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Israel, Birma, DDR: Was will uns Günter Grass mit seiner zweiten Stellungnahme sagen? Will er überhaupt irgendetwas sagen? Über die Auslegungen einer Konjunktion.
Israel, Birma, DDR: Was will uns Günter Grass mit seiner zweiten Stellungnahme sagen? Will er überhaupt irgendetwas sagen? Über die Auslegungen einer Konjunktion.
Günter Grass hat Israel indirekt mit der Stasi verglichen. Dem Tonfall nach erinnere ihn das Einreiseverbot des israelischen Innenministers „an das Verdikt des Ministers Mielke“.
Der Schriftsteller Durs Grünbein wirft Günter Grass anlässlich seines Israel-Gedichtes Gefühlsblindheit vor und beschuldigt ihn des grobschlächtigen Moralismus.
Nutzt Günter Grass seinen Ruhm, um sich an den Juden zu rächen? Und warum sollte er das tun? Das fragt sich Robert B. Goldmann als „fremde Feder“ für die F.A.Z.
Soll Günter Grass trotz seines israelkritischen Gedichts der SPD im Wahlkampf dienen? Es sei falsch und voreilig, den Schriftsteller zur unerwünschten Person in der SPD zu erklären, sagen unisono Generalsekretärin Andrea Nahles und Bundestagsvizepräsident Thierse.
Günter Grass kritisiert Israel und dessen Pläne eines präventiven militärischen Eingreifens gegen Teherans Atomprogramm. Niemand kann Staaten das Selbstverteidigungsrecht absprechen. Nur wann und wie kann es völkerrechtlich in Anspruch genommen werden?
Das von Israel gegen Günter Grass verfügte Einreiseverbot ist falscher Lohn für einen selbstgerechten PR-Mann in eigener Sache.
Auch in Israel regt sich Kritik am Einreiseverbot für Günter Grass. „Wer Schriftsteller boykottiert, wird am Ende Bücher verbrennen“, warnt der israelische Autor Joram Kaniuk. Chemie-Nobelpreisträger Aaron Ciechanover bezeichnet es als falsch, „auf Unsinn mit neuem Unsinn zu antworten“.
Auch arabische Medien haben von Beginn an berichtet. Hier wird er zum Opfer einer vermeintlich mächtigen jüdisch-zionistischen Lobby stilisiert.
Moralisch hohl, politisch beschämend: Amerikanische Kommentatoren zeigen sich entsetzt über Grass’ Gedicht und die Zustimmung, die es erfährt.
Als Reaktion auf sein umstrittenes Gedicht lässt Israel Günter Grass nicht mehr einreisen. Für den früheren israelischen Botschafter in Deutschland, Avi Primor, ist das eine populistische Maßnahme.
Aus erzwungenem Anlass: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki äußert sich erstmals zu dem umstrittenen Gedicht von Günter Grass „Was gesagt werden muss“. Er attackiert den Nobelpreisträger scharf.
Noch immer reißt die Kritik an Günter Grass wegen seines Israels-Gedichts nicht ab. Nun hat sich als erstes Regierungsmitglied Außenminister Westerwelle zu Wort gemeldet - und Grass’ Kritik an Israel vehement zurückgewiesen.
„Es ist eine Gemeinheit, so etwas zu publizieren“: In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung äußert sich der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki erstmals zum Israel-Gedicht von Günter Grass, zum Kalkül des Dichters und zur Frage, ob Grass ein Antisemit sei.
In dem Land, in dem Jesus Wunder wirkte, scheitert man heute am kleinen Grenzverkehr. Zwischen Jerusalem und Qubeibeh, wo zwei Jünger den Auferstandenen trafen, bleibt der Checkpoint für jüdische Israelis und Palästinenser ohne Passierschein geschlossen.
Israel stimmt seine Verbündeten in Washington und Berlin auf einen Angriff gegen Iran ein: Gezielte Luftangriffe könnten das Kernwaffenprogramm um drei bis vier Jahre zurückwerfen.
Seine Auslassung verdiene Ignoranz, er denunziere das politische Anliegen von Literatur: Vier Schriftsteller aus Deutschland, Österreich und Israel äußern sich zu Günter Grass und seinem Gedicht.
