Die Mullahs stürzen noch nicht
Wer glaubt, in Teheran wanke das Regime, ist naiv. Das will die iranische Diaspora – auch bei uns – nicht hören und feindet nüchterne Betrachter an. Das hat bedrohliche Züge.
Wer glaubt, in Teheran wanke das Regime, ist naiv. Das will die iranische Diaspora – auch bei uns – nicht hören und feindet nüchterne Betrachter an. Das hat bedrohliche Züge.
Die ukrainische Führung versucht, den internationalen Druck auf Teheran wegen der Waffenlieferungen aus Iran an Moskau zu erhöhen. Die EU will der Ukraine mit neuen Milliarden helfen. Der Überblick.
Zu Beginn der achten Woche der landesweiten Proteste fordern prominente Vertreter des Regimes, endlich hart gegen die Demonstranten vorzugehen. Über erste Blutbäder wird bereits berichtet.
Die Ukraine und die USA hatten Iran beschuldigt, während des Krieges Kamikaze-Drohnen an Russland geliefert zu haben. Bisher hatte Teheran die Vorwürfe bestritten. Nun gab es zu, Russland vor dem Krieg mit Drohnen dieses Typs beliefert zu haben.
Der deutsche Fußballspieler Toni Kroos unterstützt die Bürgerrechtler in Iran. 15 Sekunden lang. Ganz schön kurz also. Aber länger als in seiner Branche üblich ist.
Wie lässt sich die iranische Protestbewegung besser unterstützen? Darüber wurde in der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank lebhaft und emotional diskutiert. Grünen-Chef Omid Nouripour: „Die Leute in Iran haben keine Angst mehr.“
In Iran sind bei Protesten mehr als 300 Personen getötet worden. Das teilt eine Organisation für Menschenrechte mit. Unter den Opfern seien 47 Minderjährige und 38 Sicherheitskräfte.
55 Prozent der Bevölkerung Irans sollen die Proteste unterstützen. 83 Prozent hätten grundsätzlich Sympathien für sie. Das sagte ein Repräsentant von Revolutionsführer Khamenei offenbar vor Studenten.
Nun wird auch in einer Erhebung des Regimes deutlich: Die Kluft zwischen den Regierenden und der Gesellschaft in Iran wird breiter und tiefer.
Die Exilfilmkunst von Menschen aus Iran sucht etwas anderes als Heimat: „Land of Dreams“ von Shirin Neshat und Shoza Azari im Kino.
Am Donnerstag ist es in Iran erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. In der Stadt Zahedan wurde ein hoher islamischer Würdenträger getötet.
Das Auswärtige Amt hat die Deutschen dazu aufgerufen, Iran zu verlassen. Das Vorgehen des Regimes gegen die Proteste wird immer brutaler. Wir sprechen unter anderem mit der Grünen-Europaabgeordneten Hannah Neumann über weitere Sanktionsmöglichkeiten.
Für deutsche Staatsangehörige besteht die konkrete Gefahr, willkürlich festgenommen, verhört und zu langen Haftstrafen verurteilt zu werden, teilt das Auswärtige Amt auf seiner Homepage mit.
US-Vizepräsidentin Kamala Harris plant, Iran aus dem UN-Gremium zu entfernen. Mit dem brutalen Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung habe das Land bewiesen, dass es für eine Mitarbeit ungeeignet sei.
Kiew sucht in Europa Hilfe gegen den „Energieterror“ Russlands. Dabei geht es neben Geld und Anlagen zur Wiederherstellung der Energieversorgung auch um den Schutz vor neuen Angriffen. Der Überblick.
In Teheran beginnen vor den Revolutionsgerichten die Prozesse gegen rund 1000 Demonstranten. Derweil lehnte das Büro für Islamisches Verhalten eine Lockerung der Verschleierungspflicht ab.
Pegah Ferydoni floh als Kleinkind mit ihren Eltern aus Iran nach Deutschland, wurde hier zum Star. Ein Gespräch über Heimat, Identität – und die Mullahs.
