Jeder Fünfte findet Holocaust-Gedenken „zu viel“
Unter AfD-Wählern ist gar jeder Zweite der Ansicht, dem Holocaust-Gedenken würde zu viel Platz eingeräumt. Gleichzeitig will ein Viertel aller Deutschen das Gedenken weiter ausbauen.
Unter AfD-Wählern ist gar jeder Zweite der Ansicht, dem Holocaust-Gedenken würde zu viel Platz eingeräumt. Gleichzeitig will ein Viertel aller Deutschen das Gedenken weiter ausbauen.
Als erster deutscher Bundespräsident spricht Frank-Walter Steinmeier in Yad Vashem und zeigt sich besorgt über einen wieder aufkeimenden Antisemitismus. Vor allem aber schwebt Putins Schatten über der Veranstaltung.
Auf dem Welt-Holocaust-Forum äußert Bundespräsident Steinmeier Zweifel, ob die Deutschen dauerhaft aus der Geschichte gelernt haben. Israels Ministerpräsident Netanjahu ruft zu Widerstand gegen Iran auf.
Moshe Haelion wird als Jugendlicher nach Auschwitz deportiert. Er kann zunächst nicht glauben, was dort passiert. 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers ist er sich sicher: „Ein Holocaust kann wieder geschehen.“
In Jerusalem erinnert das erste „Welt-Holocaust-Forum“ an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ohne politische Verwerfungen läuft das nicht ab – ein russischer Oligarch spielt dabei eine pikante Rolle.
Antisemitismus ist niemals statisch. Das Ressentiment passt sich an, es aktualisiert seine Motive und fügt sich geschmeidig in Diskurse ein - die reichen von der Globalisierung bis zur Lage im Nahen Osten.
Das Interesse an einer persönlichen Begegnung mit den Verbrechensorten der Nazis ist abermals gewachsen. Mancherorts ist die Belastungsgrenze für Personal und Infrastruktur erreicht.
Von einer Gedenkstätte zum Geschichtsmuseum: In der neuen Ausstellung im Haus der Wannseekonferenz soll der Holocaust nicht nur als historisches Geschehen, sondern als stets gegenwärtige Mahnung begriffen werden.
Das Gedenken an die Ermordung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten in Auschwitz wird in Polen überschattet durch den Streit mit Russlands Präsident. Zum 75. Jahrestag der Befreiung spricht Putin in Israel. Warum?
Im Land der Täter ein Zentrum für Holocaustforschung: Vor 25 Jahren wurde diese Idee mit der Gründung des Fritz-Bauer-Instituts verwirklicht.
Seit Wochen steht eine Gedenksäule vor dem Reichstag, die angeblich Asche von Holocaust-Opfern enthält. Nun gibt das „Zentrum für Politische Schönheit“ kleinlaut zu: Das lässt sich gar nicht nachweisen.
Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ruft Spotify auf, endlich etwas gegen Hassinhalte zu unternehmen, die zur Vergasung von Juden aufrufen oder sich über Holocaust-Opfer lustig machen.
Trotz heftiger Kritik steht die umstrittene Säule des „Zentrums für politische Schönheit“ noch immer. Aktivisten wollten den Abbau nun selbst in die Hand nehmen – das entfachte den Konflikt von Neuem.
„Ich wünschte, wir wären anderen gegenüber so gnädig wie gegenüber den Deutschen“: Ein Gespräch mit dem israelischen Schriftsteller Yishai Sarid über Lehren aus dem Holocaust.
Das Zentrum für politische Schönheit ist das größte, am meisten gehasste und geliebte Polit-Kunst-Aktivismus-Kollektiv in Deutschland. Seine letzte Aktion war ein Skandal. Was ist eigentlich das Problem der Pseudo-Aktivismus-Künstler?
Nach heftiger Kritik hat das „Zentrum für politische Schönheit“ eine Säule mit mutmaßlich menschlichen Überresten von NS-Opfern verdeckt. Abgebaut wurde sie aber noch nicht – das ZPS weiß nicht, wohin mit dem „Inhalt“.
Roger Hallam, Gründer der Klimaschutzbewegung „Extinction Rebellion“, vertritt antisemitische Thesen. Was bedeutet das für die Bewegung in Deutschland, und wie weit reichen die Verbindungen zur britischen Fraktion?
