„Die Zeit des bequemen Abwartens ist vorbei“
Was tun gegen den wachsenden Antisemitismus? Wie an die NS-Zeit und den Holocaust erinnern? Womit junge Leute erreichen? Museumsdirektorin Mirjam Wenzel sucht im Interview nach Antworten.
Was tun gegen den wachsenden Antisemitismus? Wie an die NS-Zeit und den Holocaust erinnern? Womit junge Leute erreichen? Museumsdirektorin Mirjam Wenzel sucht im Interview nach Antworten.
Der Bundespräsident ermuntert die Deutschen dazu, mit Stolz auf die eigenen Traditionen von Freiheit und Demokratie zu blicken. Ohne dabei den Blick auf den Holocaust zu verdrängen.
Den Tag über wurden am Holocaust-Mahnmal die Namen der über 55.000 Berliner Juden verlesen, die im Holocaust ermordet wurden. Die Biografien einiger Opfer können Besucher des Denkmals im sogenannten Raum der Namen nachlesen.
Ein ehemaliger SS-Wachmann steht seit Dienstag Gericht. Er ist wegen hundertfacher Beihilfe zum Mord angeklagt. Als Holocaust-Überlebende von ihren persönlichen Erfahrungen erzählen, kommen dem Angeklagten die Tränen.
Sie ist 93 Jahre alt und hat den Holocaust überlebt. Und jetzt ist sie Schönheitskönigin: „Miss Holocaust Survivor“. Der Wettbewerb, an dem ein Dutzend Damen teilnahmen, ist nicht unumstritten.
Triumph für Polens Patrioten: Neue Erkenntnisse über die „Berner Gruppe“, die Juden vor dem Holocaust rettete, erregen in Polen wie in Israel großes Aufsehen.
„Die Zeit der Provokation ist vielleicht erst mal vorbei“: Rapper Kollegah distanziert sich von umstrittenen Textstellen auf seinem Album. Der Besuch in Auschwitz sei eine aufwühlende, klärende Erfahrung für ihn gewesen.
Bei seiner Pressekonferenz mit der Kanzlerin lobt Benjamin Netanjahu deren Einsatz für gute bilaterale Beziehungen. Er fordert aber auch eine klarere Haltung gegenüber Iran. Die Kanzlerin reagiert – mit Zustimmung und Widerspruch.
Das kommt zur richtigen Zeit: Ein Sammelband hebt zwanzig Schätze der Holocaustliteratur. Darin wird auch die alte Frage neu aufgeworfen, wie Schreiben nach und über Auschwitz möglich ist.
Michel Friedman ist einer der prominentesten Vertreter des deutschen Judentums und ein Mann, der gerne Klartext spricht. Zur geplanten Gründung einer Gruppe von Juden in der AfD hat er eine klare Meinung.
Der Holocaust ist in Litauen eine noch nicht verheilte Wunde. Deshalb wird das Gebet des Papstes im einstigen Getto ein wichtiges Zeugnis sein, dorthin zu gehen, wo es am stärksten schmerzt.
Deutsche Gerichte haben einem Aktivisten verboten, Abtreibungen als Mord zu bezeichnen. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ist er nun mit einer Beschwerde dagegen gescheitert.
Wegen seines konsequenten Vorgehens gegen Drogenabhängige hat der philippinische Präsident schon oft eine Parallele zu Hitler gezogen. Jetzt will er an der Einweihung eines Holocaust-Denkmals in Israel teilnehmen.
Das ZDF berichtete fälschlicherweise von den „polnischen Vernichtungslagern Majdanek und Auschwitz“. Der Sender entschuldigte sich sofort. Ein einstiger KZ-Häftling wollte, dass seine Erklärung dazu veröffentlicht wird. Nun hat der BGH entschieden.
Wie Paul Celan verarbeitete auch Immanuel Weißglas seine Holocaust-Erfahrungen literarisch. Diese Verse des jüdischen Kollegen dienten Celan später als Grundlage für die berühmte „Todesfuge“.
Europas Linke begeht einen Fehler, wenn sie dem Führer der Labour Party folgen möchte. Ein Gastbeitrag.
Ursula Haverbeck sitzt wegen der Leugnung des Völkermords an den Juden im Gefängnis – zu Recht, sagt das Bundesverfassungsgericht. Aber nicht jede beschönigende Darstellung des Nationalsozialismus ist strafbar.
