Ein Gift, das keine Chemiewaffe ist?
Russland versucht, Verwirrung um Epibatidin zu stiften, mit dem Alexej Nawalnyj vermutlich getötet wurde. So soll wohl eine Untersuchung verhindert oder delegitimiert werden.
Alexandr Polupan war 2020 an der Rettung Alexej Nawalnyjs beteiligt. Er versteht, warum das Regime beim zweiten Versuch auf ein anderes Gift setzte.
Russland versucht, Verwirrung um Epibatidin zu stiften, mit dem Alexej Nawalnyj vermutlich getötet wurde. So soll wohl eine Untersuchung verhindert oder delegitimiert werden.
Dass Putin den Regimegegner Nawalnyj im Straflager ermorden ließ, ist keine Überraschung. Aber das eingesetzte Gift wirft Fragen auf, die weit über den konkreten Fall hinausreichen.
Zu den Gesprächen mit Amerikanern und Ukrainern schickt Putin einen verhandlungserprobten Geheimdienstchef. Der Kreml hält an seinen territorialen Maximalforderungen fest.
Der russische Präsident Wladimir Putin ist moralisch verantwortlich für die Vergiftung einer Britin im Jahr 2018. Das hat eine Untersuchungskommission ermittelt. Die Mutter dreier Kinder gestorben, nachdem sie sich mit einer Flüssigkeit aus einer Parfümflasche besprüht hatte.
Nach dem Nowitschok-Anschlag in Salisbury 2018 macht eine Untersuchung Putin für den Tod einer Britin „moralisch“ verantwortlich. Großbritannien verhängt Sanktionen gegen den russischen Militärgeheimdienst.
Warum die AfD zwischen Moskau und MAGA vor allem Gefühle mobilisiert – und wieso Fakten gegen Angst oft verpuffen.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall baut in Bulgarien neue Waffenfabriken – sehr zum Unwillen Russlands. Ein einflussreicher bulgarischer Politiker reiste dafür gar zu einem Spiel von Borussia Dortmund.
Am 26. März 2000 wurde Wladimir Putin Präsident. Von Anfang an herrschte er durch Krieg und Terror. Deutschland schaute weg. Blindheit war ja auch profitabel.
Der GRU gilt als der geheimste der russischen Nachrichtendienste. Der Historiker Matthias Uhl schildert Erfolge und Misserfolge des Militärgeheimdienstes von 1918 bis zum Ukrainekrieg.
Die Autobiographie Alexej Nawalnyjs ist ein Dokument der maßlosen Selbstüberschätzung. Und man versteht, warum der mutige Oppositionelle scheiterte.
Alexej Nawalnyjs Autobiographie „Patriot“ ist eine politische Geschichte Russlands und eine große Liebeserzählung – frei von Verbitterung und selbstironisch. Sie erscheint acht Monate nach seinem Tod im Straflager.
Russlands Präsident Wladimir Putin empfängt dutzendweise Staatsgäste. Acht Monate nach Alexej Nawalnyjs Tod erscheint die Autobiographie des schärfsten Kreml-Kritikers. Der F.A.Z. Newsletter
Ein Dokument soll darauf hinweisen, dass Nawalnyj in Haft getötet wurde. Währenddessen streiten die exilierten Regimegegner untereinander. In ihrer Heimat geht die Repression weiter.
Mit Hitler hätte man so nicht paktiert: Mit der Freipressung des Tiergartenmörders hat Russland bewiesen, dass es verhandlungsbereit ist – zu seinen Bedingungen. Ein Gastbeitrag.
Für Putins Geiseln ist die Freilassung ein Glück. Der Preis, den der Westen dafür zahlt, ist jedoch hoch. Nun steht fest, dass er sich einem Erpresser fügt.
Westliche Politiker schwiegen eisern zur Frage eines Gefangenenaustauschs. Doch seit Mitte Juli mehrten sich die Anzeichen, dass eine größere Operation bevorsteht. Eine Rekonstruktion.
