Von A wie Auffanglager bis Z wie Zurückweisung
Wie läuft das Asylverfahren ab? Was bedeutet „Fiktion der Nichteinreise“? Und wann werden Migranten geduldet? Ein Überblick über die wichtigsten Begriffe der Asyldebatte.
Wie läuft das Asylverfahren ab? Was bedeutet „Fiktion der Nichteinreise“? Und wann werden Migranten geduldet? Ein Überblick über die wichtigsten Begriffe der Asyldebatte.
Hier lebten noch vor gut anderthalb Jahren tausende Flüchtlinge in Bretterbuden und Zelten. Heute befindet sich im französischen Calais ein Naturschutzgebiet, das von Polizisten bewacht wird, damit sich niemand mehr niederlässt.
Wie viele Asylsuchende kommen überhaupt noch nach Deutschland? Und trägt die Bundesrepublik die Hauptlast der Flüchtlingswelle? Zehn Antworten auf viel diskutierte Fragen.
Die italienischen Grenzstädte Ventimiglia und Bardonecchia gelten als eine letzte Etappe für Migranten auf dem Weg nach Frankreich. Doch wie sieht die Realität für Migranten und Beamte aus?
Dass die Europäer mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen wollen, ist gut. Noch besser ist, wenn sie es auch tun. Ein Kommentar.
Die Opposition in Baden-Württemberg kritisiert die Vergabe der Landesgartenschau 2026. Denn Ellwangen soll sie von der Landesregierung als Belohnung bekommen haben – für die gute Flüchtlingsarbeit.
Der Publizist Andreas Püttmann kritisiert als konservativer Katholik den Kreuz-Erlass der CSU und unterstützt die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Dafür wird er attackiert. Ein Gespräch über den christlichen Widerstand gegen menschenfeindlichen Populismus.
Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kritisiert die Debatte über Flüchtlinge in Deutschland. Er ruft dazu auf, den Blick auf die Herkunftsländer zur richten und dort Probleme zu lösen.
Die absolute Mehrheit in Bayern ist für die CSU weiterhin weit entfernt. In einer neuen Umfrage steht die Partei bei 38%. Die SPD würde momentan sogar nur viertstärkste Kraft.
Fünf Jahre lang hat Italien internationalen Missionen erlaubt, Flüchtlinge an Land zu bringen. Der Chef der rechtsextremen Lega will die Zahl nun auf null senken.
Immer mehr Afrikaner versuchen, über Algerien nach Europa zu gelangen. Dort will Brüssel Aufnahmelager einrichten. Doch das Land verfolgt auch ohne europäische Hilfe schon eine rigide Flüchtlingspolitik – und setzt Menschen in der Wüste aus.
Der Bundesinnenminister spricht von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Kanzlerin Merkel. „Zu keinem Zeitpunkt“ habe er den Fortbestand der Regierung in Frage gestellt.
Als Reaktion auf die Vorkommnisse rund um das Rettungsschiff „Lifeline“ haben sich in mehreren deutschen Städten Menschen versammelt, um für sichere Fluchtwege zu demonstrieren. Zwei Prominente gehen noch weiter.
Der Chef der EU-Grenzschutzbehörde Frontex warnt vor einem Anstieg der Flüchtlingszahlen auf der westlichen Mittelmeerroute. Spanien könnte bald zum wichtigsten Ankunftsort werden – noch vor zwei anderen Ländern.
Sollte es keine bilateralen Abmachungen mit anderen Ländern geben, stehe man wieder am Anfang und müsse einen nationalen Alleingang wagen, so der Innenminister. Österreich scheint derweil nicht zu Kooperation bereit.
Die Spitzen der Koalition haben sich auf weitere Maßnahmen gegen Migration verständigt. Dafür bekommt die SPD nun bald ihr Einwanderungsgesetz. Parteichefin Nahles spricht von einer „guten Lösung“. Auch Seehofer ist „von A bis Z“ zufrieden.
Im F.A.Z.-Gespräch rühmt Außenminister Sameh Shoukry sein Land dafür, dass seit langem kein Flüchtlingsboot mehr die ägyptische Küste verlassen habe. Das müsse sich Europa etwas kosten lassen.
Um den Migrationsdruck über das Mittelmeer zu reduzieren, wollen Deutschland und Österreich die sogenannte Südroute möglichst schließen und dabei mit Italien zusammenarbeiten. In der kommenden Woche soll es dazu ein Treffen in Innsbruck geben.
