Die Chance der Leere
Orte wie Friedland fürchten um ihre Zukunft, weil sie langsam auszusterben drohen. Jetzt kommen die Flüchtlinge. Sie sind eine Art Rettung. Es dürften deshalb gerne noch mehr sein.
Orte wie Friedland fürchten um ihre Zukunft, weil sie langsam auszusterben drohen. Jetzt kommen die Flüchtlinge. Sie sind eine Art Rettung. Es dürften deshalb gerne noch mehr sein.
Wie schwierig ist es, einen Flüchtling anzustellen? Die Offenbacher IHK findet das gerade für sich und ihre Mitglieder heraus.
Die Flüchtlingszahlen gehen zurück, aber die Arbeit bleibt. Koordinatoren der Länder sollen die Krise meistern. Nur was, wenn Teile der Bevölkerung nicht mitmachen wollen?
Der Alltag hält für Flüchtlinge viele Fallstricke bereit - zum Beispiel die Heizung. Als erstes Bundesland hat Rheinland-Pfalz Geld für den Verbraucherschutz von Flüchtlingen bewilligt.
Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer und Abgeschobenen soll sich in diesem Jahr im Vergleich zu 2015 verdoppeln. Die Bundesländer seien gefordert.
Der deutsche Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ kämpft im Mittelmeer gegen Schleuser - und immer wieder retten die Soldaten Flüchtlinge aus Seenot. Fotograf Matthias Schrade hat den Einsatz begleitet.
Die Zahl der Abschiebungen in Deutschland hat in den ersten beiden Monaten des Jahres deutlich zugenommen. Die Zahl der ins Land strömenden Asylsuchenden nahm hingegen drastisch ab. Der „Migrationsdruck“ soll trotzdem hoch bleiben.
Die Annexion der Krim und der Krieg im Donbass haben nicht nur wirtschaftliche Bande zerstört: Sie bedrohen auch viele Familien. Zwei Millionen Menschen aus der Ostukraine sind auf der Flucht. Doch wohin treibt es sie?
Andrea Nahles kritisiert die Pläne des Innenministers für ein Integrationsgesetz, nennt sie „Mogelpackung“. Tatsächlich arbeitet sie gut mit ihm zusammen. Ihr Problem ist ein anderes.
Nach einer mehrtägigen Unterbrechung sollen weitere Flüchtlinge zurück in die Türkei gebracht werden. Aktivisten protestieren gegen die „Deportation“ der Migranten.
Bisher konnten Flüchtlinge nicht per Flugzeug nach Deutschland kommen, sie wurden in der Transitzone festgehalten. Das Oberlandesgericht Frankfurt bemängelt nun das Flughafenverfahren.
Eine Kommission der Robert-Bosch-Stiftung dringt auf Reformen in der Integrationspolitik. Bundespräsident Gauck hat den Abschlussbericht vorgestellt – und eine klare Mahnung abgegeben. Die wichtigsten Punkte im Überblick.
Trotz des Vorwurfes der „Selbstherrlichkeit“ von CSU-Chef Seehofer an die Bundesregierung bemüht sich die Koalition um ein Signal der Geschlossenheit. Allzu ernst scheint die Kanzlerin die Einwürfe aus Bayern nicht zu nehmen.
Bisher haben sich die Italiener in der Flüchtlingspolitik vor allem selbst gelobt. Zu Unrecht: Das Land kann kein Konzept für die Eingliederung von Flüchtlingen vorweisen.
Wie vor 2000 Jahren, als die meisten der Kreuzigung Jesu ungerührt zusahen – so begreift Papst Franziskus die heutige Welt. Kommende Woche will er zu Flüchtlingen nach Lesbos reisen.
Der Streit in der Union über die Flüchtlingspolitik droht wieder zu eskalieren. Das von Innenminister de Maizière angekündigte Ende der Kontrollen an der Grenze zu Österreich erzürnt den CSU-Vorsitzenden Seehofer: „Das ist ein selbstherrlicher Regierungsstil.“
Das bisherige Dublin-Abkommen in der Flüchtlingskrise gilt als gescheitert – nun will die EU-Kommission Abhilfe schaffen und die Verteilung von Flüchtlingen gerechter gestalten. Mit welchen Vorschlägen?
Nicht zum ersten Mal gibt es in Hamburg Streit wegen Flüchtlingen. In Blankenese eskaliert der Konflikt. Anwohner blockierten eine Straße und erreichten vor Gericht, dass Bäume zugunsten einer Unterkunft nicht gefällt werden dürfen – zumindest vorerst.
