Ein Riss geht durch die Partei
Der Irankrieg spaltet die AfD. Weidel und Chrupalla äußern Kritik, der außenpolitische Sprecher lobt Trump. Eine Benzinpreis-Kampagne soll davon ablenken.
Im Lagerkampf der AfD in NRW kann sich vorerst der gemäßigt auftretende Vorsitzende Vincentz durchsetzen. Dass der Kampf damit nicht vorbei ist, zeigt auch der Auftritt Alice Weidels.
Alice Weidel wird 1979 im nordrhein-westfälischen Gütersloh geboren und wächst im Münsterland auf. Nach dem Abitur studiert sie in Bayreuth Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Nach ihrem exzellenten Abschluss arbeitet sie für ein Jahr als Analystin bei Goldman Sachs und beginnt 2005 mit ihrer Doktorarbeit zum Thema „Das Rentensystem der Volksrepublik China“, die sie 2011 mit der Promotion abschließt. Danach ist sie zwei Jahre lang bei der Allianz Global Investors als Angestellte tätig. Seit 2013 ist Alice Weidel selbstständige Unternehmensberaterin.
Ihr politischer Werdegang
Im Jahr 2013 tritt Weidel in die AfD Baden-Württemberg ein und wird 2015 in den Bundesvorstand gewählt. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg 2016 kandidiert sie ohne Erfolg für den Landtag. Auch die Stichwahl für den Posten des Landesvorsitzenden verliert sie im März 2017 gegen ihren Konkurrenten Ralf Özkara. Nur einen Monat später wird sie jedoch auf dem Bundesparteitag der AfD in Köln zusammen mit Alexander Gauland zur Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017 gewählt. Seit September 2017 ist sie Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion. Von Februar 2020 bis Juli 2022 war Weidel Sprecherin des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg. Seit Juni 2022 ist sie zusammen mit Tino Chrupalla Bundessprecherin der Partei.
Wofür sie steht: Das Wahlprogramm der AfD
Alice Weidels Partei, die Alternative für Deutschland (AfD), spricht sich dafür aus, Deutschland als souveränen Staat zu erhalten, den Euroraum zu verlassen und die Außenpolitik an deutschen Interessen auszurichten. Innenpolitisch stehen Themen wie Innere Sicherheit, Schließung der Grenzen zur Beschränkung der Zuwanderung sowie Stärkung des „klassischen“ Familienbildes im Fokus des Programms. Die ursprünglich rechtsliberale Partei wird mittlerweile als rechtspopulistisch eingestuft.
Der Irankrieg spaltet die AfD. Weidel und Chrupalla äußern Kritik, der außenpolitische Sprecher lobt Trump. Eine Benzinpreis-Kampagne soll davon ablenken.
In Rockenhausen füllt die AfD die Donnersberghalle mit knapp tausend Zuschauern. Von der Verwandtenaffäre gibt sie sich unbeeindruckt. Eine Reportage aus der Nordpfalz.
Die AfD-Bundesvorsitzende zeigt sich offen für eine Gesetzesnovelle gegen Vetternwirtschaft, die auch Verwandte in Behörden in den Blick nimmt. In Niedersachsen gibt es derweil neue Vorwürfe.
Manche in der AfD wollen eine Behörde wie ICE, um die Abschiebequote zu erhöhen. Aber nicht nur in diesem Fall ist es für die Partei heikel, Trumps Politik zu loben.
Die Partei von Weidel und Chrupalla freut sich über starke Umfragen und Wahlergebnisse. Um sich Volkspartei nennen zu können, fehlt aber etwas.
Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner und die AfD-Abgeordnete Lena Kotré sprechen über „Remigration“. Dabei sticheln sie gegen die AfD-Führung.
Der Spaß an der Selbstverstümmelung und die Bedrohung durch Putin sprechen gegen ein Böllerverbot. Aber wir dürfen auch Trump nicht vergessen.
Schaut man auf die Umfragen der Firma INSA und das, was Springers Medien daraus machen, führt am Siegeszug der AfD und dem Fall der „Brandmauer“ kein Weg mehr vorbei. Doch dazu ergeben sich Fragen.
Im Interview bei „Welt“-TV stellt AfD-Chefin Alice Weidel die Legitimation des Verfassungsschutzes in Frage. Auf Nazi-Parolen in ihrer Partei will sie nicht angesprochen werden.
Man muss nicht wissen, dass die Hitlerjugend sich „Jugend führt Jugend“ zu eigen gemacht hat. Pfadfinder nutzen den Spruch bis heute. Doch nicht darum kursiert er in der AfD-Jugend.
Björn Höcke polemisiert im Thüringer Landtag gegen die Wehrpflicht. Seine Kampagne verbindet Angriffe auf den Rechtsstaat mit Lob für Putins Politik.
Michael Otto ist einer der bekanntesten Unternehmer Deutschlands. Der 82-Jährige hat eine klare Meinung, ob Deutsche länger arbeiten müssen und die Wirtschaft mit der AfD reden soll. Und er verrät, warum er vor 25 Jahren nicht in Amazon investiert hat.
