Wie mir der Schnabel gewachsen ist
Bis heute wird Bertolt Brecht von Kritikern als Staatsdichter der DDR hingestellt. Werner Hecht widerspricht und zeigt Brecht als Mann, der sich lieber nicht zwischen Ost und West entscheiden wollte.
Bis heute wird Bertolt Brecht von Kritikern als Staatsdichter der DDR hingestellt. Werner Hecht widerspricht und zeigt Brecht als Mann, der sich lieber nicht zwischen Ost und West entscheiden wollte.
Wie lebte es sich als Diplomat und Mitarbeiter des Außengeheimdienstes in der DDR? Und wie lebt es sich heute mit dieser Vergangenheit? Ein Gespräch.
Als das sozialökonomische „Modell Deutschland“ auf die ehemalige DDR übertragen wurde, da wurde es überschätzt und zugleich überlastet.
Die deutschen Eisschnellläufer beklagen in Sotschi das schlechteste Ergebnis seit 50 Jahren. Die Probleme sind vielfältig: Teaminterner Streit, fehlende Publicity, kaum Nachwuchs. Jetzt geht es den Sportlern ans Geld.
An Europas Grenzen sterben Menschen beim Versuch, ein anderes Leben zu beginnen. Ein Leben in den blühenden Landschaften.
Dreieinhalb Jahre ist Heidi Steins Sohn, als er bei einem Urlaub im eisigen Winter 1979 in der damaligen DDR verschwindet. Die Mutter ist überzeugt davon, dass die Stasi dahintersteckt. Bis heute findet sie keinen Frieden.
Jörg Hallerbach musste beruflich häufig vom Westen in den Osten Deutschlands reisen. Unterwegs kaufte er Kunst direkt in den Ateliers der Dissidenten der ehemaligen DDR. Jetzt wird seine Sammlung versteigert.
In den Neunzigern machte Samuel Meffire Schlagzeilen als erster schwarzer Polizist Ostdeutschlands. Dann wurde er Verbrecher. Heute schreibt er Kriminalromane.
Am 20. Februar erscheint der erste Roman des Lyrikers Uwe Kolbe. Er heißt „Die Lüge“ und erzählt ein beklemmendes Vater-Sohn-Schicksal in der DDR. Lesen Sie einen Auszug im FAZ.NET-Lesezeichen.
Der bayerische Empfang gehört zu den Höhepunkten der Berlinale, ein äußerst freundliches Fest. Zwar hat die gute Laune ihren Preis. Doch ein Filmtitel brachte selbst graue Bürokratensätze zum Funkeln.
Oskar Lafontaine hat im saarländischen Landtag einen Eklat ausgelöst. Die CDU verlangt eine Entschuldigung für die Beleidigung der Ministerpräsidentin. Es geht um geheime Autogeschäfte des Verfassungsschutzes.
Als die Mauer fiel, war ich sechzehn und lebte in Bayern. Später zog ich nach Berlin, um dort Philosophie und Ethnologie zu studieren und eigene und fremde Denkmuster verstehen zu lernen. Mit dem, was sich in Deutschland nach der Revolution von 1989 abspielte, brachte ich das nicht zusammen. Mein Blick auf die ehemalige DDR war ahnungslos und der auf die ehemalige BRD ein vollkommen blinder Fleck.
Der Trabant steht für die DDR wie kein Gebrauchsgegenstand sonst. Herbeigesehnt, geliebt, verachtet und nicht vergessen: 50 Jahre Trabant 601.
Die Etablierung und Ausformung des Stalinismus im europäischen Vorfeld in den Jahren 1944 bis 1956 untersucht die amerikanische Journalistin Anne Applebaum.
Der Liedermacher und einstige DDR-Bürgerrechtler Wolf Biermann hat dem ukrainischen Oppositionspolitiker Vitali Klitschko in einem persönlichen Brief Mut zugesprochen. Das Schreiben hat zahlreiche prominente Mitunterzeichner.
Von den Schauplätzen seines neuen Romans bis in den Keller von Kurt Vonneguts „Schlachthof 5“: Ein Ausflug mit dem amerikanischen Autor Jonathan Lethem nach Dresden.
25 Jahre nach dem Fall der Mauer bringt eine Fernseh-Doku in nachgestellten Bildern Millionen Deutschen den Alltag in der DDR näher. Echte Bilder zeigten sich vor fünf Jahren, als ein Leipziger Architekt eine verlassene Wohnung entdeckte.
Damit hatte niemand gerechnet: Der Aufbau-Verlag verliert seine beiden langjährigen Geschäftsführer René Strien und Tom Erben. Es gab keine Gemeinsamkeiten mehr mit dem Eigentümer Matthias Koch.
