Stippvisite mit Symbolcharakter
Außenminister Steinmeier besucht Bagdad und Arbil: Über deutsche Waffenlieferungen will er öffentlich nicht sprechen. Lieber redet er von humanitärer Hilfe. Doch die Kurden fordern panzerbrechende Waffen und Munition.
Außenminister Steinmeier besucht Bagdad und Arbil: Über deutsche Waffenlieferungen will er öffentlich nicht sprechen. Lieber redet er von humanitärer Hilfe. Doch die Kurden fordern panzerbrechende Waffen und Munition.
Außenminister Steinmeier ist zu einem Besuch im Irak eingetroffen. Bei Gesprächen in Bagdad verspricht er deutsche Hilfe für die Kurden und Yeziden im Nordirak
Die Außenminister der EU befürworten Waffenlieferungen an die irakischen Kurden. Darauf einigten sie sich bei einer Sondersitzung in Brüssel. Wie die Lieferungen ausfallen, ist unklar.
Die EU-Außenminister ringen in Brüssel um eine gemeinsame Haltung zur Krise im Nordirak. Ob neben Hilfsgütern auch Waffen und Munition in die Kurdengebiete geliefert werden sollten, wird in vielen EU-Staaten kontrovers diskutiert.
Außenminister Steinmeier reist am Wochenende in den Irak. Die Ankündigung kommt nur kurz, nachdem die Bundeswehr mit Hilfsflügen in die Region begonnen hat.
Der neue türkische Präsident bekommt Unterstützung von unerwarteter Seite – von Schwulen und Lesben. Nicht alle sind begeistert davon.
Die Linkspartei diskutiert wieder – diesmal über Gregor Gysis Plädoyer für deutsche Waffenlieferungen an Kurden im Nordirak. Kritiker nennen seine Position „total falsch“. Der Vorsitzende selbst fühlt sich missverstanden.
Die Kurden erwarten neue Angriffe der Terrorgruppe Islamischer Staat im Nordirak. Sie fürchten, dass die Öl-Stadt Kirkuk ins Visier der Dschihadisten geraten ist.
Angesichts des Vormarschs der Terrorgruppe Islamischer Staat wird Frankreich die Kurden im Irak mit zusätzlichen Waffen ausrüsten. Die Lieferungen sollen laut Präsident Hollande noch heute beginnen.
Die Mitglieder der EU dürfen Waffen an kurdische Kämpfer im Irak liefern. Darauf haben sich die EU-Botschafter auf einer Sondersitzung geeinigt. CDU-Außenexperte Norbert Röttgen warnt die Bundesregierung vor einer Beteiligung an den Rüstungsexporten.
Von bloßer humanitärer Hilfe zu militärischem Gerät und Waffen: Wie die Bundesregierung ihren Kurs im Irak-Konflikt änderte.
Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ greift das Kurdengebiet im Norden des Iraks an. Viele Menschen flüchten nach Arbil, doch etliche andere verlassen die Kurdenhauptstadt.
Gregor Gysi sagt, dass die Terrorgruppe Islamischer Staat mit „Protestbriefen“ nicht zu stoppen sei und Deutschland unter Umständen Waffen liefern solle. Damit stellt er sich gegen die Linie seiner Partei.
Vor einem Jahrhundert ließ die Staatengemeinschaft den Plan eines Staates für die Kurden fallen. Nun ist die Chance dafür wegen des Konflikte im Irak so gut wie selten zuvor.
Die Bundesregierung will den irakischen Kurden keine Waffen liefern - und suggeriert dabei eine Neutralität, die es nicht gibt. Nur zu beklagen, wie schlimm alles ist, und einige Flüchtlinge mehr aufzunehmen, ist beschämend wenig. Ein Kommentar.
In Berlin herrscht Entsetzen über den Terror im Irak – doch die Regierung beschränkt sich auf humanitäre Hilfe. Vielmehr verweist man in Berlin auf die amerikanische Verantwortung für das Land.
Die Vereinigten Staaten haben begonnen, Waffen und Munition an kurdische Kämpfer im Nordirak zu liefern. Die Bundesregierung will sich weiterhin auf humanitäre Hilfe beschränken.
Gegen die Gewalt im Nordirak haben in Frankfurt rund 1000 Menschen demonstriert. Die Öffentlichkeit soll so zu Taten bewegt werden. Jedoch waren auch Fahnen zu sehen, die den PKK-Führer Öcalan zeigten.
