Handeln Großmächte moralisch?
Das taten Amerika, Russland oder China selten. Aber es ist gut, wenn an diese alte Erkenntnis bisweilen erinnert wird. So geschehen in der Syrien-Debatte bei Anne Will.
Das taten Amerika, Russland oder China selten. Aber es ist gut, wenn an diese alte Erkenntnis bisweilen erinnert wird. So geschehen in der Syrien-Debatte bei Anne Will.
Die türkischen Luftangriffe auf Kurden in Syrien müssten beendet werden, teilte die amerikanische Regierung mit. Zuvor hatte das türkische Militär Stellungen kurdischer Milizen in Nordsyrien bombardiert.
Flüchtlinge an der Grenze und die Kurden im Nachbarland auf dem Vormarsch: dem türkischen Präsidenten Erdogan bereitet die Lage in Syrien zunehmend Sorgen. Nun drohte er sogar mit einem direkten Eingreifen.
Im kurdischen Teil des Iraks liegt nicht alles in Trümmern. An der erstaunlich modernen Universität von Dohuk plant man mit deutscher Hilfe den Wiederaufbau.
Mit Willkommenszensur schlafende Löwen wecken: Während der deutsche Menschenrechtspartner Erdogan Panzer gegen Kurden rollen lässt, erhebt man sich lieber moralisch über missratene Faschingszüge in Bayerisch-Afghanistan.
Der Präsident der Region Kurdistan im Nordirak hat ein Referendum über die Unabhängigkeit gefordert. Die Zeit sei reif, sagt er. Doch das sagt er nicht zum ersten Mal.
Heute beginnen in Genf Friedensgespräche über Syrien. In vielen Orten des Landes wird immer noch gekämpft. Die Lage ist unübersichtlich, die Allianzen wechseln und auch das Eingreifen Russlands hat keine Entscheidung gebracht.
Noch ist unklar, wer an den Syrien-Verhandlungen teilnimmt. Die wichtigste Kurden-Partei erhielt keine Einladung. Das könnte den Erfolg der Gespräche gefährden.
Die Friedensgespräche sind schon verschoben: Jetzt stellt der russische Außenminister die Forderung, auch die Kurden zu Verhandlungen nach Genf einzuladen. Die Vertreter der syrischen Opposition geben sich verhalten.
In Genf sollen in dieser Woche die Friedensgespräche für Syrien beginnen. Schon das Ringen um die Einladungsliste mit den Kriegsparteien zeigt, wie sehr jetzt Diplomatie gefragt ist – und der Zeitplan ist ambitioniert.
Sie sind die Hoffnung des Westens, die Bundeswehr bildet im Nordirak ihre Kämpfer aus: Kurdische Truppen, die im Irak gegen die Terrorgruppe IS kämpfen. Doch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe.
Scheinbar unversöhnlich stehen sich vom Nahen Osten bis nach Zentralasien Sunniten und Schiiten gegenüber, angeblich seit Jahrtausenden sind Araber und Perser einander in Feindschaft verbunden. Was ist dran an den vielen Erzählungen?
Nach ihrer öffentlichen Kritik an der Erdogan-Regierung sind 27 Wissenschaftler in der Türkei festgenommen worden. Der Vorwurf: Sie würden den Terrorismus unterstützen.
Der Terroranschlag auf ein beliebtes Touristenzentrum in Istanbul, offenbar von einem Mitglied des „Islamischen Staats“ verübt, trifft nicht nur ein ohnehin schon gespaltetes Land. Er galt auch anderen Ländern – vor allem Deutschland.
Türkische Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Wochen etwa hundert Kurden getötet: Männer, Frauen, Kinder. Das Ziel ist die Zermürbung einer ganzen Region. Die EU muss Erdogans Kampf endlich stoppen.
Selahattin Demirtas ist einer der letzten Politiker, die sich trauen, Präsident Erdogan die Stirn zu bieten. Nun ermittelt die türkische Justiz gegen den Ko-Vorsitzenden der oppositionellen Partei HDP.
Nachdem beim Aufstand in den vergangenen Wochen mehr als 200 Kurden getötet wurden, erneuern mehrere Gruppen ihre Forderung nach Autonomie. Doch Ankara gibt sich nicht verhandlungsbereit.
Der türkische Präsident Erdogan sagt, er kämpfe, bis die PKK ausgelöscht sei. Aber die PKK ist gar nicht sein Hauptfeind.
