Triviales wäre uns lieber
Im Gaza-Streifen tobt ein Krieg, der ebenso Unschuldige das Leben kostet wie der Abschuss von Flug MH 17 in der Ukraine. Dagegen nehmen sich die Wirtschaftsnachrichten trivial aus.
Im Gaza-Streifen tobt ein Krieg, der ebenso Unschuldige das Leben kostet wie der Abschuss von Flug MH 17 in der Ukraine. Dagegen nehmen sich die Wirtschaftsnachrichten trivial aus.
Die Zahl der Toten und Verletzten in Gaza steigt weiter, tausende Palästinenser sind auf der Flucht. Israelische Soldaten gerieten bei der Offensive unter starken Beschuss, 13 wurden getötet. Eine von der Hamas gemeldete Entführung dementierte Israel.
Das Leid der Zivilbevölkerung wird weitergehen. Denn die israelische Armee hat gerade erst begonnen, ihre Ziele abzuarbeiten. Und allein mit einer Bodenoffensive wird es ihr nicht gelingen, der Hamas ihre Terrorbasis zu entziehen.
Die Angst der Stadt Frankfurt vor erneuten Ausschreitungen war groß. Doch eine Kundgebung am Sonntag gegen den israelischen Einsatz in Gaza ist friedlich geblieben.
Tausende Palästinenser verlassen ihre Heimat, sie fliehen vor dem Krieg. Auf den Straßen im Gazastreifen liegen Tote und Verletzte – und Israel droht, die Offensive in Gaza „signifikant auszuweiten“. Bilder eines schrecklichen Krieges.
Die neue Runde des alten Konflikts ist für viele Kinder im Gazastreifen schon der dritte Waffengang, den sie miterleben. 50.000 von ihnen brauchen dringend professionelle Hilfe, um Verletzungen und den Tod von Verwandten zu verarbeiten.
Mindestens 87 Palästinenser sind am Sonntag nach Angaben von Ärzten im Gazastreifen bei israelischen Angriffen getötet worden. So viele Tote gab es in dem besetzten Gebiet seit fünf Jahren nicht mehr.
Bei einem Gefecht mit Hamas-Kämpfern sind zwei israelische Soldaten getötet worden. Abermals waren Palästinenser durch einen Tunnel auf israelisches Gebiet vorgedrungen.
Um die Hamas militärisch zu besiegen, müsste Israel den ganzen Gazastreifen besetzen. Dafür sind die Kosten zu hoch. Auch politisch wird das Umfeld für eine Lösung des Nahost-Konflikts immer schwieriger.
Durch einen israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen sind in der Nacht mehrere Menschen getötet worden. Seit Beginn der Offensive starben damit wohl mehr als 300 Palästinenser.
Die Hassparolen auf Anti-Israel-Demonstrationen in ganz Deutschland sind schlimmste Hetze. Gut, dass Frankfurter Politiker für die Freundschaft mit Israel werben.
Gegen die aus Tunneln geführten Attacken der Hamas fand Israels Armee bisher kein militärisches Mittel. Die Bodenoffensive in Gaza mit tausenden Soldaten soll die palästinensischen Kämpfer nun entscheidend schwächen.
Ministerpräsident Netanjahu hat angeordnet, dass sich die israelische Armee darauf vorbereitet, die Bodenoffensive im Gazastreifen auszuweiten. Bisher war von einer „begrenzten Operation“ gegen die Hamas die Rede.
Die israelische Armee hat den Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen bekanntgegeben. Ziel sei es, gegen die „Terrortunnel aus dem Gazastreifen nach Israel“ vorzugehen, teilte das Büro von Ministerpräsident Netanjahu mit.
Der Abschuss eines malaysischen Passagierflugzeugs über der Ukraine und die Bodenoffensive in Gaza reißen die Börsianer aus ihrer Sommerlethargie.
Ihre Verbundenheit mit Israel haben rund 500 Männer und Frauen in Frankfurt ausgedrückt, unter ihnen auch Rathauschef Feldmann. Auf Plakaten hieß es: „Free Gaza from Hamas“ oder „Israel muss sich verteidigen“.
Unmittelbar nach dem Ende einer fünf Stunden langen Feuerpause heulen in Israel wieder die Sirenen. In Kairo wird mit der Hamas weiter um eine längere Waffenruhe gerungen. Erste Berichte über eine Einigung bestätigen sich nicht.
Die Gaza-Krise ist allgegenwärtig, auch weil ununterbrochen darüber berichtet wird. Wo man geht, steht, lebt und isst, ist das israelische Fernsehen mit seinen Frontberichten dabei.
