„Haben es nicht mit harmlosen Spinnern zu tun“
Nach Ansicht von Bundesinnenministerin Nancy Faeser ist die Gefahr durch das Reichsbürger-Milieu nicht zu unterschätzen. Die Szene verzeichnete zuletzt deutlichen Zulauf.
Nach Ansicht von Bundesinnenministerin Nancy Faeser ist die Gefahr durch das Reichsbürger-Milieu nicht zu unterschätzen. Die Szene verzeichnete zuletzt deutlichen Zulauf.
Die Ansichten der „Reichsbürger“ sind krude, gestrig und erscheinen lächerlich. Darüber zu spotten, hilft trotzdem nicht. Die Szene wurde allzu lang verharmlost.
Die Razzien dieser Woche zeigten: Die Reichsbürgertruppe träumte schon vom Schattenkabinett nach dem Umsturz. Die Verschwörer stammen aus der oberen Mittel- und Oberklasse. Was vereint sie ideologisch? Ein Gastbeitrag.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) spricht im Interview mit der F.A.Z. über die gefährliche Melange aus Rechtsextremisten, „Reichsbürgern“ und Delegitimierern. Die Verbindungen zur AfD wundern ihn nicht.
Nach der Razzia im Reichsbürger-Milieu verweist der Rechtsextremismus-Experte Miro Dittrich auf die Gewaltbereitschaft in Teilen der Szene. Vor allem die Zahl der Personen aus Bundeswehr, Polizei und Justiz, die offenbar für das Gedankengut der Reichsbürger empfänglich sind, seien besorgniserregend.
Nach dem Schlag gegen einige „Reichsbürger“ wächst die Sorge im Bundestag. Vertreter der Ampel-Fraktionen diskutieren, ob das Parlament besser vor möglichen Angreifern geschützt werden muss.
Die Liste wurde offenbar bereits im vergangenen April bei einer Hausdurchsuchung gefunden. Darauf sind die Namen deutscher Spitzenpolitiker und TV-Persönlichkeiten der öffentlich-rechtlichen Sender.
Warum zögert die Außenministerin noch damit, das ganze Auswärtige Amt umzubenennen? Sind auch Diplomaten „Reichsbürger“?
Bei jedem früheren AfD-Abgeordneten soll eine Sicherheitsprüfung gemacht machen. Das fordert der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Konstantin Kuhle nach der Festnahme der früheren Abgeordneten Malsack-Winkemann.
Nach der großangelegten Razzia am Mittwoch gegen sogenannte „Reichsbürger“, äußerte sich Bundeskanzler Scholz am Donnerstagabend. Die Gruppierung hatte den Umsturz der Bundesrepublik Deutschland zur Errichtung eines neuen "Deutschen Reichs" geplant.
Mehrere frühere Offiziere und Polizisten sowie ein aktiver Soldat scheinen in die Umsturzpläne verstrickt gewesen zu sein. Der Präsident des Verfassungsschutzes fordert nun Sicherheitschecks.
Den Sicherheitsbehörden ist ein eindrucksvoller Schlag gegen die „Reichsbürger“ gelungen. Viele Medienvertreter waren vorher eingeweiht – was zum Problem werden kann. Für die Journalisten und den Erfolg der Aktion.
In Iran hat das Regime einen Demonstranten hingerichtet. Haben die Sicherheitsbehörden ein Problem mit „Reichsbürgern“? Und Scholz verkündet eine Einigung beim Deutschlandticket. Der F.A.Z. Newsletter für Deutschland.
In der Adelsfamilie Reuß hört Heinrich XIII. auf den Spitznamen „Enrico“. Mit ihr und mit den Behörden ist er in bittere Streitigkeiten verstrickt. Ein Großteil seines Vermögens soll für Prozesskosten draufgegangen sein.
Die AfD-Spitze verurteilt die Bestrebungen der ausgehobenen „Reichsbürger“-Zelle. Doch einflussreiche Funktionäre hantieren selbst mit Verschwörungstheorien und Umsturzphantasien.
Ein Prinz Reuß wollte Herrscher von Deutschland werden. Was nicht nur an seinen verbrecherischen Methoden und seinen widerwärtigen politischen Haltungen gescheitert ist. Dem Mann mangelt es auch an Stil.
Nach der Razzia in der sogenannten Reichsbürgerszene wird im Jagdschloss eines Adligen nach einem Waffendepot gesucht. Im ostthüringischen Bad Lobenstein sorgt Heinrich XIII. Prinz Reuß nicht das erste Mal für Kopfschütteln.
