Wie ein Kampf zweier Betrunkener
Der Konflikt in Katalonien könnte zu Neuwahlen führen, zu schweren sozialen Unruhen oder zu beidem. Aber ein Opfer steht schon fest: der spanische Verfassungsstaat.
Der Konflikt in Katalonien könnte zu Neuwahlen führen, zu schweren sozialen Unruhen oder zu beidem. Aber ein Opfer steht schon fest: der spanische Verfassungsstaat.
Spaniens Präsident Rajoy will Kataloniens Unabhängigkeit mit allen Mitteln verhindern. Nun soll der Senat in Madrid die wohl wichtigste Entscheidung seit der Einführung der Demokratie fällen. Gleichzeitig tritt das Regionalparlament in Barcelona zusammen.
Nach dem Wahl-Debakel hat die SPD den Neustart aufgerufen – doch der sei verpatzt worden, kritisiert der Bundestagsabgeordnete Marco Bülow. Er findet im FAZ.NET-Gespräch: Die SPD ist dabei, die innerparteiliche Demokratie zu verlernen.
Vor dem Prozess gegen den Menschenrechtler Peter Steudtner in der Türkei warnen deutsche Politiker Präsident Erdogan davor, Gefangene als Faustpfand zu missbrauchen. Die Grünen wollen an den EU-Beitrittsgesprächen dennoch festhalten.
Der Senator Jeff Flake beklagt eine „offenkundige Missachtung von Wahrheit und Anstand“, und kündigt seinen Verzicht auf eine Wiederwahl an. Dafür bekommt er Lob von John McCain.
Die Kommunistische Partei hat ihr Machtmonopol nicht nur nicht aufgegeben, wie es der Westen einst voraussagte, unter Xi hält sie mit eiserner Hand daran fest. Wer sollte ihn jetzt noch stoppen?
Der Streit über die Einwanderungspolitik wird nun wieder dort ausgetragen, wo er ausgetragen werden muss: im Bundestag. Auch wenn die AfD über die Stränge schlagen wird, kann das dem Ansehen der repräsentativen Demokratie insgesamt nur nutzen. Ein Kommentar.
Das Wahlergebnis lässt das Gros der Deutschen ratlos zurück. Sollten die schwarz-gelb-grünen Sondierungsgespräche scheitern, wünschen sich laut der jüngsten Umfrage im Auftrag der F.A.Z. 46 Prozent Neuwahlen.
In sechs Ländern hat Facebook journalistische Beiträge aus den News Feeds seiner Nutzer verbannt. Der Test trifft gerade die slowakischen Medien in einer politisch heiklen Zeit.
Österreichs Wahlsieger Sebastian Kurz drückt aufs Tempo: Gut eine Woche nach den Wahlen hat sich der Chef der konservativen ÖVP für die rechte FPÖ als möglichen Koalitionspartner entschieden. Und es könnte weiter schnell gehen.
Die Bescheidenheit, Authentizität und Ehrlichkeit der Publikation verraten bereits einiges über den Mann, der hier sein Leben erzählt und Rechenschaft abgibt. Wenn der 1929 geborene Ulrich Wegener im Zentrum des öffentlichen Interesses stand, so geschah das gewissermaßen im dienstlichen Auftrag. Sonst aber hat er nie die Öffentlichkeit gesucht, auch seine Autobiographie haben andere erst ermöglicht. Ulrike Zander und Harald Biermann haben lange Interviews mit ihm geführt.
Die Verhandlungen für eine mögliche Jamaika-Koalition versprechen langwierig zu werden. Zu Adenauers Zeiten ging das noch alles schnell.
Etliche Psychiater in den Vereinigten Staaten machen sich Sorgen um den Geisteszustand von Präsident Donald Trump. Dessen Verhalten ist zwar grenzwertig. Doch spiegelt es vor allem die Gesellschaft wider, die ihn an die Macht befördert hat.
Der Einzug der AfD in den Bundestag bewegt die Teilnehmer einer Großdemonstration in Berlin. Am Reichstagsgebäude versammelten sie sich für eine symbolische Aktion.
Das zeigt der Blick nach Belgien oder Italien. Wenn es „bloß“ um Geld geht, fällt den anderen das Nachgeben leichter. Das wird Folgen haben.
Die Vorkommnisse seines Staatsbesuchs in den Vereinigten Staaten hat der türkische Präsident noch nicht verdaut. Jetzt keilt er abermals gegen den größten Nato-Partner.
