„Zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus“
Der türkische Präsident hat die internationale Kritik an den Verhaftungen von Oppositionspolitikern zurückgewiesen - und seinerseits Vorwürfe gegen den Westen erhoben.
Der türkische Präsident hat die internationale Kritik an den Verhaftungen von Oppositionspolitikern zurückgewiesen - und seinerseits Vorwürfe gegen den Westen erhoben.
Nach einer Verhaftungswelle lädt der türkische Minister Ömer Celik die EU-Botschafter in Ankara zu einem Treffen ein. Es solle um die „neuesten Entwicklungen“ gehen. Darunter dürfte auf der Parlamentsboykott der prokurdischen HDP fallen.
Die Dschihadistenmiliz erklärt, für den Anschlag in der südosttürkischen Stadt verantwortlich zu sein. Ankara hatte den Terrorakt der PKK zugeschrieben.
Nach der Festnahme von zwölf Politikern der prokurdischen HDP hat ein Gericht in der Türkei Haftbefehl gegen die beiden Parteivorsitzenden erlassen. In Ankara kommt es zu Protesten.
Der türkische Justizminister, Bekir Bozdag, verteidigt die Verhaftung von Abgeordneten der prokurdischen HDP. Die deutsche Regierung greift er scharf an. Das Außenministerium in Berlin bestellt den türkischen Geschäftsträger ein.
Nur wenige Stunden nach der Festnahme prokurdischer Oppositionspolitiker ist im Südosten der Türkei eine Autobombe explodiert. Ministerpräsident Binali Yildirim macht die PKK verantwortlich.
Präsident Erdogan holt zum nächsten Schlag gegen seine Kritiker aus: In der Nacht sind bei Razzien führende Politiker der HDP festgenommen worden. Sie ist die drittgrößte Partei im türkischen Parlament und die wichtigste politische Vertretung der Kurden.
Der türkische Präsident Erdogan sagt, Deutschland habe „dem Terror die Türe geöffnet“. Außenminister Steinmeier wehrt sich jetzt mit sehr klaren Worten.
2005 machte die AKP-Regierung den mutigsten Schritt zur Beendigung der Auseinandersetzungen zwischen Staat und PKK. Doch dann waren die Kurden Erdogan im Weg. Wie der Präsident den Ausgleich zunichte macht.
Erdogan hatte dem Chefredakteur von „Cumhuriyet“ schon vor knapp drei Jahren gedroht. Nun hat er ernst gemacht: 13 Redakteure der Zeitung wurden verhaftet. Was bezweckt der türkische Präsident damit?
Hat noch jemand Zweifel, was der türkische Präsident Erdogan in seinem Land anrichtet? Er lässt die komplette Führung der Zeitung „Cumhuriyet“ verhaften. Der Vorwand ist absurd. Ein Autor der Zeitung äußert sich dazu im Interview.
Die türkischen Behörden gehen weiter gegen missliebige Journalisten vor: Die Polizei hat den Chefredakteur der regimekritischen Zeitung „Cumhuriyet“ festgenommen.
Der türkische Präsident Erdogan geht mit harter Hand gegen seine Kritiker vor. Nun will er gar die Todesstrafe wieder einführen. Grünen-Chef Özdemir sieht darin den letzten Beweis einer fatalen Entwicklung.
Die Vereinigten Staaten warnen vor Angriffen von Extremisten in der Türkei. Angehörige von amerikanischen Konsulatsmitarbeitern müssen aus Istanbul abreisen.
Im türkischen Urlaubsort Antalya hat sich eine schwere Explosion ereignet - auf dem Parkplatz der Handelskammer. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ob es sich um einen Anschlag oder einen Unfall handelt, ist unklar.
Die Türkei setzt im Irak auf kurdische Peschmerga-Kämpfer – auch gegen kurdische Freischärler aus Syrien. So will sie die einen Kurden gegen die anderen ausspielen.
Die türkische Armee geht weiter gegen Kurden im Norden Syriens vor. Bis zu 200 Kämpfer sollen dabei ums Leben gekommen sein.
In Arbil feiern Christen die Befreiung der Stadt Karakosch. Doch der Vormarsch auf Mossul ist ins Stocken geraten – durch Sprengfallen und Heckenschützen des IS.
