Nach der Show ist vor der Show
Der Parteitag verlief ohne größere Pannen, entsprechend selbstbewusst gibt sich die CDU nun – und kündigt digitale Schlagkraft an.
Der Parteitag verlief ohne größere Pannen, entsprechend selbstbewusst gibt sich die CDU nun – und kündigt digitale Schlagkraft an.
Findet die CDU nach dem Parteitag zur Einigkeit zurück? Was wird aus Friedrich Merz? Und was bedeutet die Wahl Armin Laschets für die Kanzlerkandidatur? Fragen an den CSU-Vorsitzenden Markus Söder.
Jens Spahn hat seinen umstrittenen Auftritt beim CDU-Parteitag bedauert. Der Gesundheitsminister hatte die Fragerunde zu einem Plädoyer für Armin Laschet genutzt. Danach erhielt er bei der Wahl der Stellvertreter das schlechteste Ergebnis.
Der hessische Ministerpräsident ging ein hohes Risiko ein, als er vor dem CDU-Parteitag für Armin Laschet warb. Mit dessen Wahlsieg wird Volker Bouffier auf nationaler Ebene weiter gefragt sein – und im eigenen Bundesland gestärkt.
Die CDU zeigt, wie ein digitaler Parteitag geht. Auch wenn ein Mann aus Sinzig vergeblich vor seinem Bildschirm eine Frage stellen will.
Laschet hat sich auf dem ersten digitalen Parteitag der Christdemokraten in der Stichwahl mit 521 Stimmen gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz durchgesetzt. In Düsseldorf sah man den Wahlsieg mit gemischten Gefühlen:
Hans-Werner Adams war der heimliche Star des CDU-Parteitags – obwohl er gar nichts gesagt hat. Im Interview spricht der CDU-Delegierte über Probleme mit der Technik, Fassbier – und seine Meinung zum Ausgang der Wahl zum Vorsitzenden.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet wird neuer Vorsitzender der CDU. Er setzte sich in einer Stichwahl auf einem Digital-Parteitag gegen den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz durch.
Annegret Kramp-Karrenbauer wäre vielleicht noch die CDU-Vorsitzende der Zukunft und sogar Kanzlerin, wenn sie es gewollt hätte. Aber sie wollte Angela Merkel nicht stürzen.
Zu Beginn des CDU-Parteitags gibt es viel Schulterklopfen für die scheidende Vorsitzende Kramp-Karrenbauer – nur Angela Merkel spricht lieber über ihre eigenen Leistungen. Und Markus Söder vom spannenden Aufstieg.
Otto Wulff ist der älteste Delegierte auf dem digitalen CDU-Parteitag, Lilli Fischer die jüngste. Mehr als sechzig Jahre Parteigeschichte liegen zwischen ihnen. Jetzt wählt die Partei eine neue Spitze und sie schreiben das nächste Kapitel.
Noch nie gab es einen so großen digitalen Parteitag wie jetzt bei der CDU. Die 1001 Delegierten sind neugierig, vermissen aber Bühne und Saal.
Die CDU lädt zu ihrem Parteitag ein, Peter Altmaier versprüht Optimismus, und die Kanzlerin möchte früher mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Newsletter.
Die scheidende CDU-Vorsitzende bestätigt im F.A.Z.-Interview, dass in der CDU über ein vorzeitiges Ende der Ära Merkel diskutiert wurde, nennt ihre Erfolge an der Parteispitze – und spricht sich indirekt für einen der Kandidaten um den CDU-Vorsitz aus.
Der SPD-Kanzlerkandidat lässt sich beim Juso-Parteitag in Hamburg zuschalten. Dort wird er mit Begeisterung begrüßt. Er teilt kräftig gegen den Koalitionspartner aus.
Es gebe in der Union mehrere Personen, denen er diese Aufgabe zutraue, sagt Ralph Brinkhaus. Zu seinen eigenen Ambitionen auf Kanzlerkandidatur oder CDU-Vorsitz äußert er sich nicht, betont aber seine Bedeutung als Fraktionschef.
Die Grünen haben es vorgemacht, als sie ihr Grundsatzprogramm online beschlossen. Aber ein digitaler Parteitag mit 1001 Delegierten und einer Vorsitzendenwahl – das ist eine ganz andere Herausforderung.