Im Südosten der Türkei eskaliert der Konflikt zwischen den Sicherheitskräften und der PKK-nahen radikalen Jugend. Mehr als 200 türkische Sicherheitskräfte sind bereits getötet worden, auf der anderen Seite ist die Zahl der Opfer noch weit höher.
Das Recht, in den Nordirak einzumarschieren, nimmt sich die Türkei einfach heraus. Und das auch nicht zum ersten Mal. Neu ist jedoch der Zweck, dem der jüngste Einsatz dienen soll.
„Angst, Panik, Krieg“ war der Titel der Sendung. Von Angst oder Panik war bei Russlands Botschafter in Berlin jedoch nichts zu spüren. Mit Krieg kennt sich Russland wie jede Großmacht dagegen aus. Im Gegensatz zum heutigen Deutschland.
Einen Tag nach Beginn einer Offensive gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ sind die Kurden im Nordirak bis ins Zentrum der strategisch wichtigen Stadt Sindschar vorgedrungen.
Nach dem Wahlsieg der Partei von Präsident Erdogan befürchtet Türkei-Experte Joost Lagendijk weitere Übergriffe auf oppositionelle Medien. Im Interview erklärt er auch, warum er die kurdische PKK zu den Gewinnern zählt.
Die regierende AK-Partei des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat bei der Parlamentsneuwahl die absolute Mehrheit zurückerobert. Das islamisch-konservative Bündnis kommt nach Auszählung fast aller Stimmen auf knapp 50 Prozent der Stimmen. Kritiker sprechen von Einschüchterung.
Im Westen genießt die türkische Kurdenpartei HDP einen guten Ruf. In den Kurdengebieten im Osten jedoch mehrt sich die Kritik an ihren autoritären Strukturen. Wie unabhängig sind die HDP-Politiker, die an diesem Sonntag gewählt werden wollen, von der terroristischen PKK?
Zwei Gruppen haben sich in einem Flüchtlingsheim in Itzehoe mit Stühlen und Bänken beworfen. Bei der Massenschlägerei wurden vier Flüchtlinge und zwei Wachleute verletzt. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus.
Die türkische Armee hat ihre Angriffe auf die Kurden auf syrisches Gebiet ausgeweitet. Damit will Ankara verhindern, dass die Kurden ein geschlossenes Gebiet an der Grenze zur Türkei erringen.
Aus dem Luftkrieg gegen den „Islamischen Staat“ hält sich Deutschland heraus. Die Bundeswehr unterstützt die Gegner des IS im Nordirak aber mit Waffen und Ausbildung. Von der Leyen will vor Ort erfahren, wie wirksam die Hilfe ist.
Gezielte Zerstörungen von Dörfern und Vertreibung der Bevölkerung: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen einen engen Verbündeten der Amerikaner im Syrienkrieg.
Der türkische Wahlkampf wird nicht auf der Straße stattfinden. Besonders die Anhänger der pro-kurdischen HDP fürchten neue Gewalt, möglicherweise auch gegen ihren Parteivorsitzenden Demirtaş.
Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Kurden und nationalistischen Türken drohen laut der Türkischen Gemeinde nach Deutschland überzuschwappen. Die Regierung in Ankara meldet weiter steigende Opferzahlen.
Nach dem Anschlag in Ankara steuert die Türkei auf Wahlen im Ausnahmezustand zu. Kann die Abstimmung am 1. November nun überhaupt stattfinden?
Bei einem Besuch des türkischen Staatspräsidenten in Brüssel werben EU-Politiker um Unterstützung des Landes bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. Erdogan wiederum ergeht sich in Terror-Vergleichen.
In Südanatolien sollen türkische Polizisten die Leiche eines Kurden hinter einem Auto durch eine Stadt geschleift haben. Angebliche Foto- und Videoaufnahmen sollen die Schändung belegen. Die Empörung ist nicht nur in Ankara groß.
Die Spannungen in der Türkei entladen sich am heftigsten in der kurdischen Stadt Cizre. Ein völliges Ausgehverbot riegelt die Stadt ab. Es soll Dutzende Tote geben.
Der BND ist sich sicher: Mit Chemiewaffen hat der Islamische Staat kurdische Peschmerga-Kämpfer angegriffen. Unklar ist, woher die Extremisten das Giftgas bekommen haben.