Unter Druck
Saudi-Arabien hofft, dass der Westen aus strategischem Interesse am Königreich festhält. Grund dafür bietet Amerika, das einen Krieg schnell beenden möchte. Damit ist jedoch nicht zwingend der in Jemen gemeint.
Saudi-Arabien hofft, dass der Westen aus strategischem Interesse am Königreich festhält. Grund dafür bietet Amerika, das einen Krieg schnell beenden möchte. Damit ist jedoch nicht zwingend der in Jemen gemeint.
Nach dem Mord an Jamal Khashoggi wächst auch die Kritik am Krieg im Jemen. Der Vormarsch des von Riad geschmiedeten Bündnisses stockt – und das Land hungert.
Die Vereinten Nationen haben vor einer Verschärfung der Hungersnot im Bürgerkriegsland Jemen gewarnt. Schon bald könnte demnach die Hälfte der Bevölkerung, rund 14 Millionen Menschen betroffen sein.
Waffen an die Saudis zu liefern, war auch schon vor der Tötung des Journalisten Khashoggi falsch. Die Bundesregierung kann nicht länger herumeiern.
Laut den Vereinten Nationen sei die Knappheit „schockierend und könnte alles, was professionelle Helfer in ihrem Leben erlebt hätten in den Schatten stellen“. Für die dramatische Lage nennen die Vereinten Nationen zwei Gründe.
Tarek Al-Wazir hat die deutschen Waffenlieferungen an Saudi Arabien scharf kritisiert. Der hessische Spitzenkandidat der Grünen ist vom Krieg in Jemen persönlich betroffen.
Bis zu zwölf Millionen Menschen im Jemen sind vom Hunger bedroht, warnt das Welternährungsprogramm. Derweil entlässt der jemenitische Präsident Hadi seinen Regierungschef wegen Versagen im Kampf gegen die Wirtschaftskrise.
Eigentlich wollte die SPD Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien wegen des Jemen-Kriegs ganz stoppen. Im Koalitionsvertrag wurde dann aber doch noch eine Hintertür offen gehalten. Durch die gelangen nun weiterhin jede Menge Rüstungsgüter in das mächtige Königreich.
Saudi-Arabien, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate erhalten neues Kriegsgerät aus deutschen Waffenschmieden. Bricht die Bundesregierung damit den Koalitionsvertrag?
Der Rial hat seit Beginn des Kriegs im Jemen mehr als die Hälfte an Wert verloren. Nun verbietet die Regierung die Einfuhr von Autos und anderen Luxusgütern. Zugleich will sie die Ölförderung steigern.
Saudi-Arabien und seine Verbündeten greifen zivile Einrichtungen im Jemen an. Das müsste geahndet werden, fordern Fachleute der Vereinten Nationen. Die Lage könnte weiter eskalieren.
Die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi Arabien, Houthi, Al Quaida - verschiedene Staaten und Gruppierungen deren Ziele und Interessen im Jemen aufeinanderprallen. Unser Korrespondent für die arabischen Länder, Christoph Ehrhardt, war mit der Kamera vor Ort.
Seit März wurden nur noch in Einzelfällen Ausfuhrgenehmigungen für Waffen erteilt. Abgesehen von je einer Ausnahme für Saudi-Arabien und Jordanien gingen gar keine Waffenlieferungen mehr in Länder, die am Krieg im Jemen beteiligt sind.
In der jemenitischen Küstenstadt Mukalla ringt der Gouverneur um Normalität – damit die Terrororganisation Al Qaida nicht zurückkehrt. Hilfe kommt aus Abu Dhabi. Doch westliche Diplomaten betrachten die mit Skepsis.
Die Vereinten Nationen fordern eine unabhängige Untersuchung des Luftangriffs auf einen Schulbus, bei dem Dutzende Kinder getötet wurden. Schwere Vorwürfe richten sich an das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis.
Immer wieder werden Zivilisten im Jemen Opfer von Bombardierungen. Zu dem aktuellen Luftangriff auf einen Schulbus, bei dem die meisten Opfer Kinder waren, bekennt sich nun die saudische Militärkoalition.
Die Menschenrechtlerin Radhya Almutawakel musste den Jemen verlassen. Was sie den Vereinten Nationen aus ihrer Heimat berichtete, brachte sie in Gefahr. Wer informiert noch aus dem vergessenen Krieg?
Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kritisiert die Debatte über Flüchtlinge in Deutschland. Er ruft dazu auf, den Blick auf die Herkunftsländer zur richten und dort Probleme zu lösen.
Die von Saudi-Arabien geführten Truppen setzen ihre schweren Angriffe auf Rebellen im wichtigen Hafen Hudaida fort. Über ihn erreicht ein Großteil der humanitären Hilfe das Land. Russland und der UN-Sicherheitsrat versuchen sich einzuschalten.
Mike Pompeo ist zu Gast in Saudi-Arabien – und nutzt den Besuch zu heftiger Kritik an Teheran. Auch Israels Staatschef Netanjahu hat mit Blick auf Iran Erwartungen an den „echten Freund Israels“.
Der politische Führer der schiitischen Houthi-Rebellen im Jemen ist bei einem Luftschlag getötet worden. Der Angriff geht auf das Konto der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition.
Kampfflugzeuge des saudischen Bündnisses, dass gegen Houthi-Rebellen kämpft, sollen die Feier zwei Mal bombardiert haben. Eine Bestätigung gab es zunächst nicht.
Deutschlands Position in den Augen Saudi-Arabiens muss sich wieder ändern – im Sinne einer Stabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens. Ein Gastbeitrag.
Seit drei Jahren führt Saudi-Arabien im Jemen einen Krieg gegen die Houthi-Rebellen. Ein Ende ist nicht in Sicht – und die humanitäre Lage ist katastrophal.
Immer wieder feuern Huthi-Rebellen aus dem Nachbarland Raketen auf Saudi-Arabien – diesmal töten Trümmer eines abgefangenen Geschosses in Riad einen Ägypter. Oxfam warnt unterdessen vor einer Hungersnot im Jemen.
Gefasel, Belehrungen und Schönreden: Wie der Bundestag über Waffenexporte spricht – eine Sternstunde des deutschen Parlamentarismus.
Die britische Regierung rollt dem saudischen Kronprinzen den roten Teppich aus. Kritiker des engen Verhältnisses zwischen London und Riad reagieren erzürnt.
Amerikas Präsident fährt eine harte Linie gegen das Mullah-Regime. Doch nun regt sich auch bei den Republikanern Widerstand dagegen. Ein ehemaliger Stabschef warnt, dass Trump einen Krieg gegen das Land führen wolle.
Alles hängt manchmal mit allem zusammen: eine Werft in der ostdeutschen Provinz mit den Koalitionsverhandlungen, der Streit über Rüstungsexporte mit den Sorgen in Vorpommern – und das alles mit dem Krieg im Jemen.
Keine Waffen für den Jemen-Krieg: Diesen Sondierungserfolg sollte sich die SPD von der Union nicht mehr abhandeln lassen. Sonst verkommen Menschenrechte zur Detailfrage.
Während im Jemen der Krieg tobt und eine Hungersnot droht, blüht der Handel mit Qat. Die Droge lässt das Elend vergessen – und befeuert es.
Das Interesse an den Einstellungen arabischer Jugendlicher ist groß. Eine neue Studie zeigt eine Generation zwischen Ungewissheit und Zukunftszuversicht.
Der Krieg im Jemen scheint sich zu intensivieren. Bei Luftangriffen und Kämpfen kommen mehr als 60 Menschen ums Leben. Es geht um eine strategisch wichtige Provinz.
Am Dienstag haben Houthi-Rebellen vom Jemen aus eine Rakete auf Saudi-Arabien abgefeuert. Riad reagierte mit zwei Luftangriffen – und mit Drohungen gegen Iran.
Am Dienstag haben Houthi-Rebellen aus dem Jemen eine Rakete auf Riad abgefeuert. Der Außenminister Saudi-Arabiens macht Iran deshalb schwere Vorwürfe. Auch eine Entscheidung Donald Trumps bezeichnet Adel al Jubeir im F.A.Z.-Interview als unklug.
Im UN-Sicherheitsrat hat Washington eine Resolution gegen Trumps Jerusalem-Politik verhindert. Nun will die Vollversammlung über einen entsprechenden Entwurf abstimmen. Amerikas UN-Botschafterin schickt schon mal eine Drohung an mögliche Befürworter.