Freiheit für 2000 Euro
Viele Flüchtlinge begeben sich auf ihrem gefährlichen Weg nach Europa in die Hände von Schleppern. Nun versuchen Hilfsorganisationen, die Menschen über Alternativen aufzuklären - mit Flugblättern und Strichmännchen.
Viele Flüchtlinge begeben sich auf ihrem gefährlichen Weg nach Europa in die Hände von Schleppern. Nun versuchen Hilfsorganisationen, die Menschen über Alternativen aufzuklären - mit Flugblättern und Strichmännchen.
Die Deutschen haben Angela Merkel zufolge eine Vorreiterrolle bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise in der EU. Die Kanzlerin fordert, Asylbewerber schnell zu integrieren - und warnt vor integrationsfeindlichen Parallelgesellschaften.
Bei der Aufnahme von Flüchtlingen gerät das Recht auf informationelle Selbstbestimmung in den Hintergrund. Doch besorgniserregender ist das unterentwickelte Datenschutzbewusstsein weiter Teile der Bevölkerung.
Auf dem Platz der SG Egelsbach geht es um mehr als Fußball. Jeden Mittwoch trainiert dort eine Mannschaft von Flüchtlingen. Es hat sich ein prominenter Gast angesagt, um das zu würdigen.
Eine Sporthalle im Havelland, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollten, wurde Ende August massiv zerstört. Laut Ermittlern war es ein gezielt vorbereiteter Anschlag: Die mutmaßlich rechtsextremen Täter nutzten dafür auch Gasflaschen.
Der Zustrom von Flüchtlingen fordert auch den deutschen Haushalt. Der Finanzminister gibt sich optimistisch. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.
Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker attestiert der Europäischen Union in der Flüchtlingskrise einen denkbar schlechten Zustand - und appelliert an alle EU-Staaten, Solidarität zu zeigen. Juncker will Vertragsverletzungsverfahren gegen Staaten einleiten, die gegen die Asylregeln verstoßen.
Ein Flüchtling mit einem Kind auf dem Arm läuft an ihr vorbei, und sie stellt ihm ein Bein: Das Verhalten einer ungarischen Kamerafrau sorgt für Empörung. Der Sender hat sie mittlerweile entlassen.
Die große Koalition in Berlin hat den Ländern und Kommunen drei Milliarden Euro zusätzlicher Hilfe für Flüchtlinge in Aussicht gestellt. Doch nicht nur der nordrhein-westfälische Finanzminister hält das Angebot für völlig unzureichend.
Michael Ronellenfitsch, der oberste hessische Datenschützer, mahnt zum sensiblen Umgang mit Informationen von Asylsuchenden an. Schleierhaft ist ihm aber, wie das mit dem Sicherheitsbedürfnis des Staates zusammengehen könne.
Das gegenwärtige Ausmaß der Flüchtlingskrise in Europa wird sich nach Einschätzung des Flüchtlingshilfswerks UNHCR frühestens im November abschwächen.
Mit Ruhe und Routine hat München die große Zahl der Flüchtlinge bewältigt, die in den vergangenen Tagen in der Landeshauptstadt angekommen sind. Zäh läuft dagegen die bundesweite Verteilung der Neuankömmlinge an.
Eine Menge freiwilliger Helfer sind dieser Tage für die vielen Flüchtlinge in Hessen da. Diese Ehrenamtliche brauchen professionelle Unterstützung bei dem, was sie tun. Denn die Arbeit kann auch frustrierend sein.
Können nur Christen in Frankreich mit Gastfreundschaft rechnen? Manche Bürgermeister im Land weigern sich, muslimische Flüchtlinge in ihrer Gemeinde aufzunehmen. Das sei eine Frage der Sicherheit, heißt es.
Integration ist kein einfaches Unterfangen. Merkel aber sagt: Wir schaffen das. Gabriel meint, Deutschland könne jedes Jahr eine halbe Million Flüchtlinge aufnehmen. Woher nehmen sie ihre Zuversicht?
Immer mehr Menschen kommen nach Deutschland. Die Zahl der Asylsuchenden wächst - nur wie viele sind es tatsächlich? Und wer wagt profunde Prognosen? Alles nicht so einfach.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt bei ihrer Forderung, Flüchtlinge nach festen Quoten auf die Länder in Europa zu verteilen. Sie lässt mit Blick auf die osteuropäischen Staaten jedoch auch Kompromissfähigkeit erkennen.