Die grüne Außenpolitik scheint darauf zu bauen, mit Sonntagsreden davonzukommen und die Zeit auszusitzen, bis die Proteste vom Regime erledigt werden: Warum die Iranerinnen vom Westen allein gelassen werden. Ein Gastbeitrag.
Die Drohung der Revolutionswächter war unmissverständlich: Die Demonstranten sollten die „Geduld des Systems“ nicht überstrapazieren. Trotzdem gingen am Wochenende wieder Tausende auf die Straße.
Bei einem Auftritt in Buenos Aires spielt die britische Band Coldplay das Lied „Baraye“, die inoffizielle Hymne der iranischen Protestbewegung – und solidarisiert sich mit den systemkritischen Demonstrationen.
Sie sind unterdrückt, aber keine Opfer: Ein Gespräch mit der Fotografin, Opernregisseurin und Filmemacherin Shirin Neshat über die Proteste und den Mut der iranischen Frauen.
Deutschland kann und muss den Iranern, die gegen ihr nicht reformierbares Regime aufbegehren, konkret helfen. In unserem Interesse ist aber auch die Rückkehr zum Atomabkommen. Ein Gastbeitrag des außenpolitischen Sprechers der SPD.
Die Proteste in Iran reißen nicht ab. Düzen Tekkal erzählt, welche Nachrichten sie von den Menschen vor Ort erreichen. Und mit Natalie Amiri sprechen wir über feministische Außenpolitik und ob die aktuellen Sanktionen ausreichen.
In einer Lufthansa-Maschine am Frankfurter Flughafen haben Wartungsarbeiter einen Toten entdeckt. Das Flugzeug kam wohl aus Teheran.
Iran bezichtigt Mitarbeiter der Deutschen Welle der „Unterstützung von Terrorismus“. Intendant Peter Limbourg: Das ist nicht hinnehmbar.
Bei einem Anschlag des „Islamischen Staats“ auf eine der heiligsten Stätten der Schiiten in Iran wurden mindestens 15 Menschen getötet. Die iranische Führung wirft den Demonstranten vor, den Terroristen „den Weg geebnet“ zu haben.
Die iranischen Universitäten haben ein außergewöhnliches hohes Niveau. Hat sich das Regime mit seiner Bildungspolitik sein eigenes Grab geschaufelt?
Die Fernsehmoderatoren Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben ihre Instagram-Accounts an iranische Frauen weitergegeben. Sie wollen dem Aufstand gegen das iranische Regime Reichweite im Netz verschaffen.
In der iranischen Großstadt Schiras kommen bei einem Terroranschlag mindestens 15 Menschen ums Leben. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ reklamiert die Tat für sich.
Im Süden des Iran ist es zu einem Terroranschlag auf Schiiten gekommen. Ein Mitglied des sogenannten Islamischen Staates tötete mindestens 15 Menschen in einer bedeutenden Pilgerstätte.
Mit einem Staat, der „derart menschenverachtend“ mit seinen Bürgern umgehe, könne es kein „Weiter so“ geben, sagt die Außenministerin. In Iran kommt es beim Gedenken an Mahsa Amini zu Ausschreitungen.
In Mahsa Aminis Heimatstadt Sakes sind am Mittwoch Tausende zum Gedenken an die junge Frau zusammengekommen. Sicherheitskräfte sollen auf sie geschossen haben. Auch in anderen Teilen Irans gingen Menschen auf die Straße.
Israel verspricht der Ukraine Hilfe, will aber weiterhin keine Waffen liefern. Die Lage in Syrien und Irans Zusammenarbeit mit Russland beeinflussen die Debatte in Israel. Auch im Wahlkampf spielt das Thema eine Rolle.
Die UN dürften den Staaten beim Klimaschutz ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Die Kassenärzte protestieren. Und: Legen Scholz und Macron beim Arbeitsessen ihre Meinungsverschiedenheiten bei? Der F.A.Z. Newsletter.
Die Proteste, die Mitte September nach dem Tod von Mahsa Amini begonnen haben, flauen allmählich ab. Nun ringt Teheran damit, welche Konsequenzen es aus den vergangenen Wochen zieht.