Wegen angeblicher Verbindungen zum Prediger Gülen hat die Türkei Zehntausende Beamte vorübergehend aus dem Dienst entlassen. Auch die Kurden geraten immer stärker ins Visier von Erdogans Regierung.
Nach der Absetzung kurdischer Bürgermeister erschüttert Gewalt die Südosttürkei. PKK-Führer Öcalan bietet Gespräche an, doch daran scheint in Ankara niemand interessiert. Der Konflikt hat eine neue Eskalationsstufe erreicht.
Nach dem türkischen Feldzug im Norden Syriens rückt nun auch Raqqa ins Interesse Ankaras. Erdogan will gemeinsam mit den Amerikanern den „Islamischen Staat“ aus dessen Hochburg vertreiben – und beweisen, dass die Türken bessere Partner als die Kurden sind.
Seit die Türkei den Rebellen im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ hilft, muss die Terrorgruppe schwere Verluste hinnehmen. Nun haben es die Rebellen geschafft, die Terroristen von der Außenwelt abzuschneiden.
Im Südosten der Türkei gehen die Kämpfe zwischen Armee und PKK weiter. Das Militär berichtet von eigenen Erfolgen.
Vier Wochen nach der Pro-Erdogan-Kundgebung demonstrieren 30.000 Kurden im Kölner Zentrum lautstark gegen Erdogans Politik. Trotz Befürchtungen im Vorfeld verläuft die Veranstaltung friedlich.
Nach der Eskalation im Norden von Syrien sollen sich Türkei und kurdische Rebellen auf eine Waffenruhe geeinigt haben. Damit reagiert Erdogan auf den Druck von Obama. Der IS verkündete den Tod seines Sprechers al-Adnani.
Der türkische Präsident zeigt sich unbeeindruckt von der Aufforderung Washingtons, die Offensive gegen die Kurdenmilizen in Syrien zu beenden. Erdogan will die wichtigsten Verbündeten Amerikas im Kampf gegen die Terrormiliz IS weiter angreifen.
Die ständigen Nachrichten vom Terror, von Krieg und Zerstörung zerreißen uns das Herz, wir wollen uns nicht an sie gewöhnen. Bisweilen hilft nur bitterer Humor.
Das direkte militärische Eingreifen der Türkei mischt die Karten neu im Syrien-Krieg. Staatspräsident Erdogan verfolgt dabei eine Doppelstrategie, die Amerika in seinem Kampf gegen die Terrormiliz IS vor eine heikle Wahl stellt. Eine Analyse
Joe Biden besucht heute die Türkei. Vom Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten erhofft sich Erdogan vor allem eines: Er will die Auslieferung seines größten Widersachers, Fethullah Gülen, erzwingen.
Eine „Angelegenheit der nationalen Sicherheit“: Die Türkei steht kurz davor, den Grenzort Dscharablu in Nordsyrien anzugreifen. Eine benachbarte Stadt auf türkischer Seite wird schon evakuiert.
Mit der Abberufung des türkischen Botschafters eskaliert der Streit zwischen Wien und Ankara. Es geht um die PKK, die EU-Perspektive der Türkei und um eine Zeitungsmeldung.
Der Schock über die Anschläge in der Türkei hält an. Die Regierung will jetzt stärker gegen Stellungen der Terrormiliz IS an der Grenze vorgehen – ebenso wie gegen Verbündete des Westens.
Die Grundlage der Zusammenarbeit mit Österreich sei entfallen - begleitet von scharfen Worten hat die Türkei ihren Botschafter aus Wien abgezogen. Die Beziehungen der Länder stecken aus mehreren Gründen in einer Krise.
Nach dem Anschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft hatte es geheißen, der Täter sei ein Kind gewesen. Diese Angaben seien jedoch nicht richtig, heißt es aus Ankara. Man habe „keine Ahnung“, wer für die Bluttat verantwortlich ist.
Nach dem Anschlag in der Osttürkei erhebt die oppositionelle HDP Vorwürfe gegen die Regierung. Doch auch Erdogan spricht nun offen aus, wen er hinter der Tat vermutet.
Nach dem folgenschweren Bombenanschlag in der Türkei sucht die Regierung weiter nach den Urhebern. Präsident Erdogan vermutet die Terrormiliz IS hinter der Tat.Die Zahl der Toten wird auf mindestens 50 beziffert.