Auch wenn zurzeit Feuerpause ist: Bilder von Israelis, die auf einem Hügel nahe der Stadt Sderot ihre Gartenstühle aufstellen, um zuzuschauen, wie der Gazastreifen bombardiert wird, sorgen für Empörung - und eine Debatte auch im eigenen Land.
Tausende Franzosen demonstrieren teilweise gewalttätig gegen Israels Militäroperation in Gaza – und versetzen jüdische Gemeinden in Angst und Schrecken.
Die israelische Luftwaffe ist am Donnerstagmorgen abermals Luftangriffe gegen den Gazastreifen geflogen. Von zehn Uhr an sollen dann die Waffen für fünf Stunden schweigen. Auch die Hamas hatte zuletzt einer Feuerpause zugestimmt.
Nachdem vier Jungen beim Spielen am Strand von Gaza durch israelische Raketen getötet wurden, hat Israels Militär der Bitte der Vereinten Nationen nach einer Feuerpause stattgegeben. Die Zahl der Toten und Verletzten steigt derzeit unaufhörlich.
Der Konflikt mit der Hamas stellt die israelische Regierung auf die Probe. Kabinettsmitglieder fallen Ministerpräsident Netanjahu in den Rücken. Aber der lässt sich nicht alles bieten.
Nach dem Tod eines israelischen Zivilisten nimmt Israel die Hamas-Führung ins Visier. Wohnhäuser führender Politiker wurden in der Nacht zerstört. Die Zahl der Toten im Gazastreifen steigt auf über 200.
Nachdem erstmals ein israelischer Zivilist durch eine Rakete aus dem Gazastreifen getötet wurde, will Ministerpräsident Netanjahu die Angriffe ausweiten. Außenminister Steinmeier und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rufen derweil weiterhin zur Waffenruhe auf.
Der ägyptische Vorstoß, im Gazastreifen eine Waffenruhe zu vermitteln, scheiterte nach kurzer Zeit. Die Hamas lehnte ihn ab – sie witterte ein falsches Spiel.
Die am Morgen von Israel ausgerufene Waffenruhe ist nach dem andauernden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen schnell wieder vorbei. Die internationalen Friedensbemühungen sind vorerst gescheitert.
Nach der Eskalation der Anti-Israel-Kundgebung in Frankfurt sind viele Fragen zu klären, so auch welche Rolle Salafisten dabei gespielt haben. Die Opposition im Landtag kritisiert das Vorgehen der Polizei scharf.
Trotz internationaler Bemühungen lenken bisher weder Israel noch die Palästinenser ein – beide Seiten stellen neue Forderungen. Doch ein ägyptischer Vorschlag weckt überraschend Hoffnungen.
Israel und die Hamas haben längst eingesehen, dass sie auch dieses Mal die andere Seite nicht besiegen können. Gesucht wird ein gesichtswahrender Ausweg. Aber aus eigener Kraft sind beide Seiten dazu nicht in der Lage.
Eine Kundgebung gegen das israelische Vorgehen in Gaza in Frankfurt eskaliert. Extremisten übernehmen die Kontrolle, die Polizei unterschätzt die Situation völlig - und muss sich nun für ihren Einsatz rechtfertigen. Der Zentralrat der Juden ist schockiert.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat eine Waffenruhe im Nahen Osten gefordert. Ein Vorstoß israelischer Bodentruppen werde zweifellos zu mehr Leid unter Zivilisten führen. Außenminister Steinmeier reist am Montag zu Krisengesprächen in die Region.
Palästinenserpräsident Abbas erhofft sich von den UN Propagandahilfe im Konflikt mit Israel. Dessen Ministerpräsident Netanjahu macht der Hamas in scharfem Ton Vorwürfe. Auch in Deutschland wird demonstriert.
Mittlerweile hat Israel die meisten Ziele im Gazastreifen zerstört, die zu Beginn der Offensive bekannt waren. Doch die Hamas kämpft längst aus unterirdischen Stellungen.
Israelischer Beschuss tötet abermals mindestens 18 Palästinenser. In der selben Nacht dringen Kommandotruppen in den Gazastreifen ein. Die Hamas feuert weiter Raketen auf Israel. Nun will Außenminister Steinmeier in die Region reisen.
In Frankfurt ist eine Protestaktion gegen die Situation in Gaza eskaliert. Einige der 2500 Demonstranten hatten die Polizei mit Steinen beworfen - die wiederum setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Offenbar hatten die Beamten die Situation unterschätzt.