Keine Zeit für Zwist
Die Lage ist ernst, das führt auch die Spitzen der Koalition zusammen: Geräuschlos einigen sie sich auf ein großes Paket, um der Flüchtlingskrise zu begegnen. Nun soll alles ganz schnell gehen.
Die Lage ist ernst, das führt auch die Spitzen der Koalition zusammen: Geräuschlos einigen sie sich auf ein großes Paket, um der Flüchtlingskrise zu begegnen. Nun soll alles ganz schnell gehen.
Der britische Premierminister David Cameron hat bekannt gegeben, dass die britische Luftwaffe schon im August die Dschihadisten vom „Islamischen Staat“ angegriffen habe. Zwei Briten seien bei dem „Präzisionsangriff“ getötet worden.
Während in München weiter Tausende Flüchtlinge ankommen, versucht die Koalition das Problem mit Milliardenhilfen zu lösen. Manche Helfer arbeiten derweil an ihrer Belastungsgrenze.
Die große Koalition testet in der Asylpolitik die Flexibilität der Bundesrepublik. Dazu gehörte bis vor Kurzem auch eine Grundgesetzänderung. Aber dazu reicht es offenbar nicht.
„Es ist an der Zeit, gemeinsam zu handeln“: Der türkische Ministerpräsident Ahmed Davutoglu bietet der EU in einem Gastbeitrag in der F.A.Z. die Zusammenarbeit in Flüchtlingsfragen an. Gleichzeitig kritisiert er den bisherigen europäischen Beitrag.
Beim Einzug ins Festzelt erklingt der Defiliermarsch: Markus Söder inszeniert sich landesväterlich beim Gillamoos in Abensberg - auch beim Thema Einwanderung. Seine Gleichung ist schlicht: Erfolg ist gleich CSU ist gleich Bayern.
Frankreich will das Übel an der Wurzel packen: „Frankreich ist zu Luftschlägen gegen den Islamischen Staat in Syrien bereit“, sagte der französische Staatspräsident Hollande. Syrische Flüchtlinge sollen trotzdem aufgenommen werden.
Die israelische Regierung will keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen. Stattdessen wird jetzt auch an der Grenze zu Jordanien ein neuer Zaun errichtet. Vor allem soll er Terroristen und Schmuggler fernhalten.
Immer mehr Syrer kommen nach Europa. Sie fliehen vor Luftangriffen des Regimes, dem Terror des IS und der Perspektivlosigkeit. Dabei überbieten viele Flüchtlinge einander mit ihren Vorstellungen von ihrem Zufluchtsort - besonders von Deutschland.
Bundeskanzlerin Merkel und Bundeswirtschaftsminister Gabriel haben sich zusammen zur Flüchtlingskrise und zu den Beschlüssen des Koalitionsgipfels geäußert. Über das weitere Vorgehen sind sie sich einig.
In Baden-Württemberg und Thüringen brannten in der Nacht in zwei Flüchtlingsunterkünfte. In Rottenburg wurden fünf Menschen verletzt. In Ebeleben sind drei Wohnblöcke unbewohnbar.
In der Ukraine gibt es zwei neue Polio-Fälle. Wie groß ist die Gefahr, dass das die Kinderlähmung nun nach Deutschland kommt?
Mehr Geld, aber auch strengere Regeln: In der Nacht haben Union und SPD beschlossen, wie Deutschland die Flüchtlingskrise bewältigen soll. Der Arbeitsmarkt soll davon profitieren.
Flüchtlinge kosten Geld. Zumindest kurzfristig. Und wie geht man mit dem Zustrom um? Was kann man tun? Fragen, die Europa und die Gesellschaft beschäftigen.
Städte und Gemeinden brauchen Geld für Flüchtlingsunterkünfte. Die KfW stellt nun 300 Millionen Euro als zinslose Darlehen für Städte bereit.
Neue Vorgaben für das bezahlen könnten den Online-Einkauf komplizierter machen. Toshiba legt nach dem Bilanzskandal rote Zahlen vor.
Am Frankfurter Bahnhof haben mehr als 200 Menschen auf einen Zug mit Flüchtlingen gewartet. Doch die meisten fuhren weiter.
Die Bundesrepublik ist attraktiv und vergleichsweise stark. Aber alleine kann Deutschland die Flüchtlingskrise nicht bewältigen. Auf uns alle kommt viel zu.