Günter Grass auf allen Kanälen: Die mediale Erregung war am Donnerstag so groß wie die Empörung über sein umstrittenes Israel-Gedicht. Die Erkenntnis des langen Abends: Günter Grass hatte nicht viel zu sagen.
Benjamin Netanjahu, israelischer Ministerpräsident, findet harte Worte für Günter Grass und sein jüngstes Gedicht. Auch israelische Schriftsteller und Feuilletonisten zeigen sich entsetzt vom israel-kritischen Werk des Nobelpreisträgers.
Der Schriftsteller Günter Grass fühlt sich nach der heftigen Kritik an seinem Israel-Gedicht missverstanden und unterstellt seinen Gegnern Methoden, die von den Nazis verwendet wurden. Zugleich bekräftigt er in Fernsehinterviews seine Israel-Kritik: „Widerrufen werde ich auf keinen Fall.“
Die in Gedichtform vorgetragene Kritik von Günter Grass an Israel sorgt weiterhin für deutliche Stellungnahmen. Auch die Nobelpreis-Kollegin Herta Müller bezog Position.
Mit seiner Israel-Kritik in Gedichtform hat Literaturnobelpreisträger Günter Grass bei Politikern Empörung und Widerspruch ausgelöst. Auch der Gesandte Israels in Berlin, Nahshon, zeigt sich entsetzt.
Nach langem Schweigen, wie es im Text heißt, nun eben doch: Günter Grass’ leitartikelndes Gedicht.
Das Gedicht „Was gesagt werden muss“ von Günter Grass ist ein Dokument der Rache. Eine Interpretation.
Eppertshausen probt für die dritten Passionsspiele am Karfreitag. Die Schauspieler üben bis zur letzten Minute.
Seit anderthalb Jahren steht der Frankfurter Dieter Graumann an der Spitze des Zentralrats der Juden. Er lobt die Integrationsleistung der Gemeinden und tadelt Geschäftemacher.
Zipi Livni muss die Führung der israelischen Oppositionspartei Kadima abgeben. Sie verlor die Vorsitzendenwahl gegen den früheren Verteidigungsminister Schaul Mofaz.
Bohrkerne liefern Erkenntnisse über das Alter des Toten Meeres und die Beschaffenheit der Sedimente - aber auch Hinweise auf biblische Katastrophen.
Ein Ehepaar aus Tel Aviv veröffentlicht einen programmatischen Slogan in Facebook. Die Freundschaftsbekundung löst noch keine politische Bewegung, aber begeisterte Reaktionen aus.
Der mutmaßliche Attentäter von Toulouse plante einen Anschlag auf einen weiteren Soldaten. Außerdem habe er im Gespräch mit Polizisten bedauert, nicht noch mehr Opfer getötet zu haben, sagte der zuständige Staatsanwalt in Toulouse. Der Mann hält sich noch immer in einem Haus verschanzt.
Millionen Franzosen haben mit einer Schweigeminute der Opfer der tödlichen Schüsse vor einer jüdischen Schule in Toulouse gedacht. Dort herrscht höchste Terroralarmstufe. Die Fahnder gehen von einem Einzeltäter aus, im Fokus bleibt ein früherer Soldat.
Die FDP und ihre Haltung gegenüber Israel sind in Berlin wieder zum Thema geworden: Wie soll die Partei, in der einst Möllemann wirkte, im Fall eines Militärschlags gegen Iran reagieren?
In seinem spektakulären ZDF-Interview spulte der iranische Staatspräsident Ahmadineschad fast nur die üblichen Verschwörungstheorien ab. Dennoch wurde deutlich: Die Aussichten auf Entspannung sind schlecht.
Axel Springer war ein großer Freund der Juden. Wer in seinem Konzern arbeitet, verpflichtet sich noch heute zur Aussöhnung. Eine Ausstellung zeigt eine wenig bekannte Seite des Verlegers.
Greift Israel Iran an, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern, beschwört es selbst eine sichere Katastrophe herauf. Ein Plädoyer für Zurückhaltung.
Horst Seehofers Zeit als Vertreter des ersten Mannes im Staat geht zu Ende. In Bayern kann er nun wieder ohne Zurückhaltung der erste Mann im Freistaat sein.