Roger Hallam, Mitbegründer der Klimaprotestbewegung Extinction Rebellion, relativiert den Holocaust. Sein Buch wird jetzt nicht mehr auf Deutsch erscheinen. Doch was steht in seinem sogenannten Manifest? Und was sagt er selbst, wenn man ihn auf dem Land besucht?
Warum nur bedauert man die Deutschen dafür, ihre Schuld zu tragen? Der Mitbegründer der Klimabewegung Extinction Rebellion relativiert den Holocaust.
In einem Interview äußert sich Roger Hallam, einer der Mitbegründer von Extinction Rebellion, zum Holocaust und relativiert ihn. Der deutsche Arm der Klimabewegung ist entsetzt – und erklärt Hallam zur persona non grata.
Wer legt Zeugnis ab vom Holocaust, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt? Anita Lasker-Wallfisch wird Schülern auch nach ihrem Tod Fragen beantworten. Im November wird das interaktive Projekt in Frankfurt getestet.
A new study revealed substantial evidence that anti-Semitism is on the rise in Germany again. What is fuelling this dangerous trend?
Eine neue Studie belegt, dass Juden in Deutschland aufs Neue wachsendem Antisemitismus ausgesetzt sind. Was treibt diesen gefährlichen Trend an? Ein Gastbeitrag.
Der Holocaust liegt achtzig Jahre zurück – doch der Antisemitismus ist scheinbar unausrottbar. Sicherheitsmaßnahmen rund um jüdische Einrichtungen sind immer noch dringend nötig.
„Der Krieg und ich“ schildert Kindern den Zweiten Weltkrieg und das Grauen des Holocausts. Auf dieser Gratwanderung findet die Serie einen Weg, den Jüngsten darzustellen, was das NS-Regime anrichtete.
1989 – in das Trauma der Doppeldiktatur krachte das Trauma der Verunsicherung. Verstörung, Abwehr, Gefühlsmüdigkeit, Desillusion machten sich breit. Nach vorn hin wurde saniert und saniert, inwendig blieb das Ganze ohne Boden.
Das Arolser Archiv ist eine der weltweit größten Sammlungen über NS-Verbrechen. Die Dokumente der Zeitgeschichte sollen jetzt anhand eines „Bürgerwissenschaftsprojekts“ digital abrufbar werden.
War es richtig, über die Bloggerin Marie Sophie Hingst und ihre erfundene Familiengeschichte zu berichten? Der „Spiegel“-Journalist Martin Doerry erklärt, warum er über die junge Frau, die Mitte Juli gestorben ist, geschrieben hat.
Mit Artur Brauner ist nun einer der prägendsten Produzenten des deutschen Kinos gestorben. Welche Stellung nehmen seine „Filme gegen das Vergessen“ im deutschen Nachkriegskino ein? Ein Gastbeitrag.
Die Boykott-Bewegung BDS sagt, sie kritisiere Israel. Doch in Wahrheit liefert sie die israelischen Juden einem Umfeld aus, das sie vernichten will.
Erst vergangene Woche ist der Auschwitz-Überlebende Leon Schwarzbaum mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden – nun wurde ihm sein Abi-Zeugnis überreicht. Schulkinder hatten sich dafür eingesetzt.
Yishai Sarids Roman „Monster“ ist ein fiktionaler Bericht an den Direktor von Yad Vashem. Das Buch schlägt einen Bogen vom Holocaust zur politischen Gegenwart – und rechnet bitterböse mit der israelischen Erinnerungskultur ab.
Nicht lange her und nicht weit weg: Eine Ausstellung im New Yorker Museum of Jewish Heritage über das Vernichtungslager geht in der Visualisierung des Holocaust weit. Zu weit?
Alexandria Ocasio-Cortez nennt die amerikanischen Flüchtlingscamps Konzentrationslager. Die Empörung ist groß. Doch Wissenschaftler verteidigen den Vergleich.
Google ist die Nummer eins der Internetsuche. Doch wie geht der Suchgigant vor? Was tut der Konzern gegen illegale Inhalte? Und wie suchen wir in Zukunft? Auf diese Fragen antwortet Pandu Nayak, Google-Vizepräsident für Suchprozesse.
Der Berliner Filmproduzent Artur Brauner hat ein riesiges Filmarchiv hinterlassen. Das einmalige cineastische Erbe lebt in Frankfurt weiter.