Was ist Völkermord?
Als im Osmanischen Reich vor hundert Jahren die Armenier ermordet wurden, gab es den Begriff Völkermord noch nicht. Doch war das Massaker ein wichtiger Anstoß, eine strafrechtliche Norm zu schaffen.
Als im Osmanischen Reich vor hundert Jahren die Armenier ermordet wurden, gab es den Begriff Völkermord noch nicht. Doch war das Massaker ein wichtiger Anstoß, eine strafrechtliche Norm zu schaffen.
Die Geste der Holocaust-Überlebenden Eva Kor, die den Angeklagten Oskar Gröning im Lüneburger Auschwitz-Prozess demonstrativ umarmte, um ihm zu vergeben, bewegt auch Großbritannien. Kritikern antwortet sie im BBC-Interview mit eindrucksvollen Worten.
Der Direktor des FBI schickt seine Mitarbeiter per Dienstanweisung ins Holocaust-Museum. Eine Rede, die James Comey dort gehalten hat, führte jetzt zum internationalen Eklat.
Der Historiker Norman Naimark über den Genozid an den Armeniern, die Haltung der Türkei und diplomatische Rücksichtnahme und wieso Deutschland nichts gegen den Völkermord unternommen hat.
In Lüneburg ist ein Mann angeklagt, der das Geld der Menschen verwaltete, die in die Gaskammern von Auschwitz geschickt wurden. Warum erst jetzt?
Für viele der aus Deutschland stammenden Israelis und Diasporajuden blieb Deutschland trotz Holocaust eben nicht nur das Land Hitlers, sondern mindestens ebenso sehr die Heimat Goethes und Schillers, also ihre eigene seelische und kulturelle Heimat.
Am Holocaust-Gedenktag stand in Jerusalem des Leben still. Die Regierung versammelte sich in der Gedenkstätte Yad Vashem. Dort wird in einer Ausstellung an das Schicksal von Kindern während des Genozids erinnert.
Am Holocaust-Gedenktag greift Israels Ministerpräsident zu drastischen Worten: Vor dem Zweiten Weltkrieg habe der Westen vergeblich versucht, Nazideutschland zu beschwichtigen. Dieser Fehler wiederhole sich nun in der Iran-Politik.
Bürger finanzieren eine Gastprofessur für Holocaustforschung an der Frankfurter Universität. Die Stelle entsteht zusätzlich zu einer von Land angekündigten Holocaust-Professur.
Franziskus bezeichnet die Massaker an den Armeniern als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts und stellte sie in eine Reihe mit dem Holocaust und Stalins Verbrechen in der Ukraine. Die Reaktion aus Ankara ist schroff: Der Papst schüre Hass und Feindschaft.
Den Holocaust leugnen ist von gestern – der moderne Antisemit kündigt lieber einen an. Und versteckt sich dabei hinter einer Maske.
Shahak Shapira wurde bekannt, nachdem er in der Berliner U-Bahn antisemitische Gesänge filmte und dafür verprügelt wurde. Jetzt soll er häufig was sagen, wenn eine jüdische Stimme gefragt ist – er, der von sich selbst sagt, er sei der schlechteste Jude der Welt.
Jetzt melden sich noch mehr Fürsprecher für eine ordentliche Professur zur Erforschung des Holocausts zu Wort. Unter ihnen sind die Frankfurter Uni-Präsidentin, Birgitta Wolff, und Hessens Bildungsminister Boris Rhein.
In ganz Deutschland gibt es keinen Lehrstuhl für Holocaustforschung - andere Länder sind da weiter. Nun macht die Stiftungsratsvorsitzende des Fritz-Bauer-Instituts Werbung für eine ordentliche Professur an der Goethe-Universität.
Der wegen Volksverhetzung verurteilte Geistliche Richard Williamson ist aus der katholischen Kirche ausgeschlossen worden. Er soll mit einer unerlaubten Bischofsweihe gegen Kirchenrecht verstoßen haben.
Das russische Projekt, die Ukraine und die Europäische Union im Namen einer anderen Weltordnung zu zerstören, sollte weder schockieren noch verwirren. Immerhin beruht es auf einem zutreffenden Geschichtsverständnis. Ein Gastbeitrag.
The Russian project to destroy Ukraine and the European Union in the name of an alternative global order should not shock or confuse.
Seit fünfzig Jahren pflegen sie diplomatische Beziehungen, heute sind Israel und Deutschland Partner. Wie das nach dem Holocaust möglich wurde, beschreibt Dan Diner in seinem Buch über Israels deutsche Frage.