Mark Zuckerberg will Postings, in denen der Holocaust geleugnet wird, bei Facebook nicht löschen. Die deutsche Justizministerin Katarina Barley meldet sich dazu gleich zu Wort. Und lehnt sich weit aus dem Fenster.
Das Netz empört sich über Mark Zuckerbergs Aussagen zur Holocaust-Leugnung auf Facebook. In Deutschland ist diese strafbar. Das Justizministerium weist auf die Rechtslage hin.
Der Streit um Antisemitismus im Internet verschärft sich. Im Falle von Holocaust-Leugnern hat Facebook-Chef Zuckerberg nun Stellung bezogen. Seine Begründung ist doch sehr eigenwillig.
Im Bundesarchiv liegt ein Blatt Papier, das Martin Heideggers Mitwirkung am Holocaust beweisen soll. Tatsächlich belegt die vermeintliche große Entdeckung nur den denunziatorischen Eifer von Heideggers Gegnern.
Am Tag vor seinem Tod kam Claude Lanzmanns letzter Film in die französischen Kinos: „Vier Schwestern“ erzählt von Schicksalen, die brennend aktuell sind.
Polen hat vor kurzem sein umstrittenes Holocaust-Gesetz geändert und zusammen mit Israels Regierung eine Erklärung dazu veröffentlicht. Die weist die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte allerdings zurück – weil sie historisch fehlerhaft sei.
An diesem Donnerstag ist Claude Lanzmann gestorben. Sein neunstündiges Hauptwerk „Shoah“ hat ihn berühmt gemacht. Was ist das Besondere dieses Films über die Judenvernichtung?
Noch als Schüler kämpfte er in der Résistance, sein Film „Shoah“ über den Völkermord an den europäischen Juden hat ihn weltberühmt gemacht: Im Alter von 92 Jahren ist Claude Lanzmann gestorben.
Nach einem Brandanschlag auf das Auto des AfD-Politikers von Gottberg ermittelt der Staatsschutz. Eine bislang unbekannte Gruppe bekannte sich zu der Tat – und bezeichnete den AfD-Abgeordneten als „Holocaustleugner“.
Für das im März in Kraft getretene Holocaust-Gesetz ist Polen heftig kritisiert worden, vor allem von Israel. Jetzt hat das Parlament einen zentralen Paragraphen gestrichen – auf Initiative von Ministerpräsident Morawiecki.
Die Regisseurin Ruth Zylberman rekonstruiert die Schicksale der Bewohner eines Hauses im jüdischen Viertel von Paris: Die Arte-Dokumentation „Die Kinder aus der Rue Saint-Maur“ ist ein kluger Film, der wenig Trost bietet.
Alexander Gauland stellt zwei Tage nach seiner Rede in Thüringen in Abrede, dass er Verbrechen der Nationalsozialisten habe bagatellisieren wollen. Die Empörung über seine „Vogelschiss“-Äußerung hält an.
Palästinenserpräsident Abbas sagte auf einer Tagung des PLO-Nationalrats, er verurteile den Holocaust und Antisemitismus. Am Montag hatte er nahe gelegt, Juden seien selbst für die Schoa verantwortlich.
Der Berliner Kippa-Vorfall hat gezeigt: Wenn Deutschland den Antisemitismus wirklich bekämpfen will, muss es der Sicherheit der Juden mehr Priorität einräumen. Auch bei der Entscheidung, wen es künftig ins Land lässt. Ein Gastbeitrag.
Der Labour-Vorsitzende Corbyn will Antisemitismus-Vorwürfe gegen seine Partei entkräften – die Kritik trifft indes auch ihn selbst. Die Stimmung ist vergiftet.
Der AfD-Abgeordnete Uwe Witt ist für das Holocaust-Denkmal und stellt sich gegen den völkisch-nationalen Flügel seiner Partei. Er rechnet mit einer großen Zukunft.
Am Holocaust-Gedenktag nehmen Israels Staatschef Rivlin und Polens Präsident Duda an einem „Marsch der Lebenden“ in Auschwitz teil. Rivlin kritisiert das polnische Holocaust-Gesetz, Duda widerspricht ihm.
Seit Jahren werden in Frankreich Juden umgebracht, weil sie Juden sind. Nach dem Mord an der Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll wittert ausgerechnet die Rechte ihre Chance.
Nachdem eine Holocaust-Überlebende in Frankreich ermordet wurde, trafen sich Franzosen und französische Politiker zu einem Marsch gegen Antisemitismus. Doch nicht jeder Politiker war willkommen.