Die Anti-IS-Religion
In Irakisch-Kurdistan erstarkt der Zoroastrismus, eine der ältesten Religionen der Welt. Viele sehen darin eine Reaktion auf den IS-Extremismus.
In Irakisch-Kurdistan erstarkt der Zoroastrismus, eine der ältesten Religionen der Welt. Viele sehen darin eine Reaktion auf den IS-Extremismus.
Das Bedrohungsszenario habe sich verändert, sagt Verteidigungsministerin von der Leyen. Das stimmt zwar. Es ist aber nicht der einzige Grund, die Patriot-Raketen zurückzuholen.
Die Kurdologie war lange so verstreut wie ihr Forschungsgegenstand. Jetzt sammelt sie sich im Internet. Hier bietet sie spannende Einblicke in die Frühgeschichte der PKK.
Der Bundesaußenminister fürchtet angesichts des Konflikts der Türkei mit der PKK eine Eskalation der Gewalt. Ein Scheitern des Friedensprozesses hätte laut Steinmeier fatale Folgen für die Region.
Die Regierung der autonomen Kurdenregion im Irak appelliert an die PKK, den Norden des Landes zu verlassen. Die Kämpfer sollten „das Schlachtfeld fernhalten, damit keine Zivilisten Opfer dieses Krieges werden.“
Die türkische Staatsanwaltschaft soll Ermittlungen gegen den kurdischen Oppositionsführer Demirtas aufgenommen haben. Der Vorwurf des Aufrufs zu bewaffneten Protesten stammt schon aus dem Vorjahr.
Gegen den Islamischen Staat kämpft die Türkei nur zum Schein. Das wahre Ziel ihrer Angriffe ist die verhasste PKK. Doch das ist selbstzerstörerisch. Ein Kommentar.
Der stellvertretende Regierungschef der Türkei sorgt mit einer verbalen Entgleisung für Ärger. Im Parlament will er eine Abgeordnete mit dem Hinweis auf ihr Geschlecht zur Ruhe bringen. Es ist nicht sein erster Fauxpas.
Die Türkei geht hart gegen die Kurden vor: Die Luftwaffe weitet ihre Angriffe aus, mehr als 1000 mutmaßliche PKK-Anhänger werden festgenommen. Die Bundesregierung verschärft ihre Reisewarnung für die Türkei.
Türkische Militärflugzeuge haben die PKK erstmals auf eigenem Boden attackiert. Die amerikanische Regierung bezeichnet die jüngsten Angriffe derweil als einen „eindeutigen Akt der Selbstverteidigung“.
Die Gründe für Erdogans riskanten Kurswechsel in der Kurdenpolitik sind durchsichtig. Für den Westen beginnt nun eine Gratwanderung. Denn er braucht die PKK-nahen syrischen Kurden im Krieg gegen den „Islamischen Staat“.
Die Kurden in Syrien und der Türkei misstrauen Ankaras Plänen, eine entmilitarisierte Pufferzone im Norden Syriens zu errichten. Ihre Angst: Nicht der „Islamische Staat“, sondern die Kurden sind eigentliches Ziel der Militäroperation.
Ankaras Angriffe auf die Kurden und die IS-Terrormiliz werden für die deutschen Soldaten in der Türkei zum Sicherheitsrisiko. Reagiert hat die Bundeswehr darauf bislang offenbar nicht. Der Vorsitzende ihrer Reservisten schlägt Alarm.
Gewalt und Spannungen zwischen der türkischen Führung und den Kurden steigern sich. Eine friedliche Lösung des Konflikts liegt wieder außerhalb der Reichweite - auch weil sich Präsident Erdogan davon distanziert hat.
Außenminister Steinmeier hat die türkische Regierung aufgefordert, am Friedensprozess mit der Kurden-Partei PKK festzuhalten. Aktuell sei eine Auseinandersetzung Gift. Die Bundeswehr koordiniert sich derweil mit der türkischen Armee.
Mit ungewissen Aussichten bekämpft Ankara den „Islamischen Staat“ und die kurdische PKK. Sicher ist nur eins: Die Spannungen in der Türkei werden sich verschärfen. Eine Analyse.
Die Türkei und Washington sind offenkundig bereit, den Friedensprozess mit den Kurden für den Kampf gegen den Islamischen Staat zu opfern. Europa sieht das anders.
Bundeskanzlerin Merkel mahnt die Türkei zum Maßhalten in Umgang mit den Kurden: Das Militär hatte nicht nur IS-Stellungen in Syrien, sondern auch PKK-Einrichtungen im Nordirak bombardiert.
