Der Verlierer heißt Italien
Italien ist tief gespalten, der Parteienstreit lässt sich mit einer „Experten“-Regierung nicht auf Dauer unterdrücken. Draghis Rücktritt wirft das Land zurück in die politische Dauerkrise.
Italien ist tief gespalten, der Parteienstreit lässt sich mit einer „Experten“-Regierung nicht auf Dauer unterdrücken. Draghis Rücktritt wirft das Land zurück in die politische Dauerkrise.
Wladimir Putin, Mario Draghi und Christine Lagarde: Sie haben am Donnerstag die Kurse an der Börse gemacht. Das Protokoll eines hoch nervösen Handelstags, der die herrschende Unsicherheit an den Börsen im Brennglas zeigt.
Italien ist tief gespalten, und es fehlen stabilitätsorientierte Politiker. Mario Draghis Rücktritt wirft das Land zurück in die politische Dauerkrise.
Die Sanktionen gegen die russische Luftfahrt wirken nicht so stark wie erhofft. Aber bis Moskau genug eigene Flugzeuge produziert, dürften viele Jahre vergehen.
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Die Anleger erleben am Donnerstag ein Wechselbad der Gefühle. Die wieder aufgenommenen Gaslieferungen Russlands und Draghis Rücktritt halten den Dax auf Trab. Italiens Rendite legt zu.
Die Wartungsarbeiten bei Nord Stream 1 sind vorbei, die EZB verkündet ihren Zinsentscheid, die Regierung in Italien steht vor dem Aus und Deutschland spielt gegen Österreich im EM-Viertelfinale.
Die EU-Kommission schlägt vor, den Gasverbrauch um 15 Prozent zu senken. Das ist richtig, wirft aber wieder die Frage auf, ob Deutschland auf die Kernenergie verzichten kann.
Nach Bulgarien debattiert nun auch Kroatien über ein Veto gegen EU-Beitrittskandidaten. Es geht um Serbien, Bosnien und Montenegro. Zur Begründung dienen offene historische Streitfragen.
In Wien hat die Staatsanwaltschaft Durchsuchungen im Finanz- und im Innenministerium veranlasst. Beamte sollen EU-Mittel missbraucht haben – im Rahmen eines Vereins, der einst von der Regierung gefördert wurde.
Russlands Eisenbahn RFD bittet die EU, die Sanktionen aufzuheben. Sie seien unsozial
Der unabhängige Sender Doschd musste Russland verlassen. Jetzt arbeitet er von Lettland aus, mit einer Lizenz der EU.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übernimmt sich mit ihrem Gas-Sparpaket.
Deutschland fordert von den EU-Partnern Solidarität in der Gasversorgung ein. Mit dieser ist es wahhrscheinlich nicht weit her.
In der kommenden Wintersaison sollen die EU-Mitgliedstaaten laut Kommission 15 Prozent weniger Gas verbrauchen als im Durchschnitt des Vergleichszeitraums der fünf Vorjahre. Wie sie das Ziel erreichen, ist ihnen freigestellt.
Die EU-Mitgliedsstaaten sollen ihren Gasverbrauch nach dem Willen der EU-Kommission bis März kommenden Jahres um 15 Prozent senken. Falls das nicht klappt, erwägt die Kommission in ihrem Gas-Notfallplan Zwangsmaßnahmen und die Kompetenz, die Gasverteilung zu koordinieren. Doch noch können die EU-Mitgliedsstaaten die Pläne verhindern.
Bis Ende März will die EU-Kommission den Gasverbrauch um 15 Prozent senken. Eine Art Notverordnung soll die Mitgliedstaaten diesem Ziel näher bringen. Die Kommissionspräsidentin von der Leyen sieht das als Kriegsvorsorge.
Wenn das Erdgas knapp werden sollte, zeichnen sich Verteilungskämpfe ab. Wer dann zuerst bedient werden soll, will die EU heute ankündigen. Entwürfe ihres Plans kursieren schon.
In Großbritannien stimmen die Tories über die Finalisten für die Johnson-Nachfolge ab. Die EU-Kommission bereitet sich auf einen Winter ohne russisches Gas vor. Und in Spanien bilden sich nach zwei Phasen extremer Hitze Wüsten.
Die Vizepräsidentin des Europäische Parlaments, Nicola Beer, sendet von Taiwan aus Warnungen an China. Peking sorgt sich allerdings mehr um die Reisepläne Nancy Pelosis.
Die Cryptowährung ist ein Stromfresser. Die hohen Verbrauchswerte sorgen für Umdenken in der Bitcoin-Hochburg Schweden. Wie die Regierung das Problem angehen will, ist aber noch unklar.
Zwei amerikanische Unternehmen haben ihren Zusammenschluss vollzogen, bevor die EU-Kommission ihre Fusionsprüfung beendet hatte. Die ist nicht amüsiert.
Die Europäische Union hat die lange blockierten Beitrittsverhandlungen mit den Balkanstaaten Nordmazedonien und Albanien begonnen. Das Screening von Gesetzen und Vorschriften soll schnell vorangetrieben werden.
In Belgien und Luxemburg sind Löhne und Gehälter an die Teuerungsrate gekoppelt. Dadurch kommt es automatisch zur Lohn-Preis-Spirale. EU-Beamte sind auf diese Weise vor Reallohnverlusten geschützt.
Putin begibt sich auf Auslandsreise. In Berlin endet der Petersberger Klimadialog. Und: Die Hitzewelle rollt auf Deutschland zu. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Die Führung in Kiew ist offensichtlich mit der Arbeit der eigenen Aufklärung unzufrieden und spricht von Verrat. Russland hat der Ukraine im Fall einer Wiederaufnahme von Friedensgesprächen härtere Bedingungen als zuvor in Aussicht gestellt. Der Überblick.
Millionen Einheiten des Impfstoffs laufen ab, doch Spenden an andere Länder ist wohl keine Option. Das Bundesgesundheitsministerium sieht international keinen Bedarf dafür.
Die automatische Anpassung der EU-Gehälter an die Inflation scheint ein Skandal zu sein. Es ist aber komplizierter.
Die EU-Außenminister versprechen Kiew militärische Ausrüstung im Wert von 500 Millionen Euro. Der Außenbeauftragte Borrell nennt Aussagen Orbáns über Energiepreise „komplett falsch“.
Bulgarien hat das Veto gegen den Beginn von Nordmazedoniens EU-Beitrittsgesprächen aufgehoben - aber nur vorübergehend. Bald droht eine neue Blockade.
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat recht: Die Sanktionen dienen auch der „Entgiftung“ Europas von russischer Energie. Hier ist eine gefährliche Abhängigkeit entstanden.
Viktor Orbán rückt von den Strafmaßnahmen gegen Moskau ab. Der Außenbeauftragte Borrell hält dagegen – und weiß die anderen Minister hinter sich. Doch eine gewisse Müdigkeit macht sich breit.
Wenn die EU im internationalen Wettbewerb der Digitalwirtschaft bestehen will, müssen zügig neue Weichen gestellt werden. Diese neun Punkte sind zentral. Ein Gastbeitrag.
Charles Moore war der Chef des jungen Reporters Boris Johnson und unterstützte ihn als Premierminister. Der Veteran des britischen Journalismus über den gefallenen Regierungschef und sein Land.
Um gegen Russland zu bestehen, ist die Ukraine auf Waffen aus dem Ausland angewiesen. Jetzt verspricht die EU weitere Hilfe.