Beim Thema Flüchtlinge sieht sie sich von ihrer Partei nicht mehr vertreten: Mürvet Öztürk, Sprecherin für Migrationspolitik, verlässt die Grünen-Fraktion. Und die Opposition spekuliert schon über weitere „Wackelkandidaten“.
Hat auch eine unnötige EU-Richtlinie Schuld am Tod vieler Menschen auf ihrer Flucht nach Europa? Verzerren die Medien den Blick auf die Welt? Hans Rosling, ein Großmeister globaler Statistiken, will das mit Zahlen belegen. Hat er recht?
Die Ankunft in Deutschland lindert nicht jedes Leid der Flüchtlinge. Häufig verursachen seelische Lasten körperliche Schmerzen. Ärzte wissen dann oft nicht weiter.
Im Bundestag wird ab heute über den Etat 2016 debattiert. Der Finanzminister will trotz Milliardenkosten für die Flüchtlingshilfe keine neuen Kredite aufnehmen - wenn möglich. Andere Ausgabenwünsche müssen sich unterordnen, sagt der Minister.
Es gibt Gerüchte, Hintermänner einer der größten Schlepperorganisationen säßen in Frankfurt. Doch die meisten Flüchtlinge schweigen dazu, wer sie aus ihrer Heimat geschleust hat. Nicht selten sollen es ehemalige Flüchtlinge sein.
In den Unternehmen, Verbänden und der Arbeitsverwaltung der Region wird heftig überlegt, wie Flüchtlinge zu unterstützen sind. An Ideen mangelt es offenbar nicht.
Die Golfstaaten und Saudi-Arabien stellen sich taub gegenüber ihren muslimischen Glaubensbrüdern aus den Bürgerkriegsstaaten. Riad möchte lieber für die syrischen Flüchtlinge in Deutschland 200 Moscheen bauen.
Jeden Tag kommen derzeit Tausende Flüchtlinge in München an. Es ist erstaunlich, wie gelassen die Stadt deren Aufnahme bewältigt.
Der ungarische Bischof Laszlo Kiss-Rigo sorgt mit drastischen Äußerungen für Aufsehen. Muslimische Flüchtlinge in seinem Land seien eine Bedrohung und außerdem arrogant. Franziskus habe keine Ahnung von der Situation.
Die deutschen Heimatvertriebenen flohen unter Zwang - und zu ihren Landsleuten. Das war schwer genug. Heute kommen Millionen Fremde. Das ist nicht einfacher.
Vizekanzler Sigmar Gabriel hält es für verkraftbar, dass Deutschland auch in den nächsten Jahren in großem Stil Flüchtlinge aufnimmt.
Wie steht es um Gastfreundschaft oder Fremdenfeindlichkeit im eigenen Land? Und was macht der Nachbar? Frankreich blickt mit Skepsis und Bewunderung auf die deutsche Flüchtlingspolitik.
Die Ausnahmeregelung, Zehntausende Migranten durch Österreich und Ungarn nach Deutschland reisen zu lassen, hat die Situation an der Grenze zwischen den EU-Partnerländern beruhigt. Wie lange diese Regelung gelten soll, lässt Berlin offen.
Endlich hat die Koalition beschlossen, was sie längst hätte beschließen müssen. Ohne eine gemeinsame Asylpolitik in der EU aber kann der „nationale Kraftakt“ nicht gelingen. Sonst landet Deutschland im Ausnahmezustand.
Premierminister Cameron überrascht mit zwei Mitteilungen: Großbritannien hat unlängst in Syrien gegen den IS zugeschlagen und will 20.000 Flüchtlinge aufnehmen. Allerdings auf Jahre verteilt.
Mangelndes Mitgefühl musste sich Cameron vorwerfen lassen, weil er nur Flüchtlinge aus den Lagern im Nahen Osten aufnehmen will. Großbritannien will sich nicht erpressen lassen – vor allem nicht von Deutschland.
Nordrhein-Westfalen begrüßt Tausende Flüchtlinge, die das Land zusätzlich aufnimmt, auch um Bayern zu entlasten. Einen großen Teil der Last werden aber die Kommunen tragen müssen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in der arabischen Welt gefeiert - als „mitfühlende Mutter“ und „Heilige“. Das Assad-Regime dagegen trifft Häme und Kritik.
Die Deutschen haben keine Willkommenskultur? Es fehlt ihnen an Herzensgüte? Die herzliche Aufnahme wird bei uns nicht nur in diesen Tagen buchstabiert. Eine Erwiderung auf Milosz Matuschek.