Sachlich und systematisch: Bewusst verzichtet das Deutsche Historische Museum darauf, die deutsche Perspektive der Russische Revolution zu betonen. Insgesamt ist die neue Ausstellung ein starker Auftritt.
Die Zentralregierung greift härter als erwartet durch, aus Protest gehen hunderttausende Katalanen auf die Straße. Regionalpräsident Puigdemont bezeichnet Madrids Vorgehen gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens als „schlimmste Attacke“ gegen die Region seit der Franco-Diktatur.
Chinas Staats- und Parteichef Xi hat auf dem Parteikongress erkennen lassen, wie er sich Chinas Zukunft vorstellt. Er selbst hätte darin die meiste Macht.
Die Parlamentswahlen in der Tschechischen Republik versprechen eine grundlegende Überholung der Parteienhackordnung. Politische Inhalte zählen dabei wenig. Je neuer eine Partei, desto erfolgreicher kann sie sein.
Schon zehn Jahre nach Einführung der Sozialen Marktwirtschaft forderte der legendäre Wirtschaftsminister Ludwig Erhard eine Weiterentwicklung. Geklappt hat das bis heute nicht. Ein Auftrag für die nächste Regierung!
Jahrelang war von ihm kaum etwas zu hören. Nun meldet sich George W. Bush mit einer Aufsehen erregenden Rede zu Wort. Der Adressat ist klar, auch wenn der Name nicht fällt: Donald Trump.
Was Ministerpräsident Rajoy konkret meint, wenn er von der Entmachtung Kataloniens spricht. Welche Folgen hätte eine Abspaltung für die spanische Konjunktur? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen zur Katalonien-Krise.
In seiner Rolle als Kabarettist ist er in Wien eine Weltmacht. Doch mit Ende vierzig hat sich Michael Niavarani verliebt – in das Theater Shakespeares. Die Komödie einer Obsession.
An diesem Donnerstag droht Katalonien die Entmachtung durch die Zentralregierung in Madrid. Doch das birgt große Risiken. Ein Kommentar.
Es ist soweit: In Berlin sondieren Union, FDP und Grüne eine mögliche Koalition. Es wäre das erste Jamaika-Bündnis im Bund. Wo es Überschneidungen gibt und wo es hapert.
Die hessische CDU stärkt Bundeskanzlerin Angela Merkel den Rücken. Sie sei keine Vorsitzende auf Abruf, bekräftigte Ministerpräsident Bouffier. Europa-Ministerin Puttrich warnt vor einem Rechtsruck.
Der Parteikongress der chinesischen Kommunisten könnte die Macht von Xi Jinping weiter festigen. Den Grundstein dafür hat der Präsident schon vorher gelegt.
In Berlin beginnen die Sondierungsgespräche für eine Regierungskoalition, in Peking das KP-Plenum. Das Marktforschungsinstitut GfK veröffentlicht seine EU-Konsumklimastudie.
Chinas Nationalismus wird dieses Jahrhundert prägen. Warum Xi Jinping das geschickter macht als Donald Trump und was sonst noch wichtig wird, lesen Sie im FAZ.NET-Countdown.
Mit dieser Finanzkraft lassen sich Gesellschaften verändern: Der greise Investor George Soros, erklärter Gegner von Donald Trump, hat offenbar seiner Stiftung ein riesiges Vermögen überschrieben.
Der Autobombenanschlag auf eine regierungskritische Journalistin erschüttert Malta. Daphne Caruana Galizia hatte im Zuge der „Panama Papers“ Korruptionsvorwürfe gegen Vertraute von Regierungschef Muscat erhoben.
Bei der Explosion einer Autobombe ist eine maltesische Bloggerin getötet worden. Ein Bericht der Journalistin Daphne Caruana Galizia hatte Regierungschef Joseph Muscat zu Neuwahlen gedrängt.
Seit 15 Monaten ist die Türkei im Ausnahmezustand. Jetzt soll die umstrittene Maßnahme noch einmal verlängert werden – zum fünften Mal.
In der Ukraine herrscht Meinungsfreiheit, sagt der Kulturminister Jewhen Nyschtschuk. Doch zugleich müsse man sich gegen russische Propaganda wappnen: Bestandsaufnahme einer Gratwanderung.
Die „Neue Rechte“ soll im Konzept der kulturellen Hegemonie des italienischen Kommunisten Antonio Gramsci wurzeln. Solche antibürgerlichen Personen stoßen in dem charakterisierten Milieu auf Sympathie, wohl selbst bei Thomas Wagner. Heftig attackiert er die Politik der als „neoliberal“ geltenden SPD.