Spektakel verlorener Lebenswelten
Das lange vergessene Theater der Bergarbeiter in Senftenberg lebt wieder auf, besinnt sich auf seine DDR-Traditionen und spendet Trost.
Das lange vergessene Theater der Bergarbeiter in Senftenberg lebt wieder auf, besinnt sich auf seine DDR-Traditionen und spendet Trost.
Ein fein gehäkeltes Bild einer aus den Fugen geratenen Gesellschaft: Roswitha Quadflieg orientiert sich für ihren Stasi-Roman „Ihr wart doch meine Feinde“ an einem realen Fall.
Thüringer Wunder: Wie die Wiederbelebung Gothas im Spiegel ihrer aristokratischen Architektur, Kunst und Kultur gelungen ist.
Nach einem F.A.Z.-Bericht zu DDR-Dokumenten, die den Doping-Plan für den heutigen Sportausschussvorsitzenden des Bundestages zeigen, zieht Frank Ullrich Konsequenzen. Er selbst aber halte die Kritik für nicht zutreffend.
Frank Ullrich möchte als Vorsitzender des Sportausschusses des Bundestags in den NADA-Aufsichtsrat. Stasi-Berichte des DDR-Verbandsarztes dokumentieren die Oral-Turinabol-Doping-Planungen zu dessen aktiver Zeit.
Wird Kunst aus der früheren DDR wie minderwertige Ware behandelt? Darüber diskutierten der Autor Durs Grünbein und die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann.
Folterungen, sexuelle Übergriffe, Dunkelhaft: In einem tschechoslowakischen Gefängnis wurde Alexander Wiegand krank für den Rest seines Lebens. Doch eine Entschädigung hat er bis heute nicht erhalten.
„Schlag ins Gesicht der Opfer“: Beharrlich ahnungslos, was Doping angeht, will der Sportausschussvorsitzende Frank Ullrich Aufsicht über die NADA führen. Das sorgt für Kritik.
Eine Geschichte aus dem Jahr 1970: Ein Junge wird in der DDR festgenommen. Was hat er verbrochen, wie ging man mit ihm um? Und wie blickt er heute darauf zurück?
Sie wollten den „neuen Menschen“ für den Sozialismus schaffen - mit buchstäblich allen Mitteln. Brachialpädagogik gab es zwar nicht nur in der DDR, aber dort war es zum Teil besonders grausam, wie das Buch dokumentiert.
Nach einer reißerischen Doku über einen angeblichen Mord an einem Vertragsarbeiter in der DDR sieht der Programmausschuss des MDR die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt. Trotzdem hält der Sender an seiner Darstellung fest.
Der Ostbeauftragte Carsten Schneider gesteht Fehler in der Russland-Politik ein. Aber er findet es richtig, weiter Kontakte zur russischen Zivilgesellschaft zu suchen.
Intellektueller im Weltbürgerkrieg: Daniel Siemens schreibt eine alle Schwarz-Weiß-Zeichnungen vermeidende Lebensgeschichte von Hermann Budzislawski.
Sie war nicht nur eine Mozart-Spielerin von hohem Rang, sondern stieß früh in die Männerdomäne der Virtuosen-Literatur vor. 1990 wurde sie die erste Musikhochschulrektorin Deutschlands. Jetzt ist die Pianistin Annerose Schmidt mit 85 Jahren gestorben.
Nach neun Jahren setzt der Berliner Zeichner Peter „Auge“ Lorenz endlich seine Heftserie „Das Land, das es nicht gibt“ fort.
Zwischen 1950 und 1952 wurden allein in Dresden mehr als 100 Zivilisten durch sowjetische Militärtribunale zum Tode verurteilt. Sie wurden in Stalins Moskau hingerichtet. Ein Gastbeitrag.
Folien made in Brandenburg: Holger Loclair hat aus einem volkseigenen Betrieb einen global erfolgreichen Konzern geformt.
Als der Kalte Krieg heiß zu werden drohte, veröffentlichte die DDR-Rockband Karat einen Song, der bis heute wirkt: „Der blaue Planet“. Es ist eine musikalische Mahnung mit vielfältigen Bezügen.
