Neue Waffenruhe in Kraft getreten
Millionen Menschen leiden in Jemen unter dem blutigen Bürgerkrieg. Eine neue Waffenruhe könnte eine längerfristige Lösung bringen – sehr groß ist die Hoffnung jedoch nicht.
Millionen Menschen leiden in Jemen unter dem blutigen Bürgerkrieg. Eine neue Waffenruhe könnte eine längerfristige Lösung bringen – sehr groß ist die Hoffnung jedoch nicht.
Die im Jemen kämpfenden Kriegsparteien haben einer dreitägigen Feuerpause zugestimmt. Sie soll in Kürze beginnen, Hilfslieferungen zulassen – und mit Glück dauerhaft halten.
Es ist der womöglich folgenreichste Luftangriff im Bürgerkrieg in Jemen. Die offenbar von der saudisch geführten Militärkoalition ausgeführte Attacke auf einer Trauerfeier mit mindestens 140 Toten sorgt für Empörung auch beim engsten Verbündeten Riads.
Die Houthi-Rebellen machen die von den Amerikanern unterstützte Militärallianz für den Angriff verantwortlich. Die Regierung in Washington stellt ihre Aktivitäten in der Region nun auf den Prüfstand.
Junge Männer wollten sich für den Militärdienst melden: Ein Selbstmordattentäter hat sich im Süden Jemens vor einem Rekrutierungspunkt der Armee in die Luft gesprengt. 30 Menschen wurden ermordet.
Saudi-Arabiens Luftangriffe in Jemen haben erneut zahlreiche zivile Opfer gefordert. Das Königreich weist jegliche Kritik von sich und betont die Wichtigkeit der Intervention. Doch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zweifelt an den Erfolgen.
Vor allem die Zivilbevölkerung leidet unter dem Bürgerkrieg im Jemen. Am Samstag sorgte ein Luftangriff auf eine Schule für Entsetzen, jetzt ist es ein Krankenhaus.
Rasantes Bevölkerungswachstum in Afrika sowie im Nahen Osten und hohe Jugendarbeitslosigkeit bilden ein explosives Gemisch. Eine aktuelle Studie zeigt: Hunderte Millionen wollen auswandern.
Kein amerikanischer Präsident ordnete je so viele Einsätze gegen Terroristen an wie Barack Obama. Nun hat er erstmals Opferzahlen genannt.
Auch das Attentat in Orlando sollte die Tat eines Einzeltäters sein, der die Religion nur zu seiner Rechtfertigung missbraucht – ein gängiges Erklärungsmuster. Wie glaubhaft ist es? Ein Gastbeitrag.
Bei mehreren Anschlägen sind in Jemen mindestens 38 Menschen getötet worden. Die Terrormiliz IS bekannte sich dazu. In dem Land gilt seit einem Monat eine brüchige Waffenruhe.
Saudi-Arabiens Außenminister Adel al Jubeir rät im Interview mit der F.A.Z. dazu, Imame in Deutschland zu kontrollieren. Für die Instabilität im Nahen Osten sieht er einen klaren Hauptverantwortlichen.
Immer mehr Menschen im Jemen leiden unter einer unsicheren Ernährungslage oder sind auf der Flucht. Die UN beklagt eine „skandalös“ niedrige Hilfsbereitschaft. Die Friedensgespräche zwischen Regierung und Rebellen stecken fest.
Offenbar auf das Konto des IS geht ein Selbstmordattentat im Jemen. Die Terrormiliz bekannte sich zu einem schweren Anschlag mit vielen Opfern, der jungen Anwärtern für die jemenitische Armee galt.
Im Jemen tobt ein Stellvertreterkrieg zwischen Verbündeten Irans und Saudi-Arabiens. Al-Qaida mischt mit, und jetzt auch wieder die Amerikaner. Es geht um eine wichtige Hafenstadt.
Die von Dschihadisten besetzte Hafenstadt Mukalla ist wieder in der Hand von jemenitischen Regierungstruppen. Unter den Getöteten sollen auch mehrere Al-Qaida-Anführer sein.
Der amerikanische Präsident Obama startet einen letzten Versuch, das umstrittene Gefangenenlager noch während seiner Amtszeit zu schließen. Das haben die Republikaner im Kongress bislang verhindert.