Nach einem Jahrzehnt weitgehender Ruhe kehrt der Terror gleich an zwei Flanken in die Türkei zurück. Es hätte nicht so weit kommen müssen.
Aus Sicht Ankaras sind der „Islamische Staat“ und die PKK gleichermaßen gefährlich. Eine Aussöhnung mit den Kurden im Land ist durch neue Gewalt in Gefahr.
Der Anschlag von Suruc wirft Fragen über die Syrienpolitik der Türkei auf, die lange Zeit Islamisten jenseits der Grenze unterstützte. Hinweise auf die Täter deuten auf Dschihadisten aus dem Nachbarland.
Nach den jüngsten Erfolgen im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ reicht das Territorium der syrischen Kurden vom Euphrat bis zum Tigris. Doch die Dschihadisten schlagen an allen Fronten zurück.
Aldar Xelil, der Führer der syrischen Kurden, fordert vom Westen mehr Militärhilfe für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Seine kurdische Miliz müsse stärker eingebunden werden - schließlich sei sie „die stärkste Einheit am Boden“.
Bei der jüngsten Offensive auf die kurdische Enklave an der syrisch-türkischen Grenze haben Kämpfer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ nach Angaben von Aktivisten mehr als 120 Menschen getötet. Der IS setzte auch Selbstmordattentäter ein.
Mindestens 49 Menschen sterben durch einen unerwarteten Überfall von Milizen des „Islamischen Staats“ in Kobane. Die syrische Grenzstadt war Anfang des Jahres nach langen Kämpfen aus der Gewalt des IS befreit worden und schien sicher zu sein.
Die Dschihadisten vom „Islamischen Staat“ versuchen Kobane zurückzuerobern. Südlich der Stadt wurden Dutzende Dorfbewohner ermordet. Beobachter vermuten, dass die IS-Kämpfer über türkisches Gebiet eingedrungen seien. Die Türkei bestreitet das.
Eine Gruppe jesidischer Kämpfer, die ihre Heimat von der Besetzung durch Kämpfer des Islamischen Staats befreien wollen, wird seit diesem Montag durch die Bundeswehr ausgebildet. Vorbild ist die Kurden-Mission im Irak.
Die für den „Islamischen Staat“ strategisch wichtige Stadt Tel Abjad an der türkischen Grenze soll zum großen Teil von syrisch-kurdischen Kämpfern eingenommen worden sein. Fiele die Stadt, bliebe den IS-Milizen nur noch ein einziger Grenzübergang.
Koalition, Minderheitsregierung oder Neuwahlen? Die AKP von Präsident Erdogan verliert bei der Wahl in der Türkei die absolute Mehrheit. Auch zieht eine neue Partei ins Parlament ein. Was bedeutet das für die Zukunft des Landes? Eine Analyse.
In der Türkei haben die Parlamentswahlen begonnen. Dass die regierende AKP wieder stärkste Kraft wird, gilt als sicher. Dennoch geht es für Staatspräsident Tayyip Erdogan um viel. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wahl.
Kommt in Ankara bald die „Partei der Nationalistischen Bewegung“ an die Macht? Der Türkei könnte dann eine isolationistischere und rückwärtsgewandtere Politik drohen als unter der Alleinherrschaft von Erdogans AKP.
Der „Islamische Staat“ ist vertrieben, aber nach fünf Monaten Schlacht gleicht die Kurden-Stadt Kobane einer großen Ruine. Nun wird der Wiederaufbau organisiert. Die Türkei zögert bei einer zentralen Frage.
Der irakisch-kurdische Peschmerga-Minister Qadir wünscht sich für den Kampf gegen den IS mehr Waffen aus Deutschland: Nicht nur neue Milan-Raketen, sondern auch die G36-Sturmgewehre, die die Bundeswehr ausmustern will. Mit Qadir sprach in Arbil Markus Bickel.
Falls die Bundeswehr tatsächlich das G36 ausmustert, sollten sich leicht Abnehmer finden: Die Kurden im Nordirak sind begeistert von der Waffe, und auch in anderen EU-Ländern hat man bisher keine Probleme bemerkt.
Im Nordirak drängen die kurdischen Peschmerga den „Islamischen Staat“ zurück. Deutsche Waffenlieferungen kommen ihnen gelegen: „Je mehr, desto besser.“ Ein Waffensystem erweist sich als besonders wirkungsvoll.
Unionsfraktionschef Volker Kauder sieht erhebliche Kapazitäten für die Aufnahme weiterer Asylbewerber. Sein Argument: In Kurdistan lebten schließlich auch fünf Millionen Einwohner mit einer Million Flüchtlingen zusammen.