In der vom Westen dominierten gesamtdeutschen Öffentlichkeit kommen ostdeutsche Erfahrungen bloß als etwas Fremdartiges vor. Doch zum Glück gibt es auch ostdeutsche Zeitschriften.
Meine Professoren und Dozenten kommen fast immer aus Westdeutschland, obwohl ich von Beginn meines Studiums an im Osten studiere. Schade!
Mit wachsendem zeitlichen Abstand scheint der Rechtfertigungsdruck bei einigen zu schwinden. Das tut diesem Erinnerungsband an die Zeit der Wiedervereinigung sehr gut.
Einladung zum historischen Vergleich: Die SPD war schon öfter großzügig darin, die Freiheitsrechte anderer gering zu schätzen, wenn es vermeintlich hehren Zielen galt. Ein Gastbeitrag.
Sie habe im Magazin einer linksextremistischen Organisation veröffentlicht, lautet der Vorwurf gegen Ministerin Faeser. Richtig ist: Die VVN-BdA steht in kommunistischer Tradition und pflegt zur DDR eine „differenzierte Einschätzung“.
Vom Spitzendreher zum Spitzenschauspieler: Zum Tod des Charakterdarstellers, Stimmenwunders und DT-Intendanten Dieter Mann
Wer den ostdeutschen Unmut verstehen will, muss sich klarmachen, wie einseitig die Diskursmacht verteilt ist. Und etwas daran ändern, dass Spitzenpositionen fast immer von Westdeutschen besetzt werden. Ein Gastbeitrag.
Müsste die Familie von Preußen auch im Westen enteignet werden, wenn das Ausgleichsleistungsgesetz gelten soll? Michael Wolffsohn verkennt den Sinn historischer Erkundigungen in juristischen Streitfragen.
Etliche Medien haben berichtet, dass Bundeskanzler Olaf Scholz jahrelang vom DDR-Staatssicherheitsdienst bespitzelt worden sei. Diese Behauptung ist falsch. Das zeigt ein Blick in die Stasi-Unterlagen. Ein Gastbeitrag.
Daniel Schulz’ Roman „Wir waren wie Brüder“ schildert die brutale Nachwendezeit im Osten, die der Westen lieber ignoriert. Ein Gespräch über Gewalt, Opportunismus und politische Versäumnisse.
Um politische Korrektheit und ästhetische Moden hat sich der Komponist Juro Mětšk nie geschert. Er führte schon in der DDR das Erbe Weberns und Schönbergs weiter und engagierte sich bis zuletzt für sein Volk der Sorben.
„Wir haben einen Menschen verloren, der unser aller Herz erobert hat“: Nach schwerer Krankheit ist Hans-Jürgen Dörner im Alter von 70 Jahren gestorben. Die Fußballwelt trauert.
Diplomatie im Dschungel: Wie DDR-Maler an den Amazonas kamen, zeigt das Brandenburgische Landesmuseum Cottbus und erzählt dabei die Geschichte einer besonderen Sammlung.
Er war ein Schriftsteller, der standhielt in der DDR und den Weg bereitete für die jungen Autoren: Eine Erinnerung seines westdeutschen Lektors an den unbeugsamen Franz Fühmann, der vor hundert Jahren geboren wurde.
Bis heute ranken sich um die 1990 vollzogene Währungsunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR viele Mythen. Die meisten von ihnen sind übelster Art und vergiften das Zusammenleben in Ost und West bis heute. Ein Gastbeitrag.
Frank Ullrich steht für Biathlon-Olympiaerfolge in zwei deutschen Staaten. Jetzt besiegte er im Wahlkampf Hans Georg Maaßen und wurde neuer Vorsitzender des Sportausschusses im Bundestag. Was hat er vor?
Die Zentralbank versteckte in einem unterirdischen Atombunker an der Mosel jahrzehntelang eine milliardenschwere Bargeldreserve. Ein Besuch in der Unterwelt.
Stefan Scharnbeck hat die Enteignungen von 1972 mitgemacht. Jetzt ist der Optiker sein eigener Herr. Holger Loclair führte den ehemaligen VEB Orafol zu einem Hidden Champion. Über zwei Stützen des ostdeutschen Aufschwungs – und ihre Geschichte.