IS-Kämpfer nehmen Kobane in die Zange
Kurdische Kämpfer geraten in der syrischen Grenzstadt Kobane zunehmend in die Defensive. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ greift inzwischen von drei Seiten an - auch mit Selbstmordattentätern.
Kurdische Kämpfer geraten in der syrischen Grenzstadt Kobane zunehmend in die Defensive. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ greift inzwischen von drei Seiten an - auch mit Selbstmordattentätern.
Trotz des Verlustes ihres Hauptquartiers ist es kurdischen Kämpfern offenbar gelungen, weitere Vorstöße der IS-Miliz in der umkämpften nordsyrischen Stadt zunächst abzuwehren. Die UN warnt derweil vor einem Massaker an der Zivilbevölkerung.
Allein in Düsseldorf werden in den nächsten Stunden wohl 12.000 Kurden für ein härteres Vorgehen gegen die Terrormiliz IS demonstrieren. Der Verfassungsschutz warnt derweil vor einer Gewalteskalation in Deutschland.
Zivilisten und Rebellen in Syrien haben sich von den Bombardements der Amerikaner gegen den „Islamischen Staat“ mehr versprochen. Die Luftangriffe würden die Islamisten kaum schwächen, Machthaber Assad helfen - und die einfache Bevölkerung erheblich beeinträchtigen.
Der 20-jährige Kreshnik B. ist nur einer von vielen Deutschen, die in Syrien gekämpft haben. Dieser Terror-Tourismus wird nur zu stoppen sein, wenn sich der Druck auf die salafistische Szene erhöht.
Die Weigerung der Türkei die kurdischen Kämpfer zu unterstützen, könnte noch auf sie zurückfallen. Denn ohne Hilfe wird es keinen Frieden zwischen den beiden Seiten geben.
Bis zu 40 Prozent von Kobane sollen in der Hand des „Islamischen Staates“ sein. Gefallen ist die Stadt damit aber noch nicht. Seit Tagen toben erbitterte Straßenkämpfe.
Es ist das erste Mal, dass ein deutscher Dschihadist vor Gericht aussagt. Kreshnik B. legte über seinen Anwalt in Frankfurt ein Geständnis ab, dass er für die Terrormiliz IS in Syrien kämpfte - angeblich nur mit geringem Einsatz.
Der in Frankfurt angeklagte Syrien-Rückkehrer Kreshnik B. hat am Freitag den Kampf für die Terrormiliz „IS“ zugegeben. Er habe sich gegen die Tyrannei des Assad-Regimes stellen wollen.
Mit einer kurzzeitigen Besetzung des SPD-Hauses in Kassel haben zwei Dutzend Kurden auf die Massaker der Miliz „Islamischer Staat“ in Kobane aufmerksam gemacht.
Amerika und die Türkei streiten über die richtige Strategie im Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Als Bedingung für ein militärisches Eingreifen fordert die Regierung in Ankara offenbar eine Flugverbotszone an der Grenze zum Nachbarland.
Die Terrormiliz Islamischer Staat drängt die sich verzweifelt wehrenden Kurden in der Grenzstadt Kobane immer weiter in die Enge. Trotz der amerikanischen Luftangriffe konnten die Dschihadisten weitere Viertel der Stadt erobern.
Militärisch wäre der Fall von Kobane kein schwerer Schlag. Mit einem Sieg würden die Extremisten zwar an Prestige gewinnen. Aber es passt trotzdem nicht in die Strategie der Anti-IS-Koalition, die Stadt zu retten.
Auch beim Besuch des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg macht die türkische Führung klar, dass sie nicht allein am Boden in Syrien einrücken wird. Und erst recht werde man nicht mit der PKK zusammenarbeiten.
Der Einmarsch der Dschihadisten des IS in die syrische Grenzstadt Kobane scheint nicht aufzuhalten zu sein - weder durch kurdische Kämpfer noch durch amerikanische Luftangriffe. Wie erklärt sich der militärische Erfolg der Terrormiliz?
Im Schatten der Kämpfe um Kobane macht der „Islamische Staat“ auch im Irak wieder Geländegewinne. Die Dschihadisten können sich dabei auf Unterstützung anderer Sunniten verlassen.
Kobane ist mehr als eine weitere Etappe auf dem brutalen Eroberungszug des „Islamischen Staats“. Es ist zum Symbol für die Unfähigkeit der Staatengemeinschaft geworden, die Dschihadisten zu stoppen. Die Interessen der westlichen und prowestlichen Staaten sind zu verschieden.
Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ haben in der Nacht zum Donnerstag mehr als ein Drittel von Kobane an der Grenze zur Türkei besetzt. Ankara ist weiter nicht bereit mit Bodentruppen in der syrischen Grenzstadt vorzurücken.
