Schikanen gegen die Bundeswehr in Mali
Nach dem Abzug Frankreichs versucht Malis Militärregierung die MINUSMA-Mission zu vergraulen. Das bekommen auch die deutschen Soldaten zu spüren.
Nach dem Abzug Frankreichs versucht Malis Militärregierung die MINUSMA-Mission zu vergraulen. Das bekommen auch die deutschen Soldaten zu spüren.
Ohne die Überflugrechte kann eine lückenlose Rettungskette für die deutschen Soldaten nicht mehr sichergestellt werden. Darüber hinaus müssen Soldaten der Bundeswehr einen Teil des Flughafens in Bamako verlassen.
Bundeswehrsoldaten sollen zur Stabilität Malis beitragen. Doch die Spannungen mit Staaten, die sich an der UN-Mission Minusma beteiligen, nehmen zu. Am Mittwoch will der Verteidigungsausschuss in Berlin über die Lage beraten.
Frankreichs Präsident spürt auf seiner Afrika-Reise die Folgen der russischen Propaganda. Moskau wirft er eine „hybride Präsenz“ vor. Sie schade europäischen und afrikanischen Interessen.
Die Bundeswehr-Angehörigen wollten mit einem zivilen Flug das Land verlassen. Das Verteidigungsministerium wertet das Vorgehen als Schikane.
Bamako ließ ivorische Soldaten festnehmen, die zur Unterstützung des deutschen Kontingents im Land waren.
Soldaten aus der Elfenbeinküste sollten eine UN-Mission in Mali schützen. Doch Mali hält sie für illegale Söldner und hat sie festgenommen. Kritik daran kommt von der Bundesregierung.
Fünf weitere Soldaten wurden schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich zwischen dem Dorf Tessalit und der Stadt Gao im Norden. Die UN hatte die Friedensmission in Mali erst im Juni um ein weiteres Jahr verlängert.
Damit reagiert die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas auf neue Terminversprechen für Wahlen der Militärregierung. Die Sanktionen hatten zuvor nicht die erhoffte Wirkung.
Der NATO-Gipfel endet mit einer Debatte über Terrorismus und Instabilität in Afrika und Nahost. Der türkische Präsident droht mit dem nächsten Veto gegen eine Erweiterung der Allianz.
In dem krisengebeutelten Land in Westafrika ist es zu einem besonders schweren Angriff gekommen. Behördenvertreter berichten von einem regelrechten Massaker.
Bundeskanzler Olaf Scholz lobt in Niger den Einsatz der Bundeswehr, sie leiste „hier Außerordentliches“. Die Partnerschaft mit dem westafrikanischen Land will er festigen.
Niger wird neuer Dreh- und Angelpunkt für westliche Truppen, viele Politiker reisen derzeit in den westafrikanischen Staat – jetzt auch Bundeskanzler Scholz. Doch wie stabil ist das Land?
In Mali hat sich die Sicherheitslage Jahr für Jahr verschlechtert. Trotzdem hat der Bundestag die Bundeswehreinsätze in dem westafrikanischen Land nun verlängert – mit einer Notfallregelung.
Die Militärjunta in Bamako zieht sich aus der multinationalen Militärtruppe der westafrikanischen Sahelzone zurück. Der Austritt erfolgt inmitten erheblicher politischer Spannungen zwischen Mali und Frankreich.
Frankreich will seine Kampfhubschrauber aus Mali abziehen. Verteidigungsministerin Lambrecht stellt klar: Gibt es keinen Ersatz, wird auch die Bundeswehr ihren Einsatz nicht verlängern.
Frankreich zieht aus Mali ab, Deutschland will weiter an der dortigen UN-Mission teilnehmen. Die Demokratie von außen zu erzwingen hat allerdings schon in Afghanistan nicht geklappt.
Die Bundesregierung will die Bundeswehr ein weiteres Jahr an der UN-Stabilisierungsoperation MINUSMA in Mali beteiligen – trotz des Rückzugs Frankreichs. CDU und CSU sagen, das neue Mandat sei schlecht vorbereitet.