Extremismus-Forscher Alexander Häusler warnt davor, zu sehr auf das skurrile Weltbild der „Reichsbürger“ zu blicken – viel gefährlicher sei es, dass das aufgedeckte Netzwerk Kontakte zur AfD und den Sicherheitskräften hatte.
Die „Reichsbürger“ sind eine kleine Minderheit, aber sie gewinnen an Einfluss. Die Vorstellung, dass der Staat seine Bürger hinters Licht führt, ist dort weitverbreitet, das Misstrauen gegenüber „den Eliten“ ist groß.
Extremisten in den deutschen Sicherheitsbehörden sind laut Thomas Haldenwang nicht nur Einzelfälle. Nach der Terror-Razzia gegen „Reichsbürger“ fordert der Verfassungsschutzpräsident Konsequenzen.
Seit genau einem Jahr regiert die Ampelkoalition in Deutschland. In München beginnt der Prozess zu einem der größten deutschen Wirtschaftsskandale. Und um 11 Uhr schrillen heute im ganzen Land die Alarmglocken. Der F.A.Z.-Newsletter.
Mit einem großen Schlag gehen die Sicherheitsbehörden gegen die „Reichsbürger“-Szene vor. Eine terroristische Vereinigung wollte angeblich in den Bundestag eindringen und Abgeordnete als Gefangene nehmen.
Am Mittwochmorgen greift die Polizei gegen eine Reichsbürger-Gruppe durch, die einen Umsturz geplant haben soll. Ihr mutmaßlicher Kopf wird in Frankfurt festgenommen.
Dutzende Reichsbürger sollen über Monate den Umsturz des politischen Systems geplant haben. Bei einem großen Einsatz wurde ihr Netzwerk zerschlagen.
Eine Gruppe aus der „Reichsbürger“-Szene plante offenbar den Umsturz der demokratischen Ordnung Deutschlands. Rädelsführer soll ein Prinz aus Frankfurt sein – mit Hang zur Esoterik und Geldproblemen.
Die Szene von „Reichsbürgern“ habe zuletzt erheblichen Zulauf erhalten, sagt Verfassungsschutz-Präsident Haldenwang. Sie sie anschlussfähig an rechtsextreme und verschwörungsideologische Diskurse.
In regelmäßigen Treffen sollen Dutzende sogenannte „Reichsbürger“ einen Staatsstreich vorbereitet haben. Bei einer Razzia wurden 25 Verdächtige festgenommen. 13 von ihnen befinden sich schon in Untersuchungshaft.
Bundesweit haben Polizisten Mitglieder der „Reichsbürger“-Szene festgenommen. Die Bewegung fällt immer wieder durch Gewaltphantasien und einen Hang zum Rechtsextremismus auf. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Nach einem Jahr interpretieren die Fraktionschefs der Ampel den Charakter ihres Bündnisses. Kanzler Olaf Scholz verteilt an die Minister Schokolade der Geschmacksrichtung zartbitter.
Politiker im ganzen Land sind entsetzt über die mutmaßlichen Umsturzpläne der Reichsbürger und bedanken sich bei den Sicherheitsbehörden. „Demokratie ist wehrhaft“, schreibt Justizminister Buschmann.
Ein Adliger mit Firmen- und Wohnsitz in Frankfurt soll Anführer der Gruppe gewesen sein, die laut Generalbundesanwalt einen Staatsstreich plante. Nach dem Umsturz sollte Heinrich XIII. Prinz Reuß die Übergangsregierung der Aufrührer anführen.
Ein Netzwerk von „Reichsbürgern“ und „Querdenkern“ soll einen Staatsstreich geplant haben – darunter ein KSK-Soldat, frühere Soldaten und Polizisten, auch Ärzte und eine frühere AfD-Abgeordnete. Bei einer Razzia wurden 25 Beschuldigte festgenommen.
Die Reichsbürgerszene soll wohl einen Staatsstreich geplant haben: Am Mittwochmorgen kam es bei einer Razzia, nach Angaben der Bundesanwaltschaft, zu 25 Festnahmen.
Ein „Reichsbürger“ lässt sich von der Polizei nicht kontrollieren, am Ende soll er auf einen Beamten zugefahren sein und ihn schwer verletzt haben. In Stuttgart muss er sich vor Gericht verantworten.
Der Generaldirektor der Hamburg-Amerika-Linie gilt als Förderer des Wiederaufbaus der deutschen Schifffahrt. Unter den Parteien ist er wenig bekannt. Aus der Frankfurter Zeitung vom 17. November 1922.