Bei einem Luftschlag wollen die Vereinigten Staaten Dutzende Al Qaida-Anhänger getötet haben. Laut UN sind seit dem vergangenen Jahr bei Luftangriffen tausende Zivilisten gestorben.
In die Jemen-Gespräche ist Bewegung gekommen. Berlin, das den UN-Sondergesandten in seinen Verhandlungsbemühungen unterstützt, sieht „deutliche Fortschritte“.
Im Nordwesten von Jemens Hauptstadt Sanaa sind mehr als 100 Zivilisten getötet worden. Wahrscheinlich ist die saudisch geführte Militärkoalition für den Anschlag verantwortlich.
In dem von Krieg und Terror zerrissenen Jemen haben unbekannte Angreifer ein christliches Seniorenheim attackiert und gezielt Pflegekräfte getötet. Unter den Opfern sind auch Nonnen.
Noch ist Saudi-Arabien ein Hort der Ruhe in einer Region, die im Chaos versinkt. Doch die Stabilität ist bedroht. Denn die Herausforderungen, denen sich das Königreich ausgesetzt sieht, sind so groß wie zu keinem anderen Zeitpunkt seit seiner Gründung.
Die neue Studie der Sipri-Forscher listet hohe Zuwachsraten für Rüstungsgeschäfte im Nahen Osten auf. Zwei westeuropäische Länder gehören dabei zu den Hauptexporteuren.
Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien ist abgekühlt. Riad wähnt sich unabhängiger denn je.Trotzdem dürfte das Bündnis halten – in der Region steht zu viel steht auf dem Spiel.
Iran hat Saudi-Arabien vorgeworfen, seine Botschaft im Jemen mit Kampfflugzeugen angegriffen zu haben. Man werde gegen den Vorfall juristisch vorgehen, kündigt Teheran an.
Ein starker Iran wähnt sich einem schwachen Arabien gegenüber – und baut seinen Einfluss gezielt aus. Die Saudis halten dagegen. Der Nahe Osten versinkt in Unordnung. Ein Kommentar.
Die iranische Führung sendet im Konflikt mit Saudi-Arabien widersprüchliche Signale. Der Stellvertreterkrieg im Jemen eskaliert weiter. Die türkische Regierung fordert diplomatische Bemühungen.
Riad erklärt vor den Vereinten Nationen, alle Getöteten hätten „einen fairen Prozess“ gehabt. Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf die saudiarabische Botschaft in Teheran.
Die neue saudische Führung führt das Land auf gefährliche Wege. Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Iran wird es noch mehr Gewalt auf den Schlachtfeldern des Nahen Ostens geben.
Saudi-Arabiens Verteidigungsminister muss sich gegen einen internen Widersacher profilieren – und greift deshalb zur großen Geste: einem Anti-Terror-Bündnis der sunnitischen Welt.
In der Schweiz laufen Friedensgespräch: Als Signal will die Militärkoalition im Jemen ab Dienstag eine einseitige Waffenruhe durchsetzen – solange sich die Rebellen daran halten.
Vor dem saudischen König Salman türmen sich die Probleme: Kriege im Norden und Süden des Königreichs, in Syrien und im Jemen; die Gefahr des IS und der niedrige Ölpreis. Aber ist der 80 Jahre alte König noch handlungsfähig? Oder längst dement?
Im Jemen eskaliert die Gewalt weiter: Der Gouverneur von Aden ist am Sonntag durch eine Autobombe getötet worden. Zu der Tat hat sich der IS bekannt.
Mitleid und Entsetzen nach dem Massaker von Paris? Das hält sich in arabischen Medien in Grenzen. Stattdessen werden Opferzahlen aufgerechnet. Und an Verschwörungstheorien herrscht kein Mangel.
Qatar ist in den Bürgerkrieg im Jemen verwickelt. Trotzdem liefert Deutschland dem Golfstaat Panzer. Das war 2013 von der schwarz-gelben Koalition beschlossen worden. Die Opposition kritisiert den Deal - und SPD-Vizekanzler Gabriel würde ihn am liebsten rückgängig machen.
Deutschland will nichts mit den Drohnentötungen der amerikanischen Geheimdienste zu tun haben. Doch wir sind Mittäter. Ein Gastbeitrag.