Deutschland will seine Mali-Unterstützung nun auf die Mission der Vereinten Nationen fokussieren. Doch die Militärregierung in Bamako setzt längst auf Russland. Warum ist die Lage so vertrackt?
Die Bundesregierung will die Einsätze zur Stabilisierung der Region weiterführen, auch wenn die EU-Ausbildungsmission im Mali auf Eis gelegt wird. Ein neuer Schwerpunkt entsteht im Niger.
Berlin will sich zukünftig nicht mehr an der EU-Ausbildungsmission in Mali beteiligen. Der UN-Einsatz MINUSMA soll hingegen fortgeführt werden – und steht vor großen Herausforderungen.
Es könne nicht sein, dass gut ausgebildete malische Soldaten Menschenrechtsverletzungen begingen, sagt Bundesverteidigungsministerin Lambrecht. Deshalb würden die deutschen Truppen abgezogen.
Russische Söldner sollen ein Massengrab in der Nähe eines Militärstützpunktes im Norden Malis angelegt haben. Danach sollen sie versucht haben, diese Gräueltaten der französischen Armee in die Schuhe zu schieben.
Außenministerin Baerbock fordert auf ihrem Besuch von der Übergangsregierung in Mali ein „klares Bekenntnis zur Demokratisierung“. Wie das mit den Putschisten gelingen soll, wird jedoch nicht klar.
Annalena Baerbock besucht Mali und dort auch die deutschen Truppen. Nachdem das Ende des EU-Ausbildungseinsatzes verkündet wurde, wird deren Zukunft im Land heftig debattiert.
Wird die Bundeswehr auch weiterhin in Mali stationiert bleiben? Außenministerin Annalena Baerbock macht sich ein Bild von der Lage im krisengeschüttelten Staat in Westafrika, der mit Russland auf Schmusekurs steht.
Zuletzt trainierten im Rahmen der EU-geführten Mission EUTM Mali etwa 300 deutsche Soldaten malische Armeeangehörige zum Kampf gegen Milizen und Terrorgruppen. Diese Ausbildung wird nach Angaben des EU-Außenbeauftragten Borrell nun vorerst beendet.
Die Lage in Mali ist verfahren. Die Verteidigungsministerin bezweifelt, dass der Bundeswehreinsatz dort noch „mit unseren Werten“ vereinbar ist. Doch ein Abbruch könnte ausgerechnet Russland nützen.
Bei einem Anti-Terror-Einsatz der malischen Armee sollen Hunderte Zivilisten hingerichtet worden sein. Berichten zufolge waren daran auch Söldner der berüchtigten russischen „Gruppe Wagner“ beteiligt.
Bei einer tagelangen Offensive hat die Armee in Mali nach Angaben des Militärstabs mehr als 200 mutmaßliche Terroristen getötet. Berichte über viele Zivilisten unter den Toten bestritt er als „verleumderisch“.
Der Ukrainekrieg verschärft die Lage der Ärmsten in Afrika. Erst waren es Dürren, dann Corona – jetzt sind es die rasant steigenden Preise für Weizenimporte. Selbst versorgen können sich die meisten Länder nicht.
Sechs Wochen nach dem Putsch in Burkina Faso hat das Militärregime einen neuen Ministerpräsidenten ernannt. Er steht einem Technokraten-Kabinett vor. Der abgesetzte Präsident Kaboré soll sich weiterhin unter Hausarrest befinden.
Mehrere afrikanische Länder haben in der UN-Vollversammlung gegen eine Resolution zur Verurteilung des Ukraine-Kriegs gestimmt oder sich der Stimme enthalten. Damit setzen sie viel aufs Spiel.
Viel zu oft hat sich Deutschland herausgehalten, wenn Frankreich über das europäische Vorgehen in Mali entschied. Das muss sich in Zukunft ändern.
Die EU-Sonderbeauftragte für die Sahelzone, Emanuela Del Re, will im Konflikt um russische Söldner in Mali hart bleiben. Kritik an den EU-Einsätzen weist sie im F.A.Z.-Interview zurück.
Die Bundeswehr ist in Mali in zwei Militärmissionen engagiert. Der Abzug der Franzosen macht es noch schwieriger, sie weiterzuführen. Die Skepsis wächst auch in Berlin.