Land ohne oberste Richter
Seit Jahren verhindert die konservative Opposition die Nachbesetzung hoher Richterstellen im Verfassungsgericht und im Obersten Gericht. Jetzt will die EU vermitteln.
Seit Jahren verhindert die konservative Opposition die Nachbesetzung hoher Richterstellen im Verfassungsgericht und im Obersten Gericht. Jetzt will die EU vermitteln.
In der Energiekrise bittet die Regierung in Madrid nicht nur Energieunternehmen und Banken zur Kasse. Auch Millionäre und Gutverdienende sollen einen Beitrag leisten, um Steuerentlastungen für Geringverdiener zu finanzieren.
Statt Ausflügler entlastet Spanien mit einem Gratis-Ticket gezielt Berufspendler. Großzügig unterstützen die Regierungen auf der iberischen Halbinsel auch Mieter und Rentner.
Spaniens Peripherie fühlt sich abgehängt: Die Premiere der neuen Schnellbahn in der Extremadura wurde zur peinlichen Panne – und die Fahrt von Madrid nach Lissabon ist immer noch eine kleine Weltreise.
Spanien will beim Gassparen in Europa ein Vorbild werden. Die Klimaanlagen sollen bei 27 Grad stoppen und nicht mehr auf niedrigere Temperaturen kühlen. Laden- und Restaurantbesitzer sind aufgebracht.
Nach Protest gegen den EU-Notfallplan will Spanien nun doch drastisch Energie einsparen: Die Temperaturen von Heizungen und Klimaanlagen werden gedeckelt, unbenutzte Gebäude sollen ab 22 Uhr nicht mehr beleuchtet werden.
Mit neuen Steuern auf Übergewinne der Banken und Energieversorger versucht Pedro Sánchez in Spanien die politische Initiative zurückzugewinnen. Mit dem Geld will er die Bürger entlasten.
Immer mehr europäische Staaten wollen die „Profiteure“ der hohen Energiepreise zur Kasse bitten.
Spanien stellt sich mit einem neuen Gesetz der Erinnerung an den Bürgerkrieg und die Diktatur Francos. Die knappe Mehrheit für das Vorhaben und die heftige Kritik daran zeigen, wie schwer das ist.
In Spanien streitet die linke Minderheitsregierung über die Zusagen, die Ministerpräsident Sánchez der NATO gemacht hat. „Geld für Waffen auf Verlangen einer ausländischen Macht auszugeben“, sei nicht das, was das Land brauche.
Der NATO-Gipfel endet mit einer Debatte über Terrorismus und Instabilität in Afrika und Nahost. Der türkische Präsident droht mit dem nächsten Veto gegen eine Erweiterung der Allianz.
Vor 40 Jahren war die spanische Linke geschlossen gegen die NATO. Am Sonntag demonstrierten in Madrid nur noch wenige tausend gegen sie. Die meisten Spanier sind heute überzeugte Atlantiker.
Bei dem Versuch, nach Melilla zu gelangen, kamen mehr als 30 Migranten ums Leben, berichten Menschenrechtler. Sie fordern eine Untersuchung und kritisieren die Sicherheitszusammenarbeit mit Marokko.
Hunderte Migranten haben versucht, den Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla zu überwinden. Die Zahl der Toten hat sich spanischen Medien zufolge über Nacht auf 18 erhöht. Menschen kamen im Gedränge oder durch Stürze vom Zaun ums Leben.
Fast vier Jahrzehnte regierten die Sozialisten in Andalusien, jetzt hat dort die konservative PP die absolute Mehrheit erobert – nächstes Jahr auch in Madrid?
Die konservative Volkspartei kann in der einstigen Hochburg der Sozialisten künftig ohne die Rechtspopulisten allein regieren. Die Vox-Partei bleibt unter den Erwartungen.
Der Streit über die Westsahara eskaliert. Algier friert auch die Handelsbeziehungen zu Spanien ein. Folgen bald die Erdgaslieferungen?