Die Konferenz in der Schweiz soll auch ohne Russland einen Weg zum Frieden vorbereiten. Kann das gelingen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Wir sprechen mit Claudia Major über die Durchbrüche der Russen an der Front. Und hören noch einmal nach, was Generalinspekteur Carsten Breuer beim F.A.Z. Kongress zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands gesagt hat.
Nach amerikanischer Darstellung hat Russland Chlorpikrin eingesetzt, um „taktische Gewinne auf dem Schlachtfeld zu erzielen“. Moskau streitet das ab.
Die Grenzen der gegenwärtigen Menschenrechtssysteme sind durch den Härtetest Russlands offenkundig geworden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gleicht einem Dampfschiff auf dem Trockenen.
Putin sieht sich durch die offiziellen Zustimmungsrekorde, die ihm sein Apparat liefert, bestätigt. Der Krieg hat für ihn Priorität, die Initiative sieht er bei seinen Truppen. Sogar den Namen seines wichtigsten, aber toten Gegners nennt er.
Putin hat es bisher vermieden, den Namen seines Gegners auszusprechen und ihn so aufzuwerten. Nun bestätigt er, dass bis kurz vor Nawalnyjs Tod über dessen Austausch verhandelt wurde. Trump gibt er Schützenhilfe.
„Nawalny ist unser Präsident“, riefen junge Leute bei der Beerdigung. Sollte ich jemals jemandem meine Stimme geben, dann diesen Menschen. Nur Spießer verstehen nicht, was Russland, auch nach seinem Tod, am Heldenmut Nawalnys hat. Ein Gastbeitrag.
Russische Drohungen +++ Entscheidung über Auslieferung von Julian Assange +++ Muslimisch-jüdische Kolumne
In den Streit um die Taurus-Lieferung an die Ukraine platzt Moskau mit einem abgehörten Gespräch. Russland versucht den Kanzler vor sich herzutreiben – und auch in Deutschland wächst der Druck.
Tausende trotzen Drohungen des Machtapparats, um sich in Moskau von Alexej Nawalnyj zu verabschieden. Sie würdigen Putins größten Gegner als Freiheitskämpfer und Märtyrer.
Nach dem Tod Alexej Nawalnyjs fordert dessen Mutter Putin auf, eine würdevolle Bestattung zu ermöglichen. Auch das Schicksal anderer inhaftierter Oppositioneller gerät in den Blick.
Nach dem Tod des Regimekritikers Alexej Nawalnyj in sibirischer Haft sprechen wir mit dem F.A.Z.-Korrespondenten für Russland, Friedrich Schmidt, sowie dem ehemaligen deutschen Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch.
Die Bundesregierung hat wegen des Todes von Alexej Nawalnyj den russischen Botschafter einbestellt. Das Auswärtige Amt kritisiert das brutale Vorgehen der russischen Justiz gegen Andersdenkende.
Viele Russen trauern um den Oppositionspolitiker. Dessen Leichnam wird nicht herausgegeben. Verräterische Spuren könnten durch den Zeitverlust verloren gehen.
Alexej Nawalnyj musste wissen, welchen Preis seine Rückkehr in die Heimat haben konnte. Doch er hat das Risiko in Kauf genommen. Für Russland kann er eines Tages so wichtig werden, wie die Weiße Rose für Deutschland.
Er war unbequem und unbeugsam – bis zu seinem Tod. Das Regime rächte sich mit zahlreichen Anschlägen. Jetzt ist Alexej Nawalnyj in einem Straflager am Polarkreis gestorben.
Nawalnyj galt als Putins schärfster innenpolitischer Kritiker. Am Freitag teilte die Gefängnisverwaltung mit, dass er gestorben ist. Nawalnyjs Team erklärte, es habe bislang keine Bestätigung für den Tod des Oppositionellen erhalten.
Xenija Fadejewa war seit 2017 Teil von Alexej Nawalnyjs Tomsker Vertretung. In der westsibirischen Stadt wurde der Mordanschlag auf Russlands bekanntesten Oppositionellen verübt.
Russland vor den Präsidentenwahlen 2024: Nach knapp drei Wochen der Ungewissheit meldet sich Alexej Nawalnyj wieder zu Wort. Eine potentielle Gegenkandidatin Putins wird unterdessen ausgeschlossen.