Ein Vater sucht seine verlorene Tochter. Er findet sie in ihren Tagebüchern, in denen sich für die ganze Welt der Holocaust spiegelt: „Meine Tochter Anne Frank“ ist die Annäherung an eine Projektionsfigur.
Der jüdische Fotograf Rafael Herlich führt junge Muslime durch seine Ausstellung. Was bedeutet die deutsche Geschichte für Migrantenkinder?
Das Gastspiel „Die letzten Zeugen“ erzählt eindringlich vom Leben sieben Holocaust-Überlebender. Bei den Thementagen des Frankfurter Schauspiels über Auschwitz zwingt sich dem Besucher eine beunruhigende Erkenntnis auf.
Aus Protest gegen die Mohammed-Karikaturen des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ lobt Iran einen Wettstreit aus: Zeichnungen mit der besten Holocaust-Leugnung sollen prämiert werden.
Als im November 1945 die Rote Armee ankündigte, das „riesige Areal“ dem polnischen Staat zu übergeben, setzten sich ehemalige politische Häftlinge dafür ein, Auschwitz als Gedenkort zu erhalten, als „Symbol der Opfer und der Aufopferung derer, die um Polen kämpften“.
Als populärster Holocaust-Überlebender Deutschlands hat man es nicht leicht. Markus Lanz drückt einem den Arm und freut sich über jüdischen Humor. Und dann lädt auch noch Pegida ein.
Der Holocaust-Unterricht in Deutschland wird der multikulturellen Realität im Klassenzimmer nicht mehr gerecht. Wie muss der Geschichtsunterricht verändert werden, um Schüler aus Einwandererfamilien besser zu erreichen?
Trude Simonsohn hat Schreckliches erlebt. Das Schrecklichste hat ihr Gedächtnis verdrängt. Die Holocaust-Überlebende sprach noch einmal über ihre Zeit im KZ Theresienstadt. Sie sagt: „Fragt uns, wir sind die Letzten.“
Für Intoleranz und rechtes Gedankengut sei in Deutschland kein Platz, sagte Ministerpräsident Bouffier (CDU) bei der hessischen Holocaust-Gedenkfeier. Alle Fraktionen warnen vor dem Vergessen. Auch in Frankfurt wird erinnert.
Hugo Egon Balder verbindet die Geschichte seiner Mutter mit der des Holocaust: „Mit dem Mut der Verzweiflung - 70 Jahre nach Auschwitz“. Für einen seltenen Moment gibt der Moderator Balder einen sehr intimen Einblick.
Zwischen dem Verstehen der Ursachen und der faktischen Realität des Holocaust klafft ein Abgrund. Claude Lanzmann, Regisseur von „Shoah“, über die Notwendigkeit, den Blick ganz direkt auf den Schrecken zu richten.
Wladimir Putin hat in seiner Rede zum Holocaust-Gedenktag vor Versuchen gewarnt, die Geschichte umzuschreiben. Für die Taten der Nazis gebe es „weder Entschuldigung, noch Vergessen“. Auch auf die Lage in der Ostukraine ging er bei der Gelegenheit ein.
Erst wurde Putin nicht explizit zum Holocaust-Gedenken eingeladen, dann behauptete der polnische Außenminister, Ukrainer hätten Auschwitz befreit - zwischen Moskau und Warschau herrscht am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung tiefe Verstimmung.
Geht es um den Holocaust, ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt, denn das Verfassungsgerichts sieht die Bundesrepublik als Gegenentwurf zum NS-Staat. Wer dies leugnet, gefährdet den öffentlichen Frieden.
Die zweite Generation der Holocaust-Überlebenden hat die verdrängten Schuldgefühle, die Trauer und die Traumatisierung derjenigen geerbt, die der Ermordung nur knapp entgingen. Und sie lachen.
Bundespräsident Joachim Gauck hat die Menschen in Deutschland 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor einem Schlussstrich unter den Holocaust gewarnt. Bundestagspräsident Norbert Lammert fordert von den Jüngeren, „Zeugen der Zeugen“ zu werden.
Der Maler Jehuda Bacon kam als Junge nach Auschwitz. Er gehörte zu einem Hilfstrupp von Lagerinsassen, den „Birkenau Boys“. Seine Bilder halfen ihm, mit dem Unbegreiflichen zu leben.
Hunderttausende Juden wurden mit Hilfe der ungarischen Polizei von den Nazis nach Auschwitz deportiert. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat nun erstmals die Komplizenschaft seines Landes beim Holocaust anerkannt.