Die AfD bekommt mit der Generation Deutschland an diesem Wochenende eine neue Parteijugend. Wir sprechen mit einem Aussteiger aus der Vorgängerorganisation Junge Alternative.
Die AfD streitet über ihr Verhältnis zu Russland. Parteichefin Weidel gibt sich kritisch – während drei AfD-Politiker sich bei einer Reise wieder einmal sehr angetan zeigen.
Einige AfD-Politiker wollen nach Russland reisen. Das gefällt manchen in der Partei nicht. Sie sehen ihren Plan in Gefahr, die Union vor die Brandmauer zu locken.
Die Fraktionsspitze um Weidel genehmigt die umstrittene Mission in Putins Reich. Die Nähe zu einem Diktator wird nicht mehr versteckt.
Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel scheut nicht einmal davor zurück, verstorbene AfD-Kandidaten für das Opferspiel ihrer Partei zu instrumentalisieren. Leider verfängt dieses Geschäft mit Angst und Unsinn.
Nach dem Eklat beim ARD-Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel nehmen Aktivisten weitere Interviews ins Visier. Die Fernsehsender müssen ihre „Sommerinterviews“ einrichten wie konspirative Treffen. Wohin führt das?
Die AfD wird unterschätzt: nicht in ihrer Radikalität, sondern in ihrer Professionalität. Das nützt ihr.
Maximilian Krahs ehemaliger Mitarbeiter Jian G. soll auch Wissen über die AfD-Spitze gesammelt haben. Jetzt steht der Deutsch-Chinese vor Gericht – und könnte für neue Unruhe in der Partei sorgen.
Hat Alice Weidel nun Vicky Leandros zugehört oder nicht? Und wie persifliert Cora Schumacher ihren Exmann? Die Herzblatt-Geschichten.
Die ARD hätte das Sommerinterview mit Alice Weidel abbrechen sollen, heißt es jetzt im Nachhinein. Kann sein, aber nicht wegen der lautstarken Proteste im Hintergrund.
Die Schlossherrin hat zu ihren berüchtigten Schlossfestspielen sowohl Vicky Leandros eingeladen als auch Alice Weidel. Das sorgte für Unmut – und die AfD-Bundessprecherin zog sich zurück.
Das Dauerbeschallen des ARD-Interviews mit Alice Weidel offenbart ein selektives Verständnis von Freiheit. Wären Angela Merkel oder Robert Habeck nicht zu Wort gekommen, hätte man wohl von Staatsversagen gesprochen.
Ein Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel wird stark gestört. Nicht nur aus ihrer eigenen Partei gibt es dafür Kritik. Wurde so maskiert, was Weidel eigentlich sagt?
Das „Sommerinterview“ mit Alice Weidel lief am Sonntag in der ARD weiter, obwohl Demonstranten ohrenbetäubenden Lärm machten. Das nutzt der AfD und blamiert den öffentlich-rechtlichen Sender.
Musik, Trillerpfeifen, Rufe: Das ARD-„Sommerinterview“ mit AfD-Chefin Alice Weidel ist am Sonntag wegen einer Störaktion für die Zuschauer nur schwer zu verfolgen. Die ARD ist konsterniert. Und die AfD will eine Wiederholung.
Früher klagte er über „Umvolkung“, jetzt gibt er sich Migranten gegenüber versöhnlich. In der AfD sehen viele die Wende ihres Parteifreundes mit Misstrauen – denn sie wissen nicht, ob er dabei bleibt.
Ein Fotograf macht im Bundestag Fotos für die F.A.Z., auch von Alice Weidel. Sie irritiert das – und schickt zwei Sicherheitsleute los, um den Journalisten zur Rede zu stellen.
Paradoxe Stimmungslage +++ Mütterrente +++ Alice Weidel
In der Haushaltsdebatte versucht Bundeskanzler Friedrich Merz, die AfD in die Schranken zu weisen – und lobt die Leistungen seiner Regierung. Die SPD belässt es bei kleinen Sticheleien gegen die Union. Und immer wieder geht es um die Maskenbeschaffungen von Jens Spahn.
AfD-Fraktionschefin Weidel hat die Generaldebatte zum Haushalt eröffnet. Der Kanzler reagiert direkt – und greift sie scharf an. Auch der Unionsfraktionschef kritisiert die AfD. Verfolgen Sie die Reden im Livestream.
Der Bundeskanzler verteidigt in der Generaldebatte die Schuldenpolitik der Ampel, die Zeit für eine Zoll-Einigung mit den USA verrinnt, und Frankfurt braucht nach dem Streit über die Drogenpolitik eine neue Regierungsmehrheit. Der F.A.Z. Frühdenker.
Die AfD will gemäßigt auftreten und nicht mehr nur dem rechten Rand gefallen, sondern auch der Mitte. Kann diese Strategie funktionieren?
Die AfD gibt sich gern volksnah. Da stößt es manchen in der Fraktion übel auf, dass Weidel und Chrupalla nun deutlich mehr Geld für ihre Arbeit beanspruchen.