Vor seinem Treffen mit Kanzlerin Merkel macht CSU-Chef Seehofer nochmal Dampf: „Wenn wir unsere Politik nicht ändern in Berlin, dann werden wir unter 30 Prozent rutschen.“ Prominenter Widerspruch lässt nicht lange auf sich warten.
Die Stadt Frankfurt sucht weiterhin fieberhaft nach Grundstücken für die Flüchtlingsunterbringung, auch auf Grünflächen entstehen Häuser. Sie sollen aber die „absolute Ausnahme“ sein.
Die Flüchtlingskrise hat gezeigt: Das Dublin-Abkommen hat versagt. Doch wie sieht eine Alternative aus? In Brüssel werden zwei Optionen diskutiert.
Der Weg über die Türkei ist für Flüchtlinge versperrt. Damit sie nun nicht über das Mittelmeer kommen, regt Innenminister Thomas de Maizière ein Abkommen mit den Staaten auf der anderen Seite des Meeres an.
Die Überfahrt nach Europa kostet die Flüchtlinge ein Vermögen. Für die Ermittler sind die Zahlungen kaum nachvollziehbar, da die Schlepper nicht auf gewöhnliche Überweisungen zurückgreifen.
Integration liegt nicht im Gutdünken der Bevölkerung. Deshalb ist es gut und wichtig, darauf zu dringen, dass Migranten und Flüchtlinge heimkehren müssen, die keinerlei Bereitschaft dazu zeigen.
Früher glaubte man an Bilder von Heiligen und Engeln, heute an die Visualisierung von Daten: Wenn die Aussage zur eigenen Ideologie passt, wird jeder Rechenfehler übersehen, und die Lüge wird zur frommen Wahrheit.
Helmut Kohl lädt Viktor Orbán in sein Haus nach Oggersheim ein – dass es sich dabei um einen unfreundlichen Akt ihr gegenüber handelt, dürfte Angela Merkel klar sein. Das Kanzleramt gibt sich aber Mühe, Kohls Affront nicht durch übermäßige Kritik noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Schon einen Tag nach Beginn der Rückführungen von Migranten aus Griechenland in die Türkei gerät das Verfahren wieder ins Stocken. Am Dienstag werden wohl keine weiteren Flüchtlinge zurückgebracht. Wohl aus einem ganz bestimmten Grund.
Der Anfang der Rückführung begann unspektakulär, die echten Schwierigkeiten stehen noch bevor. Die vielen Asylverfahren überfordern schon heute griechische Behörden. Und werden dabei die europäischen Standards gewahrt? Manche haben Zweifel.
Auch der Weltkonzern Amazon will Flüchtlinge qualifizieren. Zum neuen Ausbildungsjahr gehen bei dem Versender auch Flüchtlinge in Bad Hersfeld in die Lehre. Und zwar fünf an der Zahl.
Bei Lichte betrachtet hat nur noch ein Akteur an einer weiteren IWF-Beteiligung an der Griechenland-Rettung wirkliches Interesse: die Bundesregierung.
In Hannover sind die ersten 32 syrischen Flüchtlinge angekommen, die aufgrund des EU-Türkei-Paktes in Deutschland aufgenommen werden. In Griechenland stockt derweil die Abschiebung von Migranten – weil viele nun dort Asylanträge stellen.
Trotz anhaltender Proteste werden die ersten illegal eingereisten Migranten aus Griechenland in die Türkei zurückgebracht. Die Küstenwache spricht von einer explosiven Stimmung. Auch in der Türkei gibt es Widerstand.
Einschränkung der Pressefreiheit, Stacheldraht gegen Flüchtlinge, scharfe Kritik an Kanzlerin Merkel – Viktor Orbán ist derzeit in Europa umstritten. Nun will Altkanzler Kohl Ungarns Ministerpräsidenten besuchen.
Am Montag sollen die ersten Migranten an die türkische Küste zurückgeführt werden. Das könnte hässliche Bilder geben, denn der griechische Innenminister schließt „leichte Polizeigewalt“ nicht aus. Ein Besuch im Lager Moria, wo niemand zurück in die Türkei will.
Innenminister de Maizière plant eine deutliche Verschärfung der Rechtslage für Flüchtlinge: Wer sich nicht integriert, muss mit Sanktionen rechnen. Die Regelung gebe es schon, rufen viele. Doch das stimmt nicht.
Kurz vor der Umsetzung der Flüchtlingsvereinbarung mit der Türkei hat EU-Kommissar Oettinger das Abkommen verteidigt. Die Zusammenarbeit mit Ankara sei „das kleinere Übel“. In den Lagern wächst der Widerstand der Flüchtlinge gegen die Rückführung in die Türkei.