Der ungarische Ministerpräsident ist einer der größten Kritiker von Merkels Flüchtlingspolitik. Vor seinem Treffen mit der Kanzlerin signalisierte Viktor Orbán Gesprächsbereitschaft in der Asyl-Politik. Doch in Berlin waren sich beide vor allem darin einig, dass sie sich nicht einig sind.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban und Kanzlerin Angela Merkel sind sich bei der Rücknahme von Flüchtlingen uneins. Orban sagte bei seinem Besuch im Kanzleramt, über Griechenland eingereiste Flüchtlinge könnten nicht nach Ungarn zurückgebracht werden.
Sollte der Asylkompromiss der Unionsparteien an den europäischen Partnern scheitern, werde man alleine handeln, heißt es aus der CSU. Die Stimmung ist jedoch leicht positiv – allerdings nicht beim Innenminister.
Österreichs Vizekanzler geht hart ins Gericht mit Merkels Asylplan. Strache warnt eindringlich vor den Folgen, sollte Deutschland den Kompromiss tatsächlich anwenden.
Im Interview erklärt der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann, warum nicht jeder nach Deutschland kommen kann, „dem es irgendwo nicht gut geht“ – und welches generelle Problem die Kanzlerin hat.
Seit der Flüchtlingswelle von 2015 kommen kaum noch Flüchtlinge in der Alpenrepublik an. Anwohner empfinden das Manöver daher als unnötige Militarisierung. Andere wiederum sehen in den Zäunen ein rein politisches Signal an die Bevölkerung.
Zu den von CDU und CSU geplanten Transitzentren sind noch viele Fragen offen. In einem Interview wird Innenminister Horst Seehofer nun konkreter – und liegt damit auf einer Linie mit der Kanzlerin.
Die SPD lehnt geschlossene Transitzentren weiter ab. Führende Genossen bezweifeln die Rechtmäßigkeit der CSU-Vorstellungen. Eine Einigung wollen die Regierungsparteien beim Koalitionsausschuss am Donnerstag erzielen.
Bosnien ist zu einem wichtigen Transitland für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa geworden, ihre Zahl steigt derzeit stetig. Die Behörden tun sich schwer damit, die Menschen zu versorgen, Freiwillige nehmen sich ihrer an.
Die Migrationsforschung behandelt Antisemitismus unter muslimischen Flüchtlingen mit spitzen Fingern. Dabei sprechen neue Studien eine deutliche Sprache.
Der Asylstreit in der Union hat die Bundesregierung bis an den Abgrund getrieben. Im Kern geht es um Asylbewerber, die sich bereits in einem anderen EU-Staat registriert haben. Doch wie viele davon gibt es überhaupt?
Spannungen mit Flüchtlingen, Rücktritt des Theaterintendanten, Wutausbrüche des Generalmusikdirektors – die Stadt Cottbus will dies alles in einer Walzernacht abschütteln.
Alle Augen im politischen Berlin richten sich auf die SPD: Sie muss entscheiden, ob sie den Unionskompromiss mitträgt. Die ersten Signale sind positiv. Die Parteivorsitzende stört jedoch ein Detail – und Sigmar Gabriel poltert gegen Seehofer.
Die Union hat sich auf einen Kompromiss geeinigt und über das Schicksal von Horst Seehofer entschieden. Nun darf die SPD mitreden und hat noch viele Fragen.
Angela Merkel und Horst Seehofer saßen schon gemeinsam an Helmut Kohls Kabinettstisch. Die Flüchtlingspolitik ist nicht ihr erster Streit. Aber ihr heftigster.
Seit Mitte Juni geht die syrische Regierung im Süden des Landes mit einer Großoffensive gegen Rebellen vor. Die Vereinten Nationen melden nun einen drastischen Anstieg der Vertriebenenzahl. Doch die Nachbarländer wollen keine Flüchtlinge mehr aufnehmen.
Der sich zuspitzende Machtkampf zwischen CDU und CSU in der Asylfrage hält auch Europa-Politiker in Atem. Ein erfahrener Abgeordneter gibt sich optimistisch.
Im Streit von CDU und CSU über die Flüchtlingspolitik hat die SPD noch für diesen Montag ein Treffen des Koalitionsausschusses gefordert.