Vorstoß in Grauzonen: Das ZDF zeigt mit dem Zweiteiler „Nicht alles war schlecht“, dass man die Geschichte der DDR mit ironischer Grundierung wunderbar erzählen kann.
Die ethnischen „Säuberungen“, die Michael Schwartz in seinem wichtigen Buch schildert, waren nicht nur Ausdruck eines rassistischen Reinlichkeitswahns, sondern auch einer bürokratischen Machbarkeitsvision.
Niemals wurden so viele Kinder in Deutschland geboren wie 1964. Es ist die Zeit des Überflusses. Der 1000-Mark-Schein kommt, der 600er-Mercedes, der 911, der Opel Diplomat. In der DDR debütiert der Trabant 601. Ein Rückblick auf die neuen Autos vor 50 Jahren.
„Model“ Melanie Müller reist mit Botschaft auf der Po-Backe ins Dschungelcamp. Boris Becker sieht zwar tierisch aus, verzichtet aber auf den Besuch im Urwald. Und Dieter Bohlen zeigt sich feinfühlig. Die Geschichten der Herzblätter.
Möbel aus der DDR, günstig produziert in Gefängnissen: Davon profitierten auch bekannte Versandhäuser und Kaufhausketten auf der anderen Seite der Mauer. Von Zwangsarbeit hätten sie damals nichts gewusst, heißt es nun.
Friedrich der Große hat es errichtet, die Bomben des zweiten Weltkriegs haben es beschädigt, das DDR-Regime hat es gesprengt: das Potsdamer Stadtschloss. Nun ist es wieder aufgebaut und soll als Landtag dienen - am Wochenende wird es eröffnet.
Über zweihunderttausend Rumäniendeutsche kaufte die Bundesregierung von Nicolae Ceauşescu frei. Über die schwierigen Verhandlungen mit dem rumänischen Diktator berichtet eine Dokumentation in der ARD.
Zwei Männer und ihre Schläger: Dirk Schimmelpfennig ist Sportdirektor im Tischtennis. Markus Weise trainiert die deutschen Hockey-Männer. Ein Gespräch über unbekannte Olympiasieger, übermächtige Chinesen und auffällige Jamaikaner.
Im Pekinger Widerstandsmuseum sind die neuen Risse im chinesisch-japanischen Verhältnis deutlich zu sehen. Neujahrsbetrachtung auf der Marco-Polo-Brücke, wo der letzte chinesisch- japanische Krieg ausbrach.
Seit einem halben Jahr steht Beate Zschäpe vor Gericht, und die Charakterisierungen durch Zeugen entsprechen immer mehr dem Bild, das die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklage zeichnet.
Die DDR ist schon jetzt der am gründlichsten erforschte Teil der deutschen Vergangenheit. Warum heißt es dann im Koalitionsvertrag, die Aufarbeitung der jüngeren Geschichte unseres Landes sei eine „dauerhafte Aufgabe“?
Die ostdeutsche Frau lebte mit der Doppelbelastung aus Beruf und Familie. Die Wende änderte daran wenig. Jetzt ziehen die Frauen im Westen erschöpft nach.
Die Symbole des SED-Staates wollen einfach nicht verschwinden. Der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen fordert ihr Verbot. Helfen würde das nicht.
„Soldaten sind vorbeimarschiert“ und „Das Lied der Partei“: Der aus Amerika stammende Musiker John Carlson studiert mit Kindern in Schwerin DDR-Lieder ein.
In Ostdeutschland fürchten die Bauern um ihr Land. Die Preise steigen, vielerorts können Landwirte nicht mehr mit den Geboten von Kapitalgesellschaften mithalten. Für Kritiker ist das ein Warnsignal.
Maik Hosang ist ein eher pragmatischer Transistion-Aktivist. Der Sozialwissenschaftler wurde von einem Ansatz geprägt, der seinen Ursprung in der Unfrömmigkeit der DDR hat.
Zu Unrecht gehört sie zu den weniger bekannten Autoren Deutschlands. Ihr Revier war die Spreewelt rund um Erkner. Deren herber Glanz findet sich in ihren schönsten Gedichten. Nun ist Helga M. Novak „äußerster Gewalt“ gewichen. Ein Nachruf.
Hans-Dietrich Genscher, der die Freilassung von Chodorkowskij vorangetrieben hat, betrieb Außenpolitik stets als Friedenspolitik. Seine ausgleichende Vermittlung ist als „Genscherismus“ bekannt.