In der Nacht auf Donnerstag mussten in der Touristenhochburg Costa del Sol mehr als 3000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Rund 500 Feuerwehrleute kämpfen gegen Waldbrände.
Die spanische Verteidigungsministerin verspricht der Ukraine die „totale Solidarität“, ob dazu bald auch Leopard-Panzer gehören, ist noch nicht klar.
Manfred Weber ist neuer Vorsitzender der größten europäischen Parteienfamilie EVP. Bei seiner Antrittsrede übt der CSU-Politiker scharfe Kritik an der Russlandpolitik der Bundesregierung.
Seit 654 Tagen lebt Juan Carlos in Abu Dhabi. Sein erster Kurzbesuch in Spanien führt ihn erst zu seinen Segelfreunden, dann zu seiner Familie nach Madrid.
Der ehemalige König Spaniens war in seinem Land wegen Verdachts auf Korruption und Steuerhinterziehung in Ungnade gefallen. Nun kehrt er für einen Kurzbesuch zurück – die Spanier begegnen ihm mit gemischten Gefühlen.
Der Pegasus-Skandal hat in Spanien eine der schwersten Regierungskrisen der vergangenen Jahre ausgelöst. Nun muss Paz Esteban gehen.
Auf dem Höhepunkt der Krise mit Marokko soll vor einem Jahr auch auch die damalige spanische Außenministerin Arancha González Laya ausgespäht worden sein. Wer der Urheber war, bleibt ein Rätsel.
In Spanien wurden nicht nur die Mobiltelefone katalanischer Separatisten ausgespäht. Auch die Geräte des spanischen Ministerpräsidenten und der Verteidigungsministerin sind betroffen. Der Verdacht richtet sich aufs Ausland.
Der Abhör-Skandal vergiftet das politische Klima in Spanien. Fast hätte die linke Minderheitsregierung eine entscheidende Abstimmung über ein 16-Milliarden-Hilfsprogramm verloren.
Im Zuge des Pegasus-Spionageskandals verlangt der katalanische Regionalpräsident Pere Aragonès schonungslose Aufklärung. Die Regierung von Predro Sánchez gerät zunehmend in Bedrängnis.
Nach Erkenntnissen der Organisation „Citizen Lab“ sollen die Mobiltelefone von 63 katalanischen Separatisten mit der Software angegriffen worden sein.
Vor zehn Jahren stürzte Juan Carlos die spanische Monarchie in eine tiefe Krise, die immer noch nachwirkt: Nun muss er sich womöglich in London gegen den Vorwurf der Belästigung verteidigen.
Vor zehn Jahren stürzte Juan Carlos die spanische Monarchie in eine tiefe Krise, die immer noch nachwirkt: Nun muss er sich womöglich in London gegen den Vorwurf der Belästigung verteidigen.
Nach Monaten der Krise empfängt der marokkanische König überraschend Spaniens Ministerpräsidenten – mitten im Fastenmonat Ramadan. Damit will er Pedro Sánchez nach dessen Kehrtwende im Westsahara-Konflikt den Rücken stärken.
Spanien hatte Algerien als zuverlässigen Geschäftspartner empfohlen. Es könne die Abhängigkeit von Russland verringern. Ein Konflikt lässt Zweifel aufkommen.
Geschlossenheit gegenüber Russland in seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs in der EU das Gebot der Stunde. Dabei sind sich die Staaten bei den Folgen für die Energiesicherheit, die hohen Preise und den Klimaschutz alles andere als einig.
In Madrid und vielen anderen Städten wächst die Ungeduld: Lastwagenfahrer und Fischer streiken, Bauern demonstrieren. Sie wollen, dass die Regierung sie bei den Energiepreisen entlastet.
Die spanische Regierung gibt ihre Neutralität im Westsahara-Konflikt auf und kann sich eine Autonomie der Region innerhalb Marokkos vorstellen. Algerien zieht den Botschafter in Madrid ab.
Die regierende Linkskoalition in Spanien will künftig die Bahnhöfe des Landes nach prominenten Frauen aus der Kultur und Politik benennen. Das stößt auf den Widerstand der Konservativen.