Direkter Draht ins Weiße Haus
In einem Telefonat überzeugt Erdogan Trump, sich aus dem Nordosten Syriens zurückzuziehen. Den Kurden dort droht eine Massenvertreibung – und danach will Ankara Flüchtlinge ansiedeln.
In einem Telefonat überzeugt Erdogan Trump, sich aus dem Nordosten Syriens zurückzuziehen. Den Kurden dort droht eine Massenvertreibung – und danach will Ankara Flüchtlinge ansiedeln.
Die Vereinten Nationen und die EU warnen vor einer türkischen Invasion in Syrien. Der amerikanische Senat will offenbar Sanktionen beschließen. Präsident Trump reagiert, indem er Ankara eine Grenze setzt – die aber schwammig bleibt.
Der amerikanische Präsident rechtfertigt in einer Kaskade von Tweets, warum er der türkischen Offensive in Syrien nichts entgegen setzt. Die kurdischen Rebellen sprechen von einem „Dolchstoß“.
Mehr als 25 Millionen Kurden leben auf dem Gebiet der Türkei, Irans, des Iraks und Syriens. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Minderheit sind allen vier Staaten ein Dorn im Auge. Zuletzt hat die Türkei eine Offensive im Norden Syriens angekündigt.
Erdogans Militäroperation wird Syrien weiter destabilisieren und zu einer gewaltigen ethnischen „Säuberung“ führen. IS-Kämpfer könnten aus kurdischen Gefängnissen freikommen und sich nach Europa absetzen. Eine Analyse.
In einer 30 Kilometer breiten Zone sollen im Kurdengebiet syrische Flüchtlinge angesiedelt werden. Dazu will die Türkei die syrisch-kurdische YPG-Miliz aus dem Gebiet vertreiben. Die Regierung in Ankara stuft die Miliz als terroristisch ein, die Vereinigten Staaten dagegen unterstützen die YPG im Kampf gegen den IS.
Speziell vor den Präsidentenwahlen 2023 soll die Macht der Kurden an den Urnen geschwächt werden: Warum Erdogan im Konflikt mit geschätzt knapp einem Fünftel der türkischen Bevölkerung nationalistische Töne anschlägt.
Drei Waisen und ein halbwaises, schwerkrankes Kind sind am Montag am Grenzübergang Simalka in Empfang genommen worden. Laut Außenminister Maas werden es nicht die Letzten sein.
Sein Film „Es gilt das gesprochene Wort“ über eine Scheinehe zwischen einer Deutschen und einem Kurden läuft gerade im Kino. Regisseur Ilker Çatak erzählt im Podcast, wie er zu Fatih Akin steht, was an zu spät kommenden Kinogästen nervt und warum er während des Filmstudiums in Kreuzberg Eis verkaufen musste.
Die Türkei wolle ein Bedrohung für die nationale Sicherheit beseitigen und werde deshalb bald gegen die Kurdenmiliz YPG in Syrien vorgehen, sagt Präsident Erdogan. Warnungen davor kommen aus dem Pentagon.
Der türkische Staatspräsident verliert langsam die Geduld mit der kurdischen Selbstverwaltungszone. Doch trotz der Provokationen ist es im Norden Syriens noch ruhig – warum?
Washington und Ankara konnten sich bislang nicht auf eine Pufferzone einigen. Die Türkei hat nun eine Militäroperation in dem von Kurden kontrollierten Gebiet angekündigt. Die Militärposten wurden laut Medienberichten bereits verstärkt.
In kurdischen Sicherheitskreisen hieß es, bei dem Vorfall in Erbil seien mindestens drei türkische Diplomaten ums Leben gekommen. Das türkische Außenministerium spricht jedoch nur von einem Toten.
Vergangene Woche wurde Ali Bashar zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Unbeteiligt und ausdruckslos hat er den Prozess verfolgt. Eine Rekonstruktion.
Druck aus Washington: Noch diesen Monat soll die Bundesregierung entscheiden, ob sich die Deutschen in Syrien weiterhin nur mit Flugzeugen und Ausbildern beteiligen – oder Bodentruppen schicken.
Im Kampf gegen die Terrormiliz IS setzt Amerika auf die Kurden als Verbündete. Dem türkischen Präsidenten Erdogan ist die Hilfe für den Erzfeind ein Dorn im Auge, wie in Osaka deutlich wurde.
Für Erdogan geht es bei den Kommunalwahlen am Sonntag um alles. Deshalb hat die AKP ein Schwergewicht aufgestellt. Doch die Opposition will sich die Chance eines Sieges nicht nehmen lassen – und schickt ihren Hoffnungsträger ins Rennen.
