„Deutschland ist international deutlich geschwächt“
Ohne Deutschland ist die Europäische Union vorerst gelähmt. Im Gespräch mit FAZ.NET erklärt Professor Thomas Jäger die internationalen Konsequenzen der gescheiterten Jamaika-Sondierungen.
Ohne Deutschland ist die Europäische Union vorerst gelähmt. Im Gespräch mit FAZ.NET erklärt Professor Thomas Jäger die internationalen Konsequenzen der gescheiterten Jamaika-Sondierungen.
„Jamaika“ ist nicht nur an der FDP gescheitert. Den Graben, den die vier Parteien nicht überbrücken konnten, hat die Bundeskanzlerin durch Deutschland gezogen.
Was können Intellektuelle gegen Trump aufbieten? Der Politologe Claus Leggewie hat einige Vertreter seiner Zunft beim Umgang mit dem Präsidenten beobachtet. Ein Gastbeitrag.
Der Bundespräsident mahnt, die Verantwortung zur Regierungsbildung könne nicht einfach an den Wähler zurückgegeben werden. Doch nur die Grünen bleiben gesprächsbereit.
Die FDP habe das Scheitern von Jamaika lange geplant, glaubt der Grüne Robert Habeck. Im FAZ.NET-Gespräch sagt er, warum ein Kompromiss möglich war, Angela Merkel keine Schuld trifft – und wieso er eine Neuwahl für eine „unkontrollierte Sprengung“ hält.
Merkel „gescheitert“, die Demokratie „beschädigt“, Neuwahlen „gegen Ostern“: FAZ.NET hat die wichtigsten Zitate zum Scheitern der Jamaika-Sondierungen in Berlin zusammengestellt.
Die Verhandlungen von CDU, CSU, FDP und Grünen über ein Jamaika-Bündnis sind gescheitert. Die Liberalen ziehen sich aus den Gesprächen zurück. „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren“, sagt FDP-Chef Christian Lindner.
Im Streit um die Nachfolge Horst Seehofers schien Ilse Aigner lange wehrlos. Nun greift die Oberbayerin an. Den Söder-Anhängern in der CSU schmeckt das gar nicht.
Die Regierung in Polen ist dabei, das Fundament der Demokratie zu verlassen, auf dem Streit und Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden können. Da hilft es wenig, sich regelmäßig zu demokratischen Werten zu bekennen.
Auf dem Rückmarsch in vordemokratische Verhältnisse? Der kanadische Philosoph Charles Taylor skizziert während der Fritz-Stern-Vorlesung drei gefährlich „leichte Wege der Regression“.
Für eine Abstimmung unter Bürgern sind Informationen sowie eindeutig formulierte Fragen notwendig - und im Stadtrat gefasste Beschlüsse. Wie soll Demokratie ohne Konzept und Finanzierung funktionieren?
1917 führte Präsident Woodrow Wilson die Vereinigten Staaten in die Weltpolitik. Hundert Jahre später versprach Donald Trump einen radikalen Wandel. Das fällt ihm schwerer als von manchen erhofft und von vielen befürchtet.
Das Prinzip Juli Zeh – und wie es funktioniert: „Leere Herzen“, ihr neuer Roman, schaut in eine dunkle Zukunft. Mehr als gute Unterhaltung ist das aber nicht.
Manipulation im Gewand der Aufklärung, Verunsicherung, Desinformation: In der Dokumentation „Putins Propagandakrieg in Prag“ analysiert Arte, wie Russland auf die öffentliche Meinung in Tschechien einwirkt.
Bei Rechtsextremismus könne man nicht einfach nur daneben stehen, sagt Frank-Walter Steinmeier. Das müsse vielmehr alle Demokraten auf den Plan rufen, so der Bundespräsident.
Donald Trump hat auf seiner Reise mit vielen Menschen geredet und viele Hände geschüttelt. Doch was bleibt bis auf den Eindruck, dass Amerika China das Feld in der Region überlässt?
Im Katalonien-Konflikt nehmen die Franco-Vergleiche Überhand, auch Qualitätsmedien mischen mit. Da kann man nur sagen: Hört auf mit den Kindereien!
In Südostasien befinden sich einige der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Amerika und China ringen offen um die Region. Auch die Europäer sollten mehr Interesse zeigen. Ein Kommentar.
Seit Katalonien für seine Unabhängigkeit kämpft, haben 2400 Unternehmen ihren Sitz aus der Region hinaus verlagert. Spaniens Ministerpräsident redet jetzt dagegen an.
Für Spaniens Rechtskonservative ist das neue Trikot der Fußball-Nationalelf ein Vorbote des nationalen Untergangs. Die Profis halten die Debatte für lächerlich und gewinnen das erste Spiel im frischen Hemd 5:0.
Bei seinem China-Besuch wird dem amerikanischen Präsidenten ein Spektakel geboten. Der zeigt sich sichtlich begeistert – und folgt brav dem Kalkül des Gastgebers.
Die Verfassungsversammlung von Venezuela macht der Pressefreiheit den Garaus. Sie hat ein Gesetz gegen Hass in den Medien verabschiedet, das nur eines zum Ziel hat: Kritik an Regime zu unterdrücken.
30.000 Soldaten haben im Ersten Weltkrieg am Hartmannsweilerkopf ihr Leben verloren. Macron und Steinmeier wollen die Erinnerung daran wach halten – auch für die Zukunft Europas.
Schon die antiken Griechen interessierten sich für die Zeugnisse ihrer Vergangenheit. Seither hat die Neugier kaum nachgelassen. Die Archäologie ist die europäischste aller Wissenschaften.
Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Blütezeit der Volksparteien. Seither trocknen die Individualisierung der Gesellschaft, die Fragmentierung ihrer Öffentlichkeit und die Diversifizierung von Arbeitsmarkt und Anstellungsverhältnissen den gesellschaftlichen Nährboden aller Großverbände aus.
Anders als vor vier Jahren entspricht das Wählerprofil der AfD ziemlich eindeutig dem anderer rechtspopulistischer Parteien in Europa. Warum es so kam, wie es kommen musste, und warum es wohl auch so bleiben wird.
Der Katalonien-Konflikt hat die spanische Demokratie in ihre schwerste Krise gestürzt. Doch die Eskalation war absehbar – auch wegen einer folgenreichen Partnerwahl.
Der ehemalige Banker Thorsten Schulte hat sich die Wut auf Angela Merkel und Mario Draghi von der Seele geschrieben. Das Buch des AfD-Sympathisanten ist ein Bestseller – obwohl der Handel es boykottiert. Oder gerade deswegen?
Der designierte tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš hat als Autor seine Vision für das Land entworfen. Mit einem Buch wartet aber auch einer seiner schärfsten Kritiker auf.
In Katalonien haben Separatisten zum Generalstreik aufgerufen. Aber nur wenige Bürger machen mit. Sie scheinen eher an was anderes zu denken.
Wie konnte Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten werden? Welche Rolle spielt der Populismus dabei – und warum ist er seit einigen Jahren so erfolgreich? Der renommierte Politologe Francis Fukuyama liefert Antworten.
Die Bewertung der Oktoberrevolution und der folgenden 70 Jahre Sowjetherrschaft ist im Westen größtenteils eindeutig. Nur die demokratische Linke verharmlost sie noch immer.
Straßenblockaden sollen den Verkehr in Barcelona lahmlegen. In Girona versuchen Demonstranten, den Bahnverkehr zu stoppen. Wie mobilisierungsfähig ist die entmachtete katalonische Regierung noch?
Wer kennt den Unterschied zwischen einer bürgerlichen und einer proletarischen Revolution? Marx und Engels übersahen ihn. Sonst wäre vieles anders gekommen. Ein Gastbeitrag.
Vor hundert Jahren hielt Max Weber in München seinen berühmten Vortrag über „Wissenschaft als Beruf“. Die Fragen, die er aufwarf, verdienen auch heute noch eine überzeugende Antwort.
Der amerikanische Präsident ist in Südkorea angekommen. Diese Station seiner Asienreise ist eine heikle Angelegenheit. Nicht nur China ist wichtig.