Nach der Straßenschlacht zwischen Kurden und Salafisten in Hamburg befürchten Experten nun auch Zusammenstöße in Frankfurt. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist „nicht gerade gering“.
Philipp Mißfelder hat Kritik am Verhalten der Türkei im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zurückgewiesen. Schuldzuweisungen gegenüber einem Nato-Partner seien kontraproduktiv, sagte der CDU-Politiker.
Die dritte Nacht in Folge haben Proteste von Kurden die Hamburger Polizei auf Trab gehalten. Es kam abermals zu Ausschreitungen. Fast 1300 Beamte waren im Einsatz. Schusswaffen und Munition wurden sichergestellt.
Amerikas Präsident erwartet einen langen Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“. Das Pentagon befürchtet, dass Kobane und auch andere Städte unter die Kontrolle der Dschihadisten fallen. Es fehle ein „williger, fähiger Partner“ gegen die IS-Miliz in Syrien.
Die Nato und Amerika wollen Türkeis Tatenlosigkeit im Kampf gegen die IS-Terrormilizen nicht länger hinnehmen. Entsandte Vertreter machen jetzt persönlich Druck in Ankara. Mit Luftangriffen allein sei die belagerte Stadt Kobane nicht zu retten.
Bundeskanzlerin Merkel wirft der Türkei vor, ihre Prioritäten falsch zu setzen. Die Lage in Deutschland sieht das Bundeskriminalamt angesichts von Straßenschlachten in Hamburg und Celle mit Sorge.
Die Kritik an Barack Obamas Politik im Mittleren Osten wächst. Doch wer das militärische Vorgehen Amerikas gegen den IS für ungenügend hält, der darf es bei Empörung nicht belassen, sondern muss selbst militärisch handeln.
Die Gefechte in Kobane gehen unverändert heftig weiter. Die kurdischen Kämpfer rufen nach internationaler Hilfe. In Istanbul prangern Demonstranten die Tatenlosigkeit der türkischen Regierung an.
Vorerst sollen die amerikanischen Luftschläge den „Islamischen Staat“ aus den östlichen und südwestlichen Bezirken Kobanes zurückgedrängt haben. Doch angesichts fortgesetzter Waffenlieferungen an die Dschihadisten geht die Schlacht um die Kurdenstadt weiter.
Das Drama in Kobane droht auch die Türkei zu zerreißen. Bei Straßenschlachten zwischen Sicherheitskräften und kurdischen Demonstranten sind mindestens 14 Personen getötet worden. Auch die Armee kommt zum Einsatz.
Hunderte Kurden sind in der Nacht in Hamburg mit radikalen Muslimen zusammengestoßen. Angreifer tragen Metallstangen und Macheten, die Polizei muss Wasserwerfer einsetzen. Auch im niedersächsischen Celle kommt es wieder zu Ausschreitungen.
Die syrische Stadt Kobane ist seit Tagen heftig umkämpft - trotzdem schreitet die Türkei bislang nicht gegen die IS-Terrormilizen ein. In Washington sorgt die abwartende Haltung des Nato-Mitgliedsstaats offenbar für große Besorgnis.
In einem Video der Terrormiliz Islamischer Staat taucht ein Mann auf, der fließend nordamerikanisches Englisch spricht. Das FBI sucht den Dschihadisten und bittet um Mithilfe.
Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hat sich auf einen Aktionsplan für bessere Rahmenbedingungen in der Industrie, bei der digitalen Infrastruktur und in der Energiewende geeinigt. Trotz einiger Unstimmigkeiten lautete das Signal der Parteien: Geschlossenheit.
Die Luftangriffe auf die Terrormiliz IS stellen sich im Kampf um das syrische Kobane als weitgehend wirkungslos heraus. Auch der türkische Präsident Erdogan kritisierte die amerikanische Strategie: „Nur durch Luftangriffe können sie dem Terror kein Ende setzen.“ Die Türkei selbst greift allerdings nicht in den Krieg ein.
250 Kurden haben bei der Eröffnung der Buchmesse am Dienstag gegen die Massaker des IS in Syrien protestiert. Sie wollten mit Frank-Walter Steinmeier sprechen, der die Messe eröffnete.
In türkischen Städten demonstrieren Kurden gegen die angebliche Unterstützung der IS-Terrormiliz durch die Türkei. Stehen nun auch die Friedensgespräche mit der PKK vor dem Ende?
Erdogan spielt gegenüber den kurdischen Enklaven in Syrien ein gefährliches Spiel und ist dabei, es sich mit allen zu verderben. Es ist eine Illusion zu glauben, der IS-Terror mache an der Grenze zur Türkei halt.