Geschockt über das Böse, aber ohne Hass
Die israelische Regisseurin Sapir Heller sieht in dem 50 Jahre alten Text Heinrich Bölls über „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ viele Bezüge zur Gegenwart. Nun inszeniert sie es am Schauspiel Frankfurt.
Die israelische Regisseurin Sapir Heller sieht in dem 50 Jahre alten Text Heinrich Bölls über „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ viele Bezüge zur Gegenwart. Nun inszeniert sie es am Schauspiel Frankfurt.
Lange hat sich die Hamas in Deutschland mit Gewalttaten zurückgehalten. Doch nun sieht es so aus, als ob sie auch hierzulande weitreichendere Pläne hätte. Polizei und Verfassungsschutz haben es mit vielen kleinen Gruppen zu tun.
Angriff der „Schweinebullen“: Die Ultras von Eintracht Frankfurt berufen sich nach der Randale beim Spiel gegen Stuttgart auf RAF-Terroristin Ulrike Meinhof. Sie suggerieren eine Opferrolle.
Er stand den Glasperlenspielen großer Theoriegebäude skeptisch gegenüber und forschte zu Jugend, Familie und Terrorismus. Nun ist der Soziologe Friedhelm Neidhardt mit 89 Jahren gestorben.
Die Terrororganisation PFLP und ihr Ableger Samidoun sind in Deutschland seit Jahren aktiv. Doch die Behörden konnten wenig tun. Ein Betätigungsverbot soll das jetzt ändern.
Weltbild und Selbstverständnis der RAF sowie das Versagen des Staats im Kampf dagegen sind das Thema dieses Romans: Stephanie Barts „Erzählung zur Sache“ erzählt die Terroristinnenjahre von Gudrun Ensslin.
Wolfgang Schäuble ist der längstgediente Abgeordnete des Deutschen Bundestags. Uns erzählt er, warum er gegen eine Verlängerung der Legislaturperiode, die Wahlrechtsreform und verordnete Parität ist.
Anna Herrhausen, Tochter des früheren Vorstandssprechers, verlässt die Deutsche Bank. Offenbar gab es unterschiedliche Vorstellungen über die finanzielle Unterstützung für die nach ihrem ermordeten Vater benannte Gesellschaft.
Die Letzte Generation plant mehr Proteste gegen Reiche. Zuletzt beschmierte sie ein Privatflugzeug und eine Hotelbar auf Sylt mit Farbe. Der Bürgermeister findet dafür klare Worte.
Friedrich Kröhnkes Roman „Spinnentempel“ erzählt vom Charme der Achtundsechziger-Bewegung, ohne sie zu verklären.
Wofür steht der blanke Hass gegen die Klimaaktivisten? Wie mit Ausgrenzung der „Letzten Generation“ der Wille zur Veränderung erstickt werden soll.
Die „Letzte Generation“ will Berlins Straßen blockieren, die Bundeswehr holt Deutsche aus Sudan und in Berlin kann die große Koalition regieren. Der F.A.Z.-Newsletter
Seit vierzig Jahren liefert das „Schreibheft“ Dossiers zu interessanter, wagemutiger, auch abseitiger Literatur. Jetzt feiert die Zeitschrift mit einem fabelhaften Essay von Frank Witzel die 100. Nummer.
Laut Generalbundesanwalt steht Deutschland weiter im Visier islamistischer Terrororganisationen. Zudem äußert sich Peter Frank zu „Reichsbürgern“, den Gaspipeline-Explosionen in der Ostsee – und der „Letzten Generation“.
Daniel Cohn-Bendit hat in seiner Jugend viel protestiert. Die Klimaaktivisten machten es sich zu einfach, sagt er im Interview. Und hat einen klaren Ratschlag für sie.
Keine Scheu vor dem Gegner zu haben, hat Uwe Becker im Handball gelernt. Politik hat ihn früh interessiert. Zur Union brachten ihn einst die Grünen.
Ist die Gruppierung „Letzte Generation“ im Begriff, zu einer „Klima-RAF“ zu werden? Der neue niedersächsische Verfassungsschutzpräsident findet den Vorwurf schwer erträglich – schon aus Sicht der RAF-Opfer.
Auch Marcel Reich-Ranicki war für sie ein Anarchist: Eva Demskis ebenso respektvolles wie persönliches Album zu einem politischen Phänomen.
Vor 50 Jahren wird in Frankfurt ein US-Soldat bei einem Bombenanschlag der RAF getötet. Friedrich Hucke, damals erst seit ein paar Wochen im Polizeidienst, hat den Sterbenden in den Armen gehalten.
Die Bezeichnung „Boomer“ ist nicht nett gemeint, und doch liebt der Publizist Thomas E. Schmidt seine Generation irgendwie. „Große Erwartungen“ ist sein Versuch, für dieses Wir einzutreten.
Die „Letzte Generation“ fordert alle Parteien heraus. Vor allem für die Grünen, die sich uneins im Umgang mit der Bewegung sind, könnten die Aktivisten noch zum Problem werden.
Straftaten, aber kein Extremismus: Für eine Beobachtung der „Letzten Generation“ sieht Verfassungsschutz-Präsident Haldenwang derzeit keinen Anlass. Einer Aussage eines CSU-Spitzenpolitikers widerspricht er heftig.
CDU und CSU fordern im Bundestag bis zu fünf Jahren Haft für gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr. Die Grünen sehen in diesem Antrag einen Versuch, die Klimabewegung zu diffamieren.
Es nütze nicht, wenn das Leben von Menschen durch Proteste gefährdet werde, sagt Wirtschaftsminister Habeck. Die Aktionen schadeten der Sache, so Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann.
Einer Umfrage zufolge glauben die meisten Deutschen, dass die Aktivisten dem Klimaschutz mit ihren Straßenblockaden schaden. Ein CDU-Politiker sieht die Gruppe sogar als Fall für den Verfassungsschutz.
Laut CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt dürfe Klima-Aktivismus „kein Freibrief für Straftaten sein“. Die Entstehung einer „Klima-RAF“ müsse verhindert werden.
IQB-Bildungstrends +++ Stammheim und der erste RAF-Prozess +++ postkolonialer „Diskurs“ +++ gegenwärtige und zukünftige Afrikapolitik
Der Krieg und die Frage, was auf ihn folgt: Frieden oder nur neue Formen der Gewalt? Dieses Gedicht trägt viel Skepsis und einen Funken Hoffnung in sich.
Für zwölf Millionen D-Mark wurde in Stuttgart-Stammheim einst eine Mehrzweckhalle für den RAF-Prozess errichtet. Der geschichtsträchtige Ort soll nun einem Haftkrankenhaus weichen.
Die Staatssicherheit der DDR nutzte die Entführung Hanns Martin Schleyers für ihre perfide Desinformationsarbeit aus – und setzte dafür auf die Hilfe eines früheren SS-Manns.
Fünf Jahre arbeitete Wladimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.
Am 17. September 1982 wurde in Bonn das Ende der ersten und bislang einzigen Bundesregierung von SPD und FDP besiegelt. Aus heiterem Himmel kam das Zerwürfnis nicht.
Christian Ströbele ist im Alter von 83 Jahren einer Krebserkrankung erlegen; die Grünen trauern um einen eigenwilligen linken Bürgerrechtler
Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele ist tot. Er starb am Montag im Alter von 83 Jahren, wie sein Rechtsanwalt Johannes Eisenberg am Mittwoch mitteilte.