Für den Schiiten Maliki, dem er den Vormarsch der Terrortruppe IS anlastet, wollte Barack Obama nicht in den irakischen Kampf ziehen. Doch den Kurden, Christen und Yeziden im Norden springt der Präsident nun bei.
Bis zu 10.000 Demonstranten werden am Samstag in Bielefeld erwartet. Neben Yeziden sollen auch Kurden und Christen gegen die Verfolgung durch die Terrorgruppe Islamischer Staat protestieren.
Kurden aus dem Irak, der Türkei und Syrien versuchen gemeinsam, die Extremisten des Islamischen Staates im Nordirak zurückzudrängen. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Iran bot an, verfolgte Christen aufzunehmen.
Im Irak rücken die Extremisten nun auch in von Kurden bewohnte Gebiete ein. Mittlerweile beherrscht die Terrorgruppe zwei Ölfelder und den größten Staudamm des Landes. Augenzeugen berichten von Massenerschießungen.
Der Irak hat einen neuen Präsidenten. Das Parlament in Bagdad wählte den Kurden Fuad Masum zum Staatsoberhaupt.
Der kurdische Politiker Selahattin Demirtaş macht Wahlkampf in Köln. Er will bei der Präsidentenwahl in der Türkei den Favoriten Recep Tayyip Erdogan in die Stichwahl zwingen.
Nach dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan reist nun auch einer seiner Gegenkandidaten, der pro-kurdische Politiker Selhattin Demirtas, durch Westeuropa, um um Stimmen von Auslandstürken zu werben. An diesem Wochenende trat er in Köln auf.
Zwischen allen Stilen und Stühlen: Die kurdische Sängerin Aynur ist die Globalisierung in Person. Das muss eine schwere Bürde sein. Davon zeugt ihr aktuelles Album „Hevra“, das nun auch bei uns erscheint.
Nur wenige Kilometer entfernt stehen die Dschihadisten – daher nehmen die Christen in der Stadt Karakosch den Schutz durch die Kurden dankbar an. Von Bagdad wollen sie sich nicht mehr regieren lassen.
Der kurdische Präsident Barzani treibt eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kurdistans voran. Damit wird eine Aufspaltung Iraks wahrscheinlicher.
Recep Tayyip Erdogan will der mächtigste Präsident der Türkei werden – und dessen Befugnisse bis zum Rand des Zulässigen ausschöpfen. Mindestens. An die Spitze von Partei und Regierung könnte er willfährige Nachfolger setzen.
Die Vereinten Nationen machen dramatische Angaben über die Zahl der Toten und Verletzten seit Beginn der Dschihadisten-Offensive im Irak. Der amerikanische Außenminister Kerry spricht von einer „existenziellen Bedrohung“ für das Land.
Die Vereinigten Staaten würden die vorrückenden Terroristen auch angreifen, wenn der Irak noch keine Regierung gebildet habe, sagte der Außenminister. Die Milizen haben die größte Ölraffinerie des Landes eingenommen.
Die Kurden sind der große Gewinner des Isis-Vormarschs im Irak. Innerhalb weniger Tage konnten sie ihr Gebiet um Hunderte Quadratkilometer erweitern - und sich riesige Rohstoffvorkommen sichern.
In der Provinz Kirkuk ist die Front fest in der Hand kurdischer Kämpfer. Deren Führer sind hocherfreut über die Ausweitung ihrer Einflusszone - doch unter anderen Gruppen herrscht Unmut.
Die Kurden im Nordirak sind die heimlichen Gewinner des Terrors. Ist angesichts des sunnitisch-schiitischen Konflikts der Weg zu einem Kurdenstaat nun frei?
Angesichts des Vormarschs der Terrorgruppe Isis hat die irakische Armee die Ölstadt Kirkuk in Nordirak fluchtartig verlassen. Kurdische Peschmerga haben die Kontrolle übernommen. Davon profitiert die kurdische Regionalregierung. Aber auch die Türkei.
Während die Amerikaner im Irak-Konflikt Gespräche mit dem Erzfeind Iran vorbereiten, sieht die kurdische Führung im Irak ihre Chance für eine Unabhängigkeit gekommen. Eine Chance, die aber auch Gefahren birgt.