Ungarns Regierungschef Orban hat Österreich und Deutschland vor den Folgen ihrer Flüchtlingspolitik gewarnt. Der CSU-Vorsitzende Seehofer verlangt von Bundeskanzlerin Merkel eine klare Positionierung in der Flüchtlingsfrage.
Eine Grundschule am Bodensee. In einer Klasse sitzen nur Kinder, die kein Deutsch können. Nordkoreaner, Syrer, Italiener, Kosovaren. Eine unglaubliche Mischung. Aber eine Freude, dabei zuzuschauen.
In Syrien tobt seit 2011 ein Bürgerkrieg, Albanien und Kosovo waren noch nie für ihren Wohlstand bekannt und in Somalia und Eritrea sind die Lebensbedingungen seit Jahren schwer. Die Krisen sind nicht neu. Warum fliehen die Menschen gerade jetzt?
Noch weiß niemand, wie viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen und was das kostet. Ein Nachtragshaushalt für 2015 könnte helfen, trotzdem die „schwarze Null“ im nächsten Jahr zu halten.
Der französische Präsident Hollande denkt über Luftangriffe nach. Der britische Premierminister Cameron will ein militärisches Eingreifen in Syrien ermöglichen. Und Amerika ist besorgt über russische Militärhilfe an Assad.
Flüchtlinge suchen ihr Glück bei uns. Das Land verändert sich. Zum Guten, zum Schlechten? Ein Kommentar.
Stabsunteroffizier Abudi Akil hat syrische Wurzeln. Im Moment ist er damit in der Starkenburg-Kaserne in Darmstadt ein gefragter Mann.
Während die CSU sich mit dem Flüchtlingszustrom noch nicht ganz angefreundet hat, sieht der Empfang am Münchner Bahnhof anders aus. Straff organisiert, effizient und dabei noch freundlich - in der Nacht erlebte unser Autor eine Stimmung, die eher zur Fußball-WM gepasst hätte.
Entlastung für Ungarn, Italien und Griechenland: Flüchtlinge aus bestimmten Ländern sollen fair auf die EU-Staaten verteilt werden. Gegner einer Verteilungsquote können sich vorübergehend freikaufen.
Als völlig falsches Signal hat de bayerische Innenminister Herrmann die Entscheidung von Kanzlerin Merkel kritisiert, die Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland einreisen zu lassen. An diesem Sonntag berät die große Koalition über das weitere Vorgehen.
Zwar hat Ungarn am Freitag mehreren tausend Flüchtlingen die Weiterreise in den Westen ermöglicht, doch entspannt hat sich die Situation kaum. Immer neue Flüchtlinge kommen am Budapester Ostbahnhof an oder machen sich zu Fuß auf gen Westen.
Die neue Partei von Bernd Lucke will die Zahl der Flüchtlinge, die Deutschland aufnimmt, auf ein Drittel des derzeitigen Niveaus reduzieren. Vielmehr müsse es Aufnahmezentren in den Herkunftsstaaten geben.
Ob Geld- und Sachspenden bis hin zum ehrenamtlichen Engagement als Flüchtlingspate oder Deutschlehrer. Hilfe wird an vielen Stellen benötigt. FAZ.NET gibt eine Übersicht.
Die Außenminister der Europäischen Union verbreiten bei einem Treffen in Luxemburg zwar Zuversicht, eine Lösung der Flüchtlingskrise haben sie allerdings nicht gefunden. Zu viele Mitglieder – vor allem aus dem Osten – zweifeln noch.
Ungarns Ministerpräsident fürchtet den Zustrom zahlreicher weiterer Flüchtlinge in sein Land. Nun sollen Soldaten dafür sorgen, dass illegale Grenzübertritte verhindert werden.
In Sachsen gibt es reichlich Wohnraum. Doch es mangelt der Stadt an Geld für die Flüchtlinge. Und weil es immer mehr werden, sind die Sozialarbeiter überlastet.
Die Ankunft Tausender Flüchtlinge wird in Deutschland erwartet. Aus Österreich fahren die Züge nach München, Frankfurt und Saalfeld. Auch die Bahn bereitet sich an den Zielpunkten auf die ankommenden Flüchtlinge vor.
Budapest schickt keine weiteren Busse mit Flüchtlingen mehr Richtung Westen. Die Regierung spricht von einer einmaligen Aktion. Ein erster Sonderzug ist derweil in Salzburg angekommen.