Beschaulich, aber umkämpft: Mardin im Südosten der Türkei ist eines der Epizentren im Kurdenkonflikt. Warum die kommenden Kommunalwahlen den Kampf um politische Macht entscheiden werden.
Dieses Wochenende wird in Frankfurt zum Demo-Wochenende: Kurden feiern ihr Neujahrsfest, das Internet soll gerettet werden und Menschen ziehen gegen den „Rechtsruck“ durch die Stadt. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.
Die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien will dort inhaftierte deutsche Dschihadisten nicht freilassen. Donald Trump hatte die Europäer zuvor aufgefordert, inhaftierte Landsleute zurückzunehmen.
Eigentlich sollten alle 2000 amerikanische Soldaten Syrien verlassen, das fragile Machtgefüge in dem Land drohte zu zerbrechen. Nun weicht Trump seine Entscheidung auf. Derweil erhebt eine IS-Anhängerin Anklage gegen den Präsidenten.
Der deutsche Staatsbürger Adnan S. wurde seit Ende Dezember in der Türkei festgehalten. Ihm wurde Terrorpropaganda vorgeworfen – wegen seiner Facebook-Posts. Er soll darin Freiheit für Kurdistan gefordert haben.
Die Türkei unterhält im Nordirak Stützpunkte, von denen immer wieder Angriffe auf die PKK geflogen werden. Bei einer Demonstration gegen einen Einsatz sollen türkische Soldaten einen Menschen getötet haben.
Am Sonntagabend noch drohte der amerikanische Präsident der Türkei mit „wirtschaftlicher Zerstörung“ – keine 24 Stunden später sieht er „großes Potenzial für einen deutlichen Ausbau“ der Zusammenarbeit mit Ankara.
Der amerikanische Präsident richtet eine scharfe Warnung an die Türkei, sollte diese die syrischen Kurden angreifen. Ankara reagiert unbeeindruckt: Es gebe keinen Unterschied zwischen Kurdenmilizen und dem IS, sagt ein Präsidentensprecher.
Den Wunsch des amerikanischen Sicherheitsberaters, die Türkei solle die syrischen Kurden respektieren, könne er nicht „schlucken oder akzeptieren“, sagte der türkische Präsident.
Der Abzug der Amerikaner aus Syrien könnte länger dauern als bislang angenommen. Sicherheitsberater John Bolton richtet eine Mahnung an Ankara.
Der Mainzer Arzt Gerhard Trabert bringt immer wieder medizinisches Gerät nach Nordsyrien. Er fragt, warum die Politik nicht mehr für die Menschen dort tut.
Einigen sich das Regime und die Kurden, wäre das ein Schub für den politischen Prozess im Bürgerkriegsland. Viel hängt dabei vom Verhalten Russlands ab.
Im Syrien-Konflikt sind Machthaber Assad und Russland die Gewinner der letzten zwei Wochen. Der Verlierer ist die Türkei. Doch das kann sich schnell ändern, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben.
Die amerikanischen Truppen sollen zwar nur noch langsam aus Syrien abgezogen werden. Doch die Kurden gehen trotzdem besorgt ins neue Jahr – auch, weil die Türkei nicht nur die Milizen angreift, sagt der Außenbeauftragte der Region Rojava im Gespräch.
Nach Trumps Abzugsankündigung hat sich das Kriegsgeschehen in Syrien schneller verändert, als Erdogan planen kann. Die Kurden haben mit einem Schwenk reagiert, der keine Überraschung ist.
Die syrischen Kurden wappnen sich für einen weiteren türkischen Vorstoß – und rufen Assads Truppen zur Hilfe. Nun steht die Türkei plötzlich einem anderen mächtigen Gegner gegenüber: Russland.
Regierungstruppen marschieren mit kurdischer Zustimmung in Manbidsch ein: Im Syrienkrieg deutet sich eine grundlegende Wende an. Der Gewinner ist Präsident Baschar al Assad. Doch es gibt auch noch andere Akteure. Ein Überblick.
Amerika wird bald nicht mehr am Boden Syriens präsent sein. Nicht nur für das Assad-Regime ist das eine positive Entwicklung. Auch Iran und die Türkei reagieren mit Genugtuung. Das hat gute Gründe. Ein Kommentar
Nach dem angekündigten Abzug Amerikas werden angeblich syrische Truppen in die Region Manbidsch verlegt, um die Kurden-Hochburg gegen die geplante türkische Offensive zu verteidigen. Russland soll das Vorgehen unterstützen.