In zwei Wochen wählt die CDU ihren neuen Vorsitzenden. Wie lange kann er sich in der Kanzlerkandidatenfrage bedeckt halten? In der Parteispitze rät Volker Bouffier zur Eile – und Silvia Breher zur Ruhe.
Norbert Röttgen will Vorsitzender der CDU werden. Er startete als Außenseiter. Doch das ist vorbei.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble im F.A.Z.-Interview über die Folgen der Pandemie für das Parlament, das Rennen um den CDU-Vorsitz – und wie wenig Raum neben Merkel bleibt.
Die Partei wird ihren neuen Vorsitzenden bei einem Digital-Parteitag wählen. Am 15. und 16. Januar sollen sich die Kandidaten für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Wahl stellen, später wird der Sieger per Briefwahl bestätigt.
Die CDU hält ihren Parteitag tatsächlich im Januar ab. Der neue Vorsitzende wird digital gewählt, das Ergebnis danach per Brief bestätigt. Die Kandidaten Merz, Laschet und Röttgen sollen damit einverstanden sein.
Jörg Meuthen war lange Zeit nur der B-Vorsitzende der AfD. Doch in diesem Jahr ist er ihr starker Mann geworden und führt die Partei wie keiner zuvor. Aber wohin will er eigentlich?
AfD-Chef Jörg Meuthen warnte in seiner Rede vor rechten Provokateuren in der Partei. Er wurde dafür heftig kritisiert. Nun greifen ihn die Vorsitzenden der Bundestagsfraktion an. Es sei seine Aufgabe, Zusammenhalt herzustellen, nicht zu spalten, sagt Alice Weidel.
Es war nicht der übliche Streit, der auf dem AfD-Parteitag tobte: Die Mehrheit, die es mit Meuthen hielt, zeigte sich diszipliniert und gut organisiert. Das Höcke-Lager geriet in die Defensive.
Annegret Kramp-Karrenbauer muss die Suche nach ihrem Nachfolger moderieren. Ab und an platzt ihr dabei der Kragen.
Auf dem Parteitag der AfD wirft Meuthen den radikalen Kräften in der Partei vor, dieser zu schaden. Das Verhalten und den Sprachgebrauch vieler Funktionsträger kritisiert der Vorsitzende scharf – und greift auch unverhohlen Gauland an.
Franziska Giffey und Raed Saleh werden zu neuen Vorsitzenden der Berliner SPD gewählt. Die Bundesfamilienministerin kündigt an, bei der Bürgermeisterwahl anzutreten. Bei dem Parteitag wird auch klar: Andere Optionen hat die SPD nicht.
Die AfD setzt auf ihrem Parteitag auf nationalistische Töne und ein Grundeinkommen, das nur scheinbar sozial ist. Hartz-IV-Empfänger würden weniger Geld erhalten.
Rund 600 Delegierte wollen auf dem Gelände des einstigen Kernkraftwerks in Kalkar über ein Rentenkonzept debattieren – unter strikter Einhaltung der Maskenpflicht, sonst droht ein Abbruch.
Die CDU hat eine Lösung für die Wahl ihres neuen Vorsitzenden gefunden, die auch rechtlich abgesichert ist. Einer Entscheidung Anfang des Jahres scheint damit nichts mehr im Wege zu stehen.
Die Grünen machen auf Loriot. Ihr Versuch, uns die Angst zu nehmen, war jedoch zum Gruseln.
Die Grünen wollen die Steuern erhöhen und sprechen sich auf ihrem Parteitag für ein Grundeinkommen aus. Damit setzt sich die Basis gegen die Spitze durch.
Krankenkassen sollen nach dem Willen der Grünen nur noch Leistungen übernehmen, „deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist“. Dem Homöopathie-Kompromiss ging ein „nicht ganz einfacher Prozess“ voraus.
Der erste virtuelle Grünen-Parteitag läuft auch am Sonntag weiter, doch am Ende des ersten Tages zeichnet sich ein eindeutiges Bild ab: Beim 1,5-Grad-Ziel setzt sich die idealistischere Parteibasis durch, lässt dafür bei anderen Themen vorerst locker.
Für Baerbock das Wirtschafts-, für Habeck das Finanzministerium? Die Grünen lassen auf ihrem Parteitag keinen Zweifel, dass sie sich nicht mit B-Ministerien zufriedengeben würden. Unternehmer warnen: Das wird teuer.