jahren kann man sich nicht sattsehen an der üppigen Gartenmalerei, die einst den Speisesaal einer römischen Villa schmückte: Zu Besuch im Palazzo Massimo
Wahldebakel der FDP in Niedersachsen +++ Rom und der "Synodale Weg" +++ Reform von ARD und ZDF
Giorgia Meloni hat nicht viel für die deutsche Sprache und Kultur übrig. Das Goethe-Institut in Italien ist deshalb wichtiger denn je. Doch es muss seine Arbeit einschränken.
Die fehlende Metropole definierte deutsche Kultur – ihre Träumerei und ihren trotzigen Separatismus. Die kleinstädtische Herkunft merkt man ihr noch heute an. Teil II unserer Serie „Leben auf dem Land“
Der scheidende Regierungschef Draghi lobt zum Abschied sein Team und verspricht einen geordneten Übergang. An diesem Donnerstag tritt das neue Parlament zusammen – der Frauenanteil ist erstmals seit zwei Jahrzehnten gesunken.
„Papyrus“ von Irene Vallejo ist das erfolgreichste spanische Sachbuch der vergangenen Jahre und wird in 35 Sprachen übersetzt: Ein Besuch bei der Botschafterin des Lesens.
Der Stromboli hat ein Naturschauspiel geboten: Nach einem Ausbruch ist glühende Lava ins Mittelmeer geflossen und hat für spektakuläre Bilder gesorgt.
Hundsköpfige Affen auf der Flucht: In Hamburg zeigt eine opulente Ausstellung, wie der Kaiser Augustus seine Herrschaft und sich selbst inszenierte.
Steht der Faschismus vor der Tür? Wie alle einschneidenden Ereignisse hat auch der Wahlsieg von Giorgia Melonis Partei eine Vorgeschichte. Ein Gastbeitrag.
Während der „Ministranten-Wallfahrt“ in Rom wenden Jugendliche aus dem Erzbistum Köln ihrem Erzbischof bei der Predigt demonstrativ den Rücken zu – ein weiteres Symbol für das Verhältnis zwischen Woelki und den Katholiken im Rheinland.
Protestaktionen mit solchen symbolischen Gesten nehmen in Italien zu. Viele Kleinunternehmer, gerade aus der Gastronomie, wissen nicht mehr ein noch aus. Die Regierung bereitet neue Hilfen vor.
Schuld daran hat laut dem russischen Staatskonzern Gazprom Österreich. Derweil macht Italiens Wahlsiegerin Meloni eine klare Ansage.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bätzing, wirft Kurienkardinal Koch eine „völlig inakzeptable Entgleisung“ vor. Der hatte im Streit über Reformen eine Parallele zum Nationalsozialismus gezogen.
Auf der Florentiner Biennale für Kunst- und Antiquitäten (BIAF) lassen sich wieder Werke von höchster Qualität bewundern und erwerben. Doch die Traditionsmesse schaut nach vorn. Passend dazu gastiert Henry Moore in der Stadt.
Die Opposition stellt sich in Rom auf harte Zeiten ein. Auch auf EU-Ebene macht man sich Sorgen wegen des neuen Rechtsbündnisses um Giorgia Meloni. Dort rechnet man mit einer Abkühlung der Beziehungen.
Das Rechtslager um Giorgia Meloni feiert einen Wahlsieg in Italien. Die AfD spricht von einem „guten Tag für Europa“, führende EU-Abgeordnete zeigen sich besorgt.
Vier Stunden vor der Schließung der Wahllokale sind lediglich 51 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gegangen. Im Süden lag die Wahlbeteiligung bisher sogar teils deutlich unter 40 Prozent.
In den ersten Stunden der Parlamentswahl in Italien haben nur wenige Bürger ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag um 12 Uhr bei gerade einmal rund 19 Prozent. Das ist noch etwas weniger als bei der Wahl 2018.