„Kein Zaun kann Flüchtlingsströme stoppen“
In Deutschland gehen die Flüchtlingszahlen leicht zurück, eine kurze Verschnaufpause. Grund dafür könnte die Balkanroute sein. Der Frontex-Chef geht aber davon aus, dass der Effekt nur kurzfristig ist.
In Deutschland gehen die Flüchtlingszahlen leicht zurück, eine kurze Verschnaufpause. Grund dafür könnte die Balkanroute sein. Der Frontex-Chef geht aber davon aus, dass der Effekt nur kurzfristig ist.
Die Kanzlerin hat zwei Wochen Zeit, um die Flüchtlingszahlen zu senken. Sie braucht dafür die Türkei – und setzt alle Hebel in Bewegung.
Fabrice Leggerie, Direktor der Grenzschutzangentur Frontex, spricht im F.A.Z.-Interview über den täglichen Kampf gegen illegale Grenzüberschreitungen, Schleuser und Bürokratie.
Die EU fordert von Griechenland eine bessere Sicherung der Außengrenzen, ansonsten droht der Ausschluss aus dem Schengen-Raum. Es sei „ein Mythos“, dass die griechisch-türkische Grenze nicht zu schützen sei, sagt die Innenministerin Österreichs
Geheimdienste sorgen sich offenbar wegen Tausender offizieller Reisedokumente in der Hand von IS-Terroristen. Vermutlich können die Terroristen auch täuschend echte Pässe selbst herstellen.
Die Bundesregierung erwartet von Ankara effektive Maßnahmen zur Grenzsicherung und zur Bekämpfung von Schleppern. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Regierungserklärung
Europa will seine Außengrenzen besser schützen. Im Prinzip sind sich alle einig - doch die Vorschläge der EU-Kommission gehen einigen Staaten zu weit. Die EU-Agentur Frontex soll künftig gegen den Willen von Staaten aktiv werden. Die Gegenwehr ist heftig.
Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex hat in diesem Jahr mehr illegale Grenzübertritte gezählt als je zuvor. Derzeit gehe die Zahl aber wieder leicht zurück.
Wenn ein Staat seine Grenzen nicht mehr wirksam sichern kann, soll in Zukunft Frontex federführend eingreifen. Dafür soll die Behörde deutlich mehr Personal bekommen. Ein konkreter Vorschlag zur Verteilung von Flüchtlingen in Europa lässt aber weiter auf sich warten.
Die CDU-Spitze bleibt dabei: Sie will sich beim Parteitag Anfang kommender Woche weiter nicht auf eine Obergrenze für Flüchtlinge festlegen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff setzt Merkel weiter unter Druck – und fordert eine rasche Begrenzung.
Deutschland und Frankreich wollen die EU-Außengrenzen besser schützen. Die Grenzschutzbehörde Frontex soll dafür gestärkt werden – und zur Not auch gegen den Willen eines Mitgliedstaats zum Einsatz kommen.
Viele Europäer fordern von den Griechen ihre Seegrenze zur Türkei besser gegen Flüchtlinge abzuschotten. Doch so leicht ist das nicht. Sollte es tatsächlich versucht werden, könnte das den Flüchtlingen durchaus gelegen kommen.
EU-Grenzschützer haben die Bundesregierung laut einem Bericht bereits frühzeitig über den Flüchtlingsandrang informiert. Die Reaktion in Berlin fiel jedoch zögerlich aus.
Flüchtlinge auf der Balkanroute sollen nicht mehr von einem Land ins nächste durchgewunken werden. Auch die Aufnahme soll besser geregelt werden, vor allem in Griechenland. Die Ergebnisse des Brüsseler Krisen-Spitzentreffens.
Die EU und die Türkei haben sich auf einen Plan geeinigt, um den Zuzug von Flüchtlingen nach Europa zu begrenzen. Die Regierung in Ankara kann auf weitreichende Zugeständnisse hoffen. Deutschland scheiterte mit einer zentralen Forderung.
In Westafrika begann Spanien schon vor Jahren damit, die Migration über den Atlantik zu verhindern. Heute versucht kaum einer mehr, von dort nach Europa zu gelangen.
Bei einem Besuch des türkischen Staatspräsidenten in Brüssel werben EU-Politiker um Unterstützung des Landes bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. Erdogan wiederum ergeht sich in Terror-Vergleichen.
Die Überfahrt über das Mittelmeer bleibt für Flüchtlinge gefährlich: Innerhalb von zwei Tagen wurden mehrere Leichen an den Stränden der griechischen Insel Kos entdeckt. Mehr als 1000 Migranten wurden aus Seenot gerettet.
In Brüssel ist ein Aktionsplan gegen den Flüchtlingsstrom gereift: Griechen und Türken sollen gemeinsam vor der Küste patrouillieren, Flüchtlinge in die Türkei gebracht werden. Dort sollen sechs neue Lager für bis zu zwei Millionen Menschen entstehen.
Der europäische Grenzschutz benötige mehr Personal und ein umfassendes IT-System für die Registrierung. Nur so könnten die Flüchtlinge für ein EU-Quotensystem erfasst werden, sagt Frontex-Chef Leggeri. Aus Polen heißt es unterdessen, man wolle nur eine symbolische Zahl an Migranten aufnehmen.
Immer mehr Flüchtlinge erreichen Griechenland. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex spricht nach den Tragödien in Österreich und im Mittelmeer von einer „dunklen Woche“.
Täglich ziehen Retter erschöpfte Flüchtlinge aus ihren armseligen Booten, ein aufreibender Einsatz auf dem unruhigen Mittelmeer. Ein Tag an Bord der schwedischen „Poseidon“.
Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat Hilfe in der Flüchtlingskrise am Eurotunnel bei Calais angeboten. EU-Kommissionspräsident Juncker warnt vor populistischer Ausländerfeindschaft in Europa.
Die größte Aufnahmebereitschaft für Asylsuchende wird in Stadtteilen mit linksalternativen Milieus gemessen. Doch gerade dort sind sie häufig nicht untergebracht. Wie passt das zum Helferanspruch?
Der Generalinspekteur der Bundeswehr kritisiert, dass mit der derzeitigen europäischen Flüchtlingspolitik nur Symptome kuriert würden. Er fordert deshalb, die Ursachen stärker zu bekämpfen.
Mehr Geld für „Triton“ - aus einer Operation zur Grenzüberwachung soll die Speerspitze der europäischen Seenotrettung werden. Auch der militärische Einsatz soll verstärkt werden.
Hunderttausende Migranten besteigen rostige Schiffe und zahlen Tausende Euro für die gefährliche Fahrt, viele sterben. Die Schleuser verdienen gut an der Verzweiflung der Menschen.
Die Kosovaren verlassen in Massen ihr Land, die Regierung bittet um Hilfe. Die Zahl der Asylbewerber steigt dramatisch an. Jetzt werden Bundesregierung und die Europäische Union aktiv.
Der Hafen der südtürkischen Stadt Mersin ist Ausgangspunkt für tausende Flüchtlinge aus Syrien auf ihrem Weg nach Westeuropa. Es gibt starke Anzeichen dafür, dass von dort auch als Flüchtlinge getarnte IS-Terroristen in die EU kommen - mit Hilfe von Schleuserbanden.
Die jüngsten Beinahekatastrophen im Mittelmeer belegen es: Mersin hat sich zu einer wichtigen Operationsbasis für Menschenschmuggler entwickelt. Doch nicht nur das Geschäft mit den Flüchtlingen floriert in der südanatolischen Stadt.
Die Schlepperbanden, die Flüchtlinge über das Meer nach Europa bringen, haben immer weniger Skrupel – und immer ausgefeiltere Methoden. Ihre Strategie lässt auf erkleckliche Gewinnspannen schließen.
Marode Frachter ohne Besatzung, und überladen mit hunderten Flüchtlingen, treiben seit Tagen auf die italienische Adriaküste zu. Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex sieht durch die „Geisterschiffe“ eine weitere Eskalationsstufe in dem Geschäft der skrupellosen Schleuserbanden.
Bei neun Millionen syrischen Flüchtlingen ist die Aufnahme von weiteren 500.000 Syrern in Europa dringend geboten. Aber die EU setzt weiter auf Abwehr. Sie zwingt Menschen auf immer gefährlichere Wege. Ein Gastbeitrag.
Die Währungspolitik, Frontex und das Freihandelsabkommen: Die Themen der Wahl am Sonntag sind vielfältig. Ein Überblick über die Programme der deutschen Parteien zur Europawahl.
Der Druck auf die europäischen Außengrenzen wächst. Seit Januar wurden 42.000 illegale Einwanderer aufgegriffen - dreimal so viele Flüchtlinge wie im gleichen Zeitraum 2013. Die Grenzschützer von Frontex rechnen damit, dass die Zahl im Sommer noch drastisch anwächst.
Der Innenausschuss des EU-Parlaments hat neue Einsatzregeln für die Grenzschutzagentur Frontex gebilligt. Einwandererboote dürfen demnach nur noch angewiesen werden, nicht in europäische Gewässer einzudringen.