Undiplomatisch
Er nannte Berlusconi einen „alten Mann, der Sex mit minderjährigen Frauen hat“, der Kreml wirft ihm Völkerrechtsverletzung vor. Russland-Koordinator Andreas Schockenhoff provoziert gerne – und bekommt nun Zustimmung von Angela Merkel.
Er nannte Berlusconi einen „alten Mann, der Sex mit minderjährigen Frauen hat“, der Kreml wirft ihm Völkerrechtsverletzung vor. Russland-Koordinator Andreas Schockenhoff provoziert gerne – und bekommt nun Zustimmung von Angela Merkel.
Die Grünen haben ihr Kandidatenpaar für die Bundestagswahl gefunden. Aber die Suche nach geeigneten Wahlkampfthemen erweist sich als schwierig - ebenso wie die Frage nach künftigen Bündnisoptionen.
Cem Özdemir möchte den Stuttgarter Erfolg seiner Partei nutzen, um die Grünen in Berlin zu bewegen und aus der Abhängigkeit von der SPD zu lösen. Doch schon in seinem eigenen Landesverband muss er sich steter Angriffe erwehren. Die Flügel der Partei schlagen kräftig.
Die Stuttgarter haben sich einen frankobayerschwäbischen Mischling zum Stadtoberhaupt gewählt. Doch den Realo-Urschwaben hat sich Fritz Kuhn schon antrainiert.
Fast niemand wollte sie, nun kommt sie: Eine Urwahl soll über die Grünen-Spitzenkandidaten entscheiden.
Spitzenkandidaten gesucht: Die Grünen müssen aus vielen möglichen Pärchen eins auswählen. Die Richtung, die die Partei in Zukunft einschlägt, ist dafür umso klarer.
Die Piraten sehen sich als Heilsbringer der Demokratie. In ihrer Selbstüberschätzung verkennen sie die politischen Abläufe und stärken am Ende die Politikverdrossenheit. Ein Erfahrungsbericht aus Berlin.
Eigentlich ist eine Spitzenkandidatur nicht mehr als Partei-Marketing. Die Grünen haben gleichwohl dafür eine „Mindestquotierung“eingeführt. Parteichefin Claudia Roth will nun verhindern, dass mit Jürgen Trittin „ein einzelner Mann die Grünen im nächsten Bundestagswahlkampf anführt“.
Die angekündigte „Abrechnung“ mit Renate Künast wurde es zwar nicht, aber dennoch war das Treffen des Realo-Parteiflügels der Grünen denkwürdig.
Mit Blick auf 2013 müssen die Grünen entscheiden, in welcher Spitzenkonstellation sie sich präsentieren. Einer, zwei, vier Köpfe? Die Partei verheddert sich in ihrer selbstgewählten Überkreuzquotierung von Mann und Frau, Linke und Realos, Partei und Fraktion.
Von Häuptlingen und Indianern: Vor dem Parteitag der Grünen versucht die Parteiführung, den Streit der Grünen in Berlin auch in Berlin zu belassen. Und Jürgen Trittin darf sich als Nummer eins in der Partei fühlen.
Fragt man grüne Realos in Stuttgart nach den Kapriolen ihres Verkehrsministers Winfried Hermann, dann antworten sie meist, er sei immer noch der vernünftigste Linke. Bevor Hermann Anfang Mai baden-württembergischer Verkehrsminister ...