Der Wähler als egoistischer Agent?
Durch die Wahl hat sich ein Fenster geöffnet, in dem wieder zählt, was der Demos denkt. Wer Grundsätzliches kritisiert wird jedoch aufs "Nichtwählergleis" gestellt. Zu Unrecht. Her mit dem Diskurs!
Durch die Wahl hat sich ein Fenster geöffnet, in dem wieder zählt, was der Demos denkt. Wer Grundsätzliches kritisiert wird jedoch aufs "Nichtwählergleis" gestellt. Zu Unrecht. Her mit dem Diskurs!
In eine ehemalige Schule des Ost-Berliner Plattenbauviertels Hellersdorf sollen Asylbewerber einziehen. Doch die Anwohner wehren sich, Rechtsextreme machen mobil. Wohnt der Hass in der Platte? Eine Rückkehr.
In der sächsischen Stadt Markkleeberg bei Leipzig öffnet das Deutsche Fotomuseum. Ein großer Name für ein Haus, das kürzlich noch ganz klein war, aber nun seine Chance konsequent genutzt hat.
Peter Stanik war Dompteur im Staatszirkus der DDR. Er und Frau Katja gastierten in Manegen der ganzen Welt - bis die Wende kam. Heute hüten sie Schmusekatzen.
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine Stasi-Akte veröffentlicht. Sie widerlegt Vorwürfe, er habe Kontakte zum Geheimdienst der DDR unterhalten. Die meisten Informationen geben Politiker heute freiwillig preis.
Was ist eine Familie? Vater, Mutter, Kind, Großeltern, Enkelkinder, also drei Generationen mindestens, aus der Vergangenheit kommend, in die Zukunft reichend.
Peer Steinbrück scheitert kläglich am Klartext und belustigt die Massen. Dabei lernen wir sehr viel über den neuen Journalismus im Netz und die narzistischen Abgründe unserer Gesellschaft.
Von Markus WehnerEinen schwarzen Pullover trägt Matthias Höhn diese Woche. Im Karl-Liebknecht-Haus liegt ein Kondolenzbuch aus für Lothar Bisky.
Zum achtzigsten Geburtstag von Reiner Kunze sind kürzlich zwei Bücher erschienen, die sich auf höchst unterschiedliche Weise dem deutsch-deutschen Dichter annähern. Zusammen bilden sie ein ungemein spannendes Porträt.
Lothar Bisky, der vorgestern im Alter von einundsiebzig Jahren in Leipzig gestorben ist, war ein eindrucksvoller Mann, mit dessen Partei man nicht
Unsere Studenten zeichnen nicht mehr? Von wegen! Till Lenecke hat fürs Studium einen Comic als Leistungsnachweis geschaffen, den man gern allgemein zugänglich sähe.
Lothar Bisky ist tot. Der frühere Bundesvorsitzende der Linkspartei starb nach kurzer schwerer Krankheit wenige Tage vor seinem 72. Geburtstag.
Eine neue Biographie über den DDR-Schriftsteller übernimmt kritiklos das Eigenbild des früheren Chefs des DDR-Schriftstellerverbands. Weder hinterfragt Linde Salber Kants Nähe zur SED noch sein Befürworten staatlicher Sanktionen gegen Kollegen.
Wohin ein paar weiche Knie einen eisenharten Zehnkämpfer doch führen können! Die, gibt Michael Schrader zu, habe er gehabt, als er am Samstag früh bei den 100
Von Jochen StaadtDer Mauerbau am 13. August 1961 war für Walter Ulbricht und Erich Honecker ein entscheidender Schritt zur „Lösung der Westberlinfrage“.
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hat zu seiner Kritik an Kanzlerin Merkels Europapolitik Stellung genommen. Er habe nicht „alle Ostdeutschen in einen Topf“ geworfen. Ostdeutschland sei „eine Region tüchtiger und zupackender Menschen“.
In Thüringen versuchen die Gemeinden, einander mit immer größeren Schwimmbädern zu übertreffen. Obwohl sich die Investitionen nicht lohnen, vergibt das Land weiter Fördermittel.
Im Spätsommer 1889 wanderten zwei Maler, Paul Müller-Kaempff und Oskar Frenzel, auf dem Fischland, jenem schmalen Landstrich zwischen Ostsee und Bodden, an der
4300 Hektar, fünf Mähdrescher, mehr als 12 Millionen Euro Umsatz: Agro Bördegrün steht für eine Landwirtschaft, die Kritiker Agrarindustrie nennen. Die Firma selbst sieht sich aber als Familienbetrieb.
Die Doping-Aufarbeitung muss fortgesetzt werden. Das allein wird aber nicht ausreichen, um den Spitzensport in eine bessere Zukunft zu führen. Es sind radikale Schnitte nötig. Etwa eine Debatte um die „Endkampfchance“ als Kriterium für eine Olympia-Nominierung.
Als Vehikel der Herrschaftsstabilisierung nutzte die SED in den Grenzen ihrer Möglichkeiten die Sozialpolitik.
Wie gehen die osteuropäischen Staaten mit den Verbrechen der kommunistischen Diktatur um? In den Gerichtsverfahren gegen tschechische Grenzsoldaten sitzt der Kommunismus noch oft über sich selbst zu Gericht.
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft hat die brisante Studie zum Doping in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht. Darin wird deutlich, wie früh im Westen gedopt wurde und wie wenig die Sportfunktionäre dagegen unternommen haben.
Ein Literaturhotel mit Seeblick in Berlin für die besten Autoren aus aller Welt - was für eine herrliche Idee! Dem Literarischen Colloquium Berlin alles Gute zum fünfzigsten Geburtstag.
Karamba Diaby kandidiert in Halle für den Bundestag. Der SPD-Politiker wäre der erste Abgeordnete mit afrikanischen Wurzeln. Doch darauf möchte er nicht reduziert werden.
Immer höher, schneller, weiter: Doping hat eine lange Tradition – weil das Publikum, Politik und Sponsoren Siegertypen und Höchstleistungen wünschen.
Der Name des ehemaligen Trainers Hansjörg Kofink ist eng verbunden mit dem Widerstand gegen das Anabolika-Doping der siebziger Jahre. Im F.A.Z.-Interview spricht er über Vertuschung von Fakten, Ächtung von geständigen Athleten und die Ignoranz der Politik.
Katrin Göring-Eckardt hat viele Eigenschaften, die an Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnern. Die Spitzenkandidatin ist sehr beweglich - auch weil sie kein übergroßes Ego hat. Ob sie sich in Zukunft als politisches Alphatier durchsetzen kann, ist noch ungewiss.
Welche Konsequenzen hat der Bericht über Doping in Westdeutschland? Noch aktive Protagonisten werden schwer belastet. Honoratioren aus Politik und Sport wie Hans-Dietrich Genscher oder Walther Tröger weisen eine Mitwisserschaft zurück.
Die Aufarbeitung der Doping-Vergangenheit in der alten Bundesrepublik sorgt weiter für Diskussionen. Immerhin scheint der Veröffentlichung der Studie von Forschern der Berliner Humboldt Universität nichts mehr im Wege zu stehen.
Jan Stoops gehört nicht zu den Menschen, die lange mit sich hadern. Deshalb ist er an diesem Abend der Erste, der aufsteht und sich zu erkennen gibt.
„Sich von signierten Büchern trennen, das ist, als verriete man Freunde“: Mehrere Bücher, die Frank-Walter Steinmeier gewidmet sind, werden im Internet angeboten.
Vor sechs Jahren feierte das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) in Potsdam sein fünfzigjähriges Bestehen. Der gewohnte Name verschwindet jetzt durch ...
Wie man 1983 Jugendgeweihten erklärte, was der Sinn ihres Lebens ist, zeigt das gleichnamige Buch, das in der DDR zu dieser Zeit Jugendliche bei ihrer staatlichen Initiation überreicht bekamen.
Vor vierzig Jahren hielt das Verfassungsgericht mit seinem Urteil zum Grundlagenvertrag die deutsche Frage offen. Der Gang nach